Parsabiv: Hormonsenkende Präparate bei Nierenerkrankungen
Das in den Nebenschilddrüsen gebildete Parathormon bindet Kalzium und Phosphat, wodurch sich die Verfügbarkeit dieser lebenswichtigen Stoffe im menschlichen Körper vermindern kann. In der Folge drohen Schmerzen im Knochengerüst oder gar Frakturen sowie Probleme mit dem Herz und dem Kreislauf. Der eingesetzte Wirkstoff Etelcalcetid signalisiert den Rezeptoren der Nebenschilddrüse die Bindung von ausreichend Kalzium, was wiederum den Ausstoß des Parathormons vermindern soll. Die rezeptpflichtigen Arzneimittel unterstützen die Behandlung von Patienten, aus deren Blut mithilfe der Dialyse entsprechende Abfallprodukte entfernt werden. Als Injektionslösung werden sie dem Rückfluss über den venösen Zugang des Dialysekreislaufs zugeführt oder intravenös verabreicht. Parsabiv kann so die Verfügbarkeit von Kalzium im Körper bei der Nierenerkrankung sekundärer Hyperparathyreoidismus verbessern.