Pubertät: 5 Fakten, die Eltern wissen sollten.

Pubertät: 5 Fakten, die Eltern wissen sollten.

Die Pubertät kündigt sich oft früher an, als erwartet und meist bedeutet das für das glückliche Familien leben leider nichts Gutes: das gerade noch so fröhliche Kind, zieht sich plötzlich zurück, reagiert trotzig und orientiert sich mehr und mehr an Freunden und nicht mehr an Mama oder Papa. Wir haben Ihnen hier wissenswerte Fakten zusammengestellt.

Warum kommen Kinder immer früher in die Pubertät?

Eine große Rolle spielt das Körpergewicht und ein guter Gesundheitszustand. Kinder und Jugendliche sind heutzutage deutlich schwerer und größer als noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Genetische Faktoren, das kontinuierliche Angebot an Nahrung und die verbesserte medizinische Versorgung im Allgemeinen sind verantwortlich für die immer früher einsetzende Pubertät. Bei Mädchen beginnt die Pubertät oft schon mit 10 Jahren, bei Jungen ca. ab 12 Jahren. Auch haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Übergewicht zu einer früheren Pubertät führen kann.

Warum sind Pubertierende immer müde?

Vor kurzem hüpfte ihr Kind noch gut gelaunt und ausgeschlafen aus dem Bett und nun kommt es morgens nicht mehr aus den Federn? Schuld daran, ist eine für die Pubertät typische Veränderung des Schlaf-Wach-Rhythmus. So kommt es bei Kids und Teens zu einer Verschiebung der gewohnten Schlafzeiten nach hinten. Sie werden rund ein bis zwei Stunden später müde, schlafen dann erst später ein und morgens fehlt die Zeit dann um ausgeschlafen in den Tag zu starten. Ein Teufelskreislauf: denn wer müde ist, leidet unter Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwäche.

Was passiert eigentlich im Gehirn?

Impulsiv, risikobereit und ignorant – das Verhalten von Kindern in der Pubertät kann Sie schon mal in den Wahnsinn treiben. Aber Sie sollten wissen, dass Ihr Kind eigentlich gar nichts dafür kann, denn die Entwicklung des Gehirns während der Pubertät gleich einer Großbaustelle. Wenig genutzte Nervenverbindungen werden gekappt, wichtige Verbindungen zu „Informations-Autobahnen“ ausgebaut. Das Gehirn sortiert sich quasi komplett neu, um leistungsfähiger und schneller zu werden. Im Umkehrschluss führt das aber auch dazu, dass Emotionen ausgeprägter empfunden werden. Dazu kommen die einströmenden Geschlechtshormone: Willkommen auf der Achterbahn der Gefühle!

Warum sind Eltern plötzlich peinlich?

Früher waren Mama und Papa einfach die Besten, Coolsten und die Größten – und jetzt ist alles was Eltern machen oder sagen einfach nur noch peinlich? Da müssen Sie jetzt leider durch! In der Pubertät verändert sich die Wahrnehmung des Kindes. Wenn zuvor eine sehr enge Verbindung zu den Eltern bestand, möchte das Kind nun zunehmend eigene Wege gehen, Kinder beginnen sich von den Eltern abzugrenzen, haben aber andererseits noch nicht genug Selbstsicherheit, das elterliche Verhalten aus der Distanz zu betrachten. Und daher ist so ziemlich alles, was Eltern machen oder sagen eben peinlich. Hier ist die richtige Mischung aus Loslassen und Haltgeben gefragt. Bleiben Sie gelassen!

Warum kommt es in der Pubertät zu Hautproblemen?

In der Pubertät schüttet der Organismus vermehrt Androgene aus. Das sind männliche Hormone, die sowohl bei Jungs als auch bei Mädchen vorkommen. Diese Hormonumstellung führt zu einer übermäßigen Talg- und Fettproduktion der Haut – vor allen Dingen in der sogenannten T-Zone. Es bilden sich Pickel und Mitesser, die Jugendliche als sehr störend empfinden. Pickel in dem Alter sind kein Zeichen mangelnder Hygiene und verschwinden meist von selbst wieder – am Ende der Pubertät.

Kleines 1 x 1 für Eltern von pubertierenden Kindern: was Ihr Kind jetzt denkt! 

  1. Klopf bitte an, wenn du in mein Zimmer kommst.
  2. Bitte frag nicht, ob ich etwas brauche oder Hunger habe – das weiß ich doch selbst!
  3. Bitte frag meine Freunde nichts und sag mir nicht mit wem ich befreundet sein soll.
  4. Seid doch einfach normal und nett
  5. Bitte keine Witze, keine alten Storys oder schlauen Sprüche.
  6. Mäuschen, Häschen, Schatzi – für Spitznamen bin ich jetzt zu alt.
  7. Bitte, bitte, bitte nicht im Auto mitsingen – das ist voll peinlich!
  8. Fragt im Restaurant nie mehr nach dem Kinderteller
  9. Auf keinen Fall an meinen Klamotten oder meiner Frisur rum zupfen!
  10. Auch wenn ich es manchmal nicht so zeigen kann, brauch ich doch noch manchmal Deine Umarmung und Dein Lob.

 

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