Bodylotion im Überblick: Welche Unterschiede gibt es?

Bodylotion zählt zu den grundlegenden Pflegeprodukten des Alltags. Obwohl sie häufig routinemäßig verwendet wird, hat sie einen spürbaren Einfluss auf das Hautgefühl und die Feuchtigkeitsbalance der Haut. Eine gute Körperlotion pflegt, schützt und bewahrt die natürliche Geschmeidigkeit der Haut. Sie reguliert den Feuchtigkeitshaushalt und verhindert, dass die Haut nach dem Duschen austrocknet. Die Auswahl reicht von klassischen Bodylotions über reichhaltige Bodymilks bis hin zu leichten, schnell einziehenden oder nachhaltigen Formulierungen ohne Plastikverpackung. Regelmäßige Körperpflege mit geeigneten Lotionen unterstützt die Hautbarriere, vermindert transepidermalen Wasserverlust (TEWL) und beugt Trockenheitsgefühlen vor. Wer die Unterschiede kennt, findet leichter das passende Produkt für seinen Hauttyp und Alltag.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Bodylotion und wofür wird sie verwendet?
Eine Bodylotion ist eine Öl-in-Wasser-Emulsion aus Wasser, Ölen und pflegenden Wirkstoffen, die gezielt Feuchtigkeit spendet und die Haut schützt. Sie bildet einen schützenden Film, der die Verdunstung von Feuchtigkeit reduziert und den natürlichen Fett- und Wasserhaushalt der Haut stabilisiert.
Im Gegensatz zu Gesichtscremes ist sie leichter formuliert, damit sie sich großflächig verteilen lässt, ohne zu beschweren. Nach dem Duschen oder Baden – wenn die Haut noch leicht feucht ist – zieht die Lotion besonders gut ein, da die Hornschicht dann durchlässiger für Pflegestoffe ist. Die regelmäßige Anwendung stärkt die Hautbarriere, verbessert die Elastizität und hinterlässt ein geschmeidiges Hautgefühl.
Eine Bodylotion erfüllt gleich mehrere Pflegeaufgaben. Sie schützt die Haut zunächst „okklusiv“, also durch eine feine, atmungsaktive Schicht, die verhindert, dass Feuchtigkeit zu schnell entweicht. Gleichzeitig wirken sogenannte „Feuchthaltemittel“ – etwa Glycerin, Harnstoff oder Aloe Vera – wie kleine Wasserspeicher, die Feuchtigkeit in der Haut binden. Ergänzend helfen pflegende Lipide, also Fette aus pflanzlichen Ölen oder Sheabutter, die natürliche Schutzschicht der Haut zu reparieren. Stoffe wie Panthenol oder Vitamin E unterstützen zudem die Regeneration, beruhigen gereizte Partien und fördern eine gleichmäßige, widerstandsfähige Hautstruktur. So entsteht ein ausgewogenes System aus Schutz, Pflege und Feuchtigkeit – abgestimmt auf die tägliche Belastung durch Wasser, Kälte, Heizungsluft oder Sonne.
Welche Unterschiede gibt es bei Bodylotions?
Bodylotions unterscheiden sich vor allem in
- Konsistenz,
- Fettgehalt,
- Wirkungsweise
- und Hauttyp-Eignung.
Eine klassische Lotion enthält viel Wasser und wenig Öl. Sie ist leicht, zieht schnell ein und eignet sich ideal für normale bis leicht trockene Haut.
- Reichhaltigere Varianten, etwa Bodymilk oder Körperbutter, besitzen einen höheren Fettanteil. Der Fettanteil entscheidet, ob eine Lotion vorwiegend feuchtigkeitsspendend (hydrophil) oder rückfettend (lipophil) wirkt. Sie pflegen intensiver und sind perfekt für trockene oder reife Haut, die zu Spannungsgefühl neigt.
- Daneben gibt es Spezialprodukte mit zusätzlichen Eigenschaften: parfümfreie Bodylotions für empfindliche Haut, gut riechende Bodylotions mit Duftkompositionen, schnell einziehende Varianten für die morgendliche Pflege oder Lotionen mit Lichtschutzfaktor, die zusätzlichen UV-Schutz bieten.
- Nachhaltige Alternativen mit natürlichen Inhaltsstoffen oder Verpackungen aus Recyclingmaterial gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Wahl hängt von den individuellen Ansprüchen und vom Hautzustand ab.
Worauf sollte ich bei Bodylotion achten?
Beim Kauf einer Bodylotion ist die Zusammensetzung entscheidend – sie bestimmt Wirkung, Verträglichkeit und Pflegeeffekt.
- Wer normale Haut hat, profitiert von einer leichten Lotion, die Feuchtigkeit spendet, ohne zu fetten. Trockene Haut benötigt eine höhere Konzentration pflegender Öle, etwa Sheabutter oder pflanzliche Lipide, die die Schutzbarriere stabilisieren.
- Empfindliche Hauttypen sollten parfümfreie Lotionen mit hautneutralem pH-Wert (ca. 5,5) wählen, um Irritationen vorzubeugen. Bei atopischer oder sehr trockener Haut sind Inhaltsstoffe wie Ceramide, Squalan oder Nachtkerzenöl besonders wirksam, da sie die Hautbarriere reparieren.
- Wichtig ist auch das Einziehverhalten: Eine gute Lotion verteilt sich gleichmäßig, ohne Rückstände zu hinterlassen. Für den Alltag eignen sich schnell einziehende Texturen, während reichhaltigere Produkte eher abends verwendet werden.
- Nachhaltigkeit kann ebenfalls ein Auswahlkriterium sein – Lotionen mit Nachfüllsystemen oder Verpackungen aus Recyclingmaterial sind umweltfreundlicher.
- Auch die Temperatur und Jahreszeit beeinflussen die Wahl: Im Sommer genügt meist eine leichte Pflege, während die Haut im Winter zusätzlichen Schutz benötigt.
- Wenn Sie zu extrem trockener neigen oder reifere Haut besitzen, sollten Sie auf Produkte achten, die rückfettende Inhaltsstoffe wie Ceramide oder natürliche Wachse enthalten. Diese Stoffe füllen Lücken in der schützenden Hautschicht auf und verhindern so ein Austrocknen.
- Achten Sie außerdem auf pflegende Wirkstoffe wie Panthenol oder Allantoin, die gereizte Haut beruhigen.
- Wenn Sie zu Allergien oder empfindlicher Haut neigen, ist eine dermatologisch getestete Bodylotion die sicherere Wahl.
Wo kann ich Bodylotion kaufen?
Bodylotions sind nahezu überall erhältlich – im stationären Handel ebenso wie online.
- Drogeriemärkte bieten eine große Auswahl für verschiedene Hauttypen und in verschiedenen Preisklassen, von Basisprodukten bis zu spezialisierten Pflegelinien.
- In Apotheken finden sich hochwertige Marken mit dermatologisch getesteten Formulierungen, oft abgestimmt auf empfindliche oder problematische Haut.
- Online-Apotheken ermöglichen den gezielten Vergleich nach Kriterien wie Parfümfreiheit, Vegan-Label oder Lichtschutzfaktor und bieten meist eine große Markenauswahl.
- Wer Wert auf Naturkosmetik legt, wird in Bioläden oder spezialisierten Online-Shops fündig, die Lotionen auf pflanzlicher Basis ohne synthetische Duftstoffe anbieten.
Die Entscheidung hängt nicht nur von Preis und Marke, sondern auch vom Vertrauensverhältnis zu den Inhaltsstoffen ab.
Wie benutzt man Bodylotion?
Die Pflegewirkung einer Bodylotion entfaltet sich optimal bei richtiger Anwendung.

- Am effektivsten ist sie direkt nach dem Duschen oder Baden, wenn die Haut noch leicht feucht ist. Dann genügt eine kleine Menge, die gleichmäßig in die Haut einmassiert wird.
- Durch die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit dringen die Pflegestoffe tiefer in die Haut ein und binden Wasser im Gewebe. Trockene Partien wie Schienbeine oder Ellenbogen profitieren von einer etwas großzügigeren Auftragung.
- Die Massage fördert zusätzlich die Durchblutung und sorgt für ein angenehmes Hautgefühl.
- Wer morgens wenig Zeit hat, greift zu schnell einziehenden Produkten, während reichhaltigere Lotionen abends aufgetragen werden können, um über Nacht intensiv zu pflegen.
- Eine tägliche Anwendung ist empfehlenswert, da die Haut durch Duschen, Sonne oder Heizungsluft stetig Feuchtigkeit verliert.
Was kostet Bodylotion?
Die Preisspanne von Bodylotions ist groß und reicht von günstigen Drogerieprodukten bis zu hochwertigen Pflegeserien.
- Einfache Lotionen beginnen bei etwa 5 Euro pro 200 bis 300 Milliliter und bieten solide Basisversorgung.
- Mittelpreisige Marken zwischen 10 und 20 Euro enthalten häufig zusätzliche Wirkstoffe wie Aloe Vera, Vitamin E oder pflanzliche Öle.
- Premiumprodukte kosten zwischen 30 und 40 Euro, vor allem wenn sie zertifizierte Naturkosmetik, hochwertige Pflanzenöle oder komplexe Duftkompositionen enthalten.
Entscheidend ist nicht allein der Preis, sondern das Verhältnis von Pflegewirkung zu Hautverträglichkeit. Wer regelmäßig cremt, profitiert langfristig von hochwertigen Formulierungen, die mit weniger Produktmenge auskommen. Der Vergleich des Preises pro Milliliter hilft, den tatsächlichen Wert besser einzuschätzen.
Veröffentlicht am 18. Dezember 2025
Quellen
- ÖKO-TEST. Körperbutter, Bodylotion oder Körperöl: Was eignet sich für wen? https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Koerperbutter-Bodylotion-oder-Koerperoel-Was-eignet-sich-fuer-wen_13545_1.html (Stand 02.2023)
- UTOPIA.de. Körperlotion bei Öko-Test: Diese bekannten Marken fallen durch. https://utopia.de/ratgeber/koerperlotion-bei-oeko-test-diese-bekannten-marken-fallen-durch_752083/ (Stand 12.2024)
- CHIP. Bodylotion im Test: Das sind die Sieger von ÖKO-Test. https://www.chip.de/artikel/bodylotion-im-test-die-sieger-von-oeko-test_130007 (Stand 01.2024)
- ÖKO-TEST. Bodylotions im Test: 12 von 44 Körperlotionen mit Problemstoffen. https://www.oekotest.de/kosmetik-wellness/Bodylotions-im-Test-12-von-44-Koerperlotionen-mit-Problemstoffen_15050_1.html (Stand 12.2024)
- Stiftung Warentest. Bodylotions im Test. Viele Lotionen bieten reichlich Pflege. https://www.test.de/Bodylotions-im-Test-Viele-bieten-reichlich-Pflege-6220355-0/ (Stand 05.2025)


