Kinder im Fragealter: Wieso, weshalb, warum?

Kinder im Fragealter: Wieso, weshalb, warum?

Die Frage nach dem „Warum“ ist ein wichtiger Entwicklungsschritt im Leben Ihres kleinen Schatzes. Ungefähr mit 3 bis 4 Jahren beginnt das Fragealter bei Kids. Warum ist der Himmel blau? Warum regnet es? Warum fallen die Blätter von den Bäumen? Kinder wollen die Welt entdecken und suchen nach Orientierung. In der Warum-Phase wollen Kinder allen Dingen auf den Grund gehen - ganz egal wie wichtig oder eben auch unwichtig eine Sache ist. Alles, was Kids wahrnehmen, wird interessant und erfragt.

Warum fragt mein Kind mir Löcher in den Bauch?

Wie heißt es so schön in einem bekannten Lied „Wer nicht fragt bleibt dumm“. Kinder sind kleine Forscher und Entdecker, sie wollen alles über die Welt selbst herausfinden. Kinder mit 4 bis 5 Jahren sind extrem neugierig und wollen alles verstehen. Die meisten Kids reden gern und viel und möchten auch, dass Mama und Papa sich für ihre Themen interessieren. So tauchen von ganz simplen oder lustigen auch manchmal schon fast philosophischen Fragen über das Leben auf, die nicht immer ganz einfach zu beantworten sind. Wenn Ihr Kind Ihnen also gefühlt Löcher in den Bauch fragt, macht es das nicht, um Sie zu ärgern, sondern um einfach möglichst viel über das Leben zu erfahren. Die Warum-Phase erleben also alle Familien mit Kindern. Versuchen Sie so gut es geht die Fragen zu beantworten, denn das ist ein wichtiger Schritt für das Heranwachsen Ihres Kindes.

Müssen Eltern alle Fragen beantworten?

Sicher wird Ihr Kind mal eine Frage stellen, die Sie selbst zum Nachdenken anregt. Kinder sehen die Welt mit anderen Augen und so ist das Fragealter auch für Eltern oft noch mal ein Anstoß selbst über Hintergründe nachzudenken oder auch mal wieder genauer hinzuschauen. Während manche Fragen sicher ganz einfach zu beantworten sind, können Sie bei anderen Fragen ruhig zugeben, wenn Sie etwas selbst nicht wissen. Hier ist Ehrlichkeit gefragt, denn Ihr Kind braucht das Gefühl, dass es ernst genommen wird. Auf die Frage warum es regnet müssen Sie Ihrem kleinen Weltentdecker keinen Vortrag über Meteorologie halten, sondern es reicht zu erklären, dass Regen wichtig für alle Pflanzen ist und sonst alles vertrocknen würde. Wenn Ihr Kind nun nachfragt wie der Regen überhaupt entsteht, wird es schon etwas komplizierter. Vielleicht gehen Sie dann gemeinsam zuhause mit Hilfe eines Kinderbuches der Sache auf den Grund. Halten Sie die Antworten einfach oder überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie die Antwort lauten könnte, so erhalten Sie außerdem einen guten Einblick in die Gedankenwelt Ihres Kindes.

Eltern müssen nicht alles wissen.

Es ist völlig normal, dass Sie Ihrem Kind nicht alles beantworten können. Durch das Nicht-Wissen lernen Kinder, dass Mama und Papa eben auch nicht perfekt sind und dass es auch gar nicht schlimm ist, wenn man eine bestimmte Sache nicht weiß. Nutzen Sie die Frage-Phase Ihres Kindes, um die Kreativität und Sprache zu fördern. Wichtig ist, dass Sie jede Frage ernst nehmen ohne den Anspruch zu haben, alles perfekt zu beantworten – das erwartet Ihr Kind auch gar nicht.

Wenn Sie Ihr Kind zum Nachdenken anregen möchten, stellen Sie doch einfach mal eine Gegenfrage „was glaubst du denn, warum das so ist?“ Auf diese Weise bekommen Sie vielleicht eine unvergessliche Geschichte zu hören. Hinterfragen auch Sie mal die Gedankengänge Ihres Kindes, so können eventuell auch besondere Talente entdeckt werden.

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