Cresemba gegen Pilzinfektionen
Zu den Einsatzgebieten des Medikaments Cresemba zählen durch schwarzen Schimmelpilz (Aspergillus) verursachte Erkrankungen von Personen, deren Immunsystem durch Chemotherapien oder Transplantationen geschwächt ist. Darüber hinaus kommt das Arzneimittel bei seltenen, aber lebensbedrohlichen Infektionen durch Fadenpilze der Ordnung Mucorales zum Tragen. Verfügbar ist das Präparat in Form von Hartkapseln in unterschiedlicher Dosierung sowie als Pulverkonzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Der Wirkstoff Isavuconazol hemmt das Sterin Ergosterol, das in der Zellmembran von Pilzen vorhanden ist, sowie das Enzym Lanosterol-14α-Demethylase. Dadurch soll es die Membranbildung beziehungsweise das Wachstum verhindern und die Pilze abtöten. Cresemba kann mit seinem breiten antimykotischen Spektrum und einer meist guten oralen Bioverfügbarkeit die Behandlung von Infektionen durch Schimmelpilze unterstützen.