Rheumatoide Arthritis – Ursachen und Risikofaktoren

Rheumatoide Arthritis – Ursachen und Risikofaktoren

Rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen Zellen in den Gelenken richtet. Die Haut in der Gelenkkapsel entzündet sich und zerstört nach und nach den Knorpel im Gelenk. Das verursacht anhaltende Schmerzen, Müdigkeit und andere Probleme.

Bei einer Autoimmunerkrankung beginnt das Immunsystem, das eigentlich den Körper schützen soll, aus noch unbekannten Gründen, körpereigenes Gewebe anzugreifen. Im Fall der rheumatoiden Arthritis führt das zu einer Entzündung Gelenkinnenhaut (Membrana synovialis), die die Gelenkhöhle innen auskleidet. Die Zellen der Gelenkinnenhaut, (die Synovialzellen) werden durch das fehlgeleitete Immunsystem verändert. Sie stellen ihre Funktion ein und fangen an, aggressiv zu wuchern und den Knorpel des Gelenks anzugreifen und ihn abzubauen.

Als Folge werden die Gelenke entzündet, warm und geschwollen und schmerzen. Im weiteren Verlauf kann die Entzündung zu einer lokalen Zerstörung von Knorpel, Knochen und Gelenkkapsel sowie von Sehnen und Sehnenscheiden führen.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Entstehung und Folgen der rheumatoiden Arthritis.

Über die genauen Ursachen der rheumatoiden Arthritis ist genau wie bei anderen Autoimmunerkrankungen nur wenig bekannt.

Folgende Risikofaktoren für rheumatoide Arthritis kennt man:

  • Alter:
    Rheumatoide Arthritis kann in jedem Alter auftreten, ist aber zwischen 40 und 60 am häufigsten. Rheumatoide Arthritis ist jedoch keine normale Alterserscheinung, sondern eine – wenn auch nicht seltene – Erkrankung.
  • Geschlecht:
    Rheumatoide Arthritis tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Das gilt vor allem für Frauen, die noch nie schwanger waren und für Frauen, die vor kurzem geboren haben.
  • Erbfaktoren:
    Wenn rheumatoide Arthritis bereits in einer Familie aufgetaucht ist, ist das Risiko für Verwandte höher, auch daran zu erkranken.
  • Umwelt:
    Bestimmte Umweltgifte oder Infektionen können das Risiko erhöhen.
  • Übergewicht (Adipositas):
    Ein hoher BMI erhöht das Risiko, besonders für Personen, die jünger als 55 Jahre alt sind.
  • Rauchen:
    Rauchen kann das Risiko für rheumatoide Arthritis erhöhen, bzw. den Krankheitsverlauf verschlimmern.

Kann man etwas tun, um eine rheumatoide Arthritis zu verhindern?

Leider gibt es keine Möglichkeit, eine rheumatoide Arthritis zu verhindern, aber betroffene Patienten können ihr Risiko für rheumatoide Arthritis eventuell senken, wenn sie:

  • soweit möglich die oben genannten Risikofaktoren vermeiden, vor allem Rauchen und Übergewicht,
  • sich um ihre Zahnhygiene kümmern und regelmäßig zum Zahnarzt gehen: Neue Forschungsergebnisse zeigen eine Verbindung zwischen rheumatoide Arthritis und Zahnfleischerkrankungen.

Gehen Sie frühzeitig zum Arzt, wenn Sie die Symptome einer rheumatoiden Arthritis bemerken.

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