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CAMPTO 20 mg/ml Konz.100 mg Infusionsloesungskonz.

CAMPTO 20 mg/ml Konz.100 mg Infusionsloesungskonz.
PZN: 01114088
Menge: 1 St
Darreichung: Infusionslösungskonzentrat
Marke:
Hersteller: Pfizer Pharma PFE GmbH
außer Handel
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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 86.63 mg Irinotecan
  • 100 mg Irinotecan hydrochlorid-3-Wasser
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel ist ein Zytostatikum (Krebsmittel).
  • Es wird zur Behandlung von metastasiertem Dickdarm-/Mastdarmkrebs angewendet,
    • in Kombination mit 5-Fluorouracil und Folinsäure bei erwachsenen Patienten ohne vorausgegangene Chemotherapie im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung,
    • als Monotherapie bei erwachsenen Patienten, die auf eine Vorbehandlung mit einem 5-Fluorouracil enthaltenden Regime nicht angesprochen haben.
  • In Kombination mit Cetuximab wird das Arzneimittel bei erwachsenen Patienten mit EGFR (epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor)-exprimierendem, metastasierten Dickdarm-/Mastdarmkrebs mit KRAS-Wildtyp angewendet, deren metastasierte Erkrankung nicht vorbehandelt ist oder die auf eine vorangegangene Irinotecan-haltige Chemotherapie nicht mehr ansprechen.
  • In Kombination mit Bevacizumab, 5-Fluorouracil und Folinsäure wird das Arzneimittel als Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem Dickdarm- oder Mastdarmkrebs angewendet.
  • In Kombination mit Capecitabin mit oder ohne Bevacizumab wird das Arzneimittel als Erstlinientherapie bei Patienten mit metastasiertem Dickdarm- oder Mastdarmkrebs angewendet.
Dosierung
  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Monotherapie (bei im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung vorbehandelten Patienten):
    • Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 350mg/m2 Körperoberfläche (KO). Das Arzneimittel sollte als je eine Infusion im Abstand von drei Wochen angewendet werden. Nach Ermessen des behandelnden Arztes kann dieser Abstand in ein wöchentliches Therapieschema umgewandelt werden.
  • Kombinationstherapie (bei im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung nicht vorbehandelten Patienten):
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels in Kombination mit 5-Fluorouracil und Folinsäure wurde mit dem folgenden Therapieschema ermittelt:
      • Dieses Arzneimittel plus 5-Fluorouracil/Folinsäure alle zwei Wochen.
      • Die empfohlene Dosierung beträgt 180mg/m2 Körperoberfläche einmal alle zwei Wochen als intravenöse Infusion, gefolgt von einer Infusion mit Folinsäure und 5-Fluorouracil.
    • Über Dosierung und Anwendungsweise einer begleitenden Therapie mit Cetuximab informieren Sie sich bitte in der Produktinformation dieses Arzneimittels.
    • Üblicherweise wird hierbei für Irinotecan die gleiche Dosierung angewendet wie in den letzten Zyklen des vorangegangenen Irinotecan-haltigen Regimes. Irinotecan darf frühestens eine Stunde nach Ende der Cetuximab-Infusion verabreicht werden.
    • Über Dosierung und Anwendungsweise von Bevacizumab informieren Sie sich bitte in der Produktinformation von Bevacizumab.
    • Über Dosierung und Anwendungsweise der Capecitabin-Kombination informieren Sie sich bitte in der Produktinformation von Capecitabin.
    • In Abhängigkeit von Ihrem Allgemeinzustand und den beobachteten Nebenwirkungen können diese Dosierungen vom behandelnden Arzt geändert sowie der Abstand zwischen den Infusionen verlängert werden.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Es gibt Berichte von Überdosierungen nach Dosen von bis zu etwa dem Zweifachen der empfohlenen therapeutischen Dosis, die möglicherweise lebensbedrohlich sein können. Ein spezielles Gegenmittel ist nicht bekannt. Bei Auftreten eines schweren Durchfalls ist umgehend eine ärztliche Behandlung einzuleiten, um eine Austrocknung des Körpers zu vermeiden und um auftretende Infektionen zu behandeln.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Die benötigte Menge Irinotecan-Lösung mit einer kalibrierten Spritze unter aseptischen Bedingungen aus der Durchstechflasche entnehmen und in eine(n) 250-ml-Infusionsbeutel/-Infusionsflasche injizieren, die entweder 0,9%ige Natriumchloridlösung oder 5%ige Glucoselösung enthält. Anschließend durch manuelles Drehen gründlich mischen.
  • Die Infusionslösung ist in eine periphere oder zentrale Vene zu infundieren. Das Arzneimittel sollte nicht als intravenöser Bolus oder als intravenöse Infusion, die weniger als 30 Minuten oder länger als 90 Minuten dauert, verabreicht werden.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Arzneimittel können neben den erwünschten Hauptwirkungen auch unerwünschte Wirkungen, so genannte Nebenwirkungen, haben. Nebenwirkungen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung des Arzneimittels beobachtet wurden, aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen, werden im Folgenden genannt.
  • Die in diesem Abschnittaufgeführten Nebenwirkungen beziehen sich auf Irinotecan. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass das Sicherheitsprofil von Irinotecan durch Cetuximab, oder umgekehrt, beeinflusst wird. Die bei Kombination mit Cetuximab zusätzlich beobachteten Nebenwirkungen entsprachen den für Cetuximab erwarteten Effekten (z. B. 88% akneartige Hautausschläge). Über die Nebenwirkungen der Kombination von Irinotecan mit Cetuximab informieren Sie sich bitte ausschließlich in der Produktinformation.
  • Über die Nebenwirkungen in Kombination mit Bevacizumab informieren Sie sich bitte in der Produktinformation von Bevacizumab.
  • Unter anderem wurden folgende Nebenwirkungen bei Patienten, die mit einer Irinotecan/Capecitabin-Kombinationstherapie behandelt wurden, zusätzlich oder häufiger als bei Patienten unter einer Capecitabin-Monotherapie beobachtet:
    • Sehr häufig, Nebenwirkungen aller Schweregrade:
      • Thrombose/Embolie.
    • Häufig, Nebenwirkungen aller Schweregrade:
      • Überempfindlichkeitsreaktion, kardiale Ischämie/Herzinfarkt.
    • Häufig, Nebenwirkungen mit Schweregrad 3 und 4:
      • febrile Neutropenie.
  • Die vollständige Auflistung der Nebenwirkungen von Capecitabin finden Sie in der Produktinformation von Capecitabin.
  • Unter anderem wurden folgende Nebenwirkungen mit Schweregrad 3 und 4 bei Patienten, die mit einer Irinotecan/Bevacizumab/Capecitabin-Kombinationstherapie behandelt wurden, zusätzlich oder häufiger als bei Patienten unter einer Capecitabin-Monotherapie beobachtet:
    • Häufig, Nebenwirkungen mit Schweregrad 3 und 4:
      • Neutropenie, Thrombose/Embolie, Hypertonie und kardiale Ischämie/Herzinfarkt.
  • Die vollständige Auflistung der Nebenwirkungen von Capecitabin und Bevacizumab finden Sie in der jeweiligen Produktinformation von Capecitabin oder Bevacizumab.
  • Gastrointestinale Beschwerden
    • Verzögert einsetzender Durchfall
      • Durchfall (bei Auftreten nach mehr als 24 Stunden nach Verabreichung) stellt eine dosisbegrenzende Toxizität des Arzneimittels dar.
      • Monotherapie
        • Schwerer Durchfall wurde bei 20% der Patienten, die den Empfehlungen für den Umgang mit Durchfall Folge leisteten, beobachtet. In 14% der auswertbaren Zyklen trat schwerer Durchfall auf. Im Median erfolgte das Einsetzen des ersten flüssigen Stuhls am Tag 5 nach der Infusion des Arzneimittels.
      • Kombinationstherapie
        • Schwerer Durchfall wurde bei 13,1% der Patienten, die den Empfehlungen für den Umgang mit Durchfall Folge leisteten, beobachtet. In 3,9% der auswertbaren Zyklen trat schwerer Durchfall auf.
        • Gelegentlich wurde über Fälle von pseudomembranöser Kolitis (Dickdarmentzündung) berichtet, von denen ein Fall bakteriologisch belegt wurde (Clostridium difficile).
    • Übelkeit und Erbrechen
      • Bei der Monotherapie waren Übelkeit und Erbrechen bei etwa 10% der Patienten, die mit Antiemetika (Arzneimittel gegen Erbrechen) behandelt wurden, schwerwiegend.
      • Bei der Kombinationstherapie wurde eine geringere Häufigkeit von schwerer Übelkeit (2,1%) und Erbrechen (2,8%) bei den Patienten beobachtet.
    • Dehydratation
      • Es wurde über Fälle von Dehydratation (Abnahme des Körperwassers), gewöhnlich in Verbindung mit Durchfall und/oder Erbrechen, berichtet.
      • Gelegentliche Fälle von Niereninsuffizienz (Verminderung der Nierenfunktion), Hypotension (Absinken des Blutdrucks) oder Herz-Kreislauf-Versagen wurden bei Patienten beobachtet, die an Dehydratation in Verbindung mit Durchfall und/oder Erbrechen litten.
    • Andere gastrointestinale Beschwerden
      • Verstopfung in Verbindung mit diesem Arzneimittel und/oder Loperamid wurde bei weniger als 10% der Patienten bei der Monotherapie und bei 3,4% der Patienten bei der Kombinationstherapie beobachtet.
      • Gelegentlich wurde über Fälle von intestinaler Obstruktion (Behinderung der Darmpassage), Darmverschluss oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt und selten über Fälle von Dickdarmentzündung (Kolitis einschließlich Blinddarmentzündung oder ischämischer und ulzerativer Kolitis) berichtet. Es wurde über seltene Fälle von intestinalen Perforationen (Durchbrüche im Darmbereich) berichtet. Andere leichte Nebenwirkungen waren Anorexie (Magersucht), Bauchschmerzen und Mucositis (Schleimhautentzündung). Mit einer Behandlung mit Irinotecan, dem Wirkstoff des Arzneimittels, wurden seltene Fälle von Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) in Verbindung gebracht.
  • Störungen des Blutsystems
    • Neutropenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) hat eine dosisbegrenzende toxische Wirkung. Die Neutropenie war reversibel und nicht kumulativ. Die mediane Zeitspanne bis zum Erreichen des Neutrophilennadirs betrug 8 Tage bei der Mono- und der Kombinationstherapie.
    • Monotherapie
      • Neutropenie wurde bei 78,7% der Patienten beobachtet und war bei 22,6% schwer (Neutrophile <500 Zellen/mm3). In den auswertbaren Zyklen traten in 18% Neutrophilenzahlen unter 1.000 Zellen/mm³ auf, darunter 7,6% mit Neutrophilenzahlen unter 500 Zellen/mm3.
      • Am Tag 22 war gewöhnlich eine vollständige Erholung erreicht.
      • Fieber mit schwerer Neutropenie wurde bei 6,2% der Patienten und in 1,7% der Zyklen beobachtet.
      • Infektionen traten bei etwa 10,3% der Patienten auf (2,5% der Zyklen). Sie standen bei etwa 5,3% der Patienten (1,1% der Zyklen) im Zusammenhang mit schwerer Neutropenie, in 2 Fällen nahmen sie einen tödlichen Ausgang.
      • Über Anämie (Blutarmut) wurde bei etwa 58,7% der Patienten berichtet (8% mit Hämoglobinwerten < 8g/100ml und 0,9% mit Hämoglobinwerten < 6,5g/100ml).
      • Thrombozytopenie (Blutplättchenmangel) (< 100.000 Zellen/mm3) wurde bei 7,4% der Patienten und 1,8% der Zyklen beobachtet. Dabei wiesen 0,9% der Patienten in 0,2% der Zyklen Thrombozytenzahlen </= 50.000 Zellen/mm3 auf. Fast alle Patienten zeigten am Tag 22 eine Erholung.
    • Kombination
      • Neutropenie wurde bei 82,5% der Patienten beobachtet und war bei 9,8% schwer (Neutrophile < 500 Zellen/mm3). In den auswertbaren Zyklen traten in 67,3% Neut-rophilenzahlen unter 1.000 Zellen/mm3 auf, darunter 2,7% mit Neutrophilenzahlen unter 500 Zellen/mm3.
      • Innerhalb von 7 bis 8 Tagen war gewöhnlich eine vollständige Erholung erreicht.
      • Fieber mit schwerer Neutropenie wurde bei 3,4% der Patienten und in 0,9% der Zyklen beobachtet.
      • Infektionen traten bei etwa 2% der Patienten auf (0,5% der Zyklen). Sie standen bei etwa 2,1% der Patienten (0,5% der Zyklen) im Zusammenhang mit schwerer Neutropenie, in einem Fall mit tödlichem Ausgang.
      • Über Anämie wurde bei etwa 97,2% der Patienten berichtet (2,1% mit Hämoglobinwerten < 8g/100ml).
      • Thrombozytopenie (< 100.000 Zellen/mm3) wurde bei 32,6% der Patienten und 21,8% der Zyklen beobachtet. Es wurden keine schweren Thrombozytopenien (< 50.000 Zellen/mm3) beobachtet.
      • Nach Einführung des Produktes wurde über einen Fall peripherer Thrombozytopenie (Abfall der Zahl der Blutplättchen) mit Thrombozytenantikörpern berichtet.
  • Infektionen und Infestationen
    • Gelegentliche Fälle von Niereninsuffizienz, Hypotension oder Herz-Kreislauf-Versagen wurden bei Patienten beobachtet, die an Sepsis (Blutvergiftung) litten.
  • Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
    • Akutes cholinerges Syndrom
      • Ein vorübergehendes schweres akutes cholinerges Syndrom wurde bei 9% der Patienten in der Monotherapie und bei 1,4% der Patienten in der Kombinationstherapie beobachtet. Als wesentliches Symptom wurde ein früh einsetzender Durchfall in Verbindung mit anderen Symptomen wie Bauchschmerzen, Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Hypotension (Absinken des Blutdrucks), Vasodilatation (Blutgefäßerweiterung), Schwitzen, Schüttelfrost, Unwohlsein, Schwindel, Sehstörung, Pupillenenge, Tränenfluss und erhöhter Speichelfluss beschrieben. Diese Symptome traten während oder innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Infusion des Arzneimittel auf. Diese Symptome verschwinden nach Verabreichung von Atropin.
      • Asthenie (Ermüdung) war bei weniger als 10% der Patienten in der Monotherapie und bei 6,2% der Patienten in der Kombinationstherapie schwerwiegend. Ein kausaler Zusammenhang zu dem Arzneimittel konnte nicht klar belegt werden. Fieber ohne Infektionen oder begleitende schwere Neutropenie traten bei 12% der Patienten in der Monotherapie und bei 6,2% der Patienten in der Kombinationstherapie auf.
      • Leichte Reaktionen an der Einstichstelle wurden gelegentlich beobachtet.
  • Funktionsstörungen des Herzens
    • Ein Blutdruckanstieg während oder nach der Infusion wurde selten berichtet.
  • Funktionsstörungen der Atemwege
    • Unter der Therapie mit Irinotecan treten gelegentlich Erkrankungen der Lunge (interstitielle Lungenerkrankungen in Form von Lungeninfiltraten) auf. Es wurde über früh einsetzende Nebenwirkungen wie Dyspnoe (Atemnot) berichtet.
  • Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Alopezie (Haarausfall) trat sehr häufig auf und war reversibel. Milde Hautreaktionen wurden gelegentlich beobachtet.
  • Störungen des Immunsystems
    • Gelegentlich wurden leichte allergische Reaktionen und selten anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) beobachtet.
  • Funktionsstörungen des Bewegungsapparates
    • Es wurde über früh einsetzende Nebenwirkungen wie Muskelkontraktionen oder -krämpfe und Parästhesien (Missempfindungen) berichtet.
  • Laboruntersuchungen
    • Vorübergehendes, leichtes bis mittelschweres Ansteigen der Serumtransaminasen, der alkalischen Phosphatase oder des Bilirubins (Leberwerte) wurde bei 9,2% bzw. 8,1% und 1,8% der Patienten in der Monotherapie ohne progressive Lebermetastasen beobachtet.
    • Vorübergehendes und mildes bis mäßiges Ansteigen des Serum-Kreatinin-Spiegels (Nierenwert) wurde bei 7,3% der Patienten beobachtet.
    • Bei der Kombinationstherapie wurden vorübergehende Serumspiegel (Grad 1 und Grad 2) entweder der SGPT, SGOT, der alkalischen Phosphatase oder des Bilirubins bei 15%, 11%, 11% und 10% der Patienten ohne progressive Lebermetastasen beobachtet. Bei 0%, 0%, 0% und 1% der Patienten wurde vorübergehend Grad 3 beobachtet. Grad 4 wurde nicht beobachtet.
    • Sehr selten wurde ein Anstieg der Amylase und/oder Lipase (Enzyme der Bauchspeicheldrüse) beobachtet. Selten wurden Hypokaliämien (Kaliummangel) und Hyponatriämien (Natriummangel) berichtet, meist im Zusammenhang mit Durchfall und Erbrechen.
  • Störungen des Nervensystems
    • Nach Markteinführung wurde in sehr seltenen Fällen über vorübergehende Sprachstörungen in Verbindung mit der Infusion des Arzneimittels berichtet.
    • Die meisten dieser Wirkungen sind reversibel, wenn die Behandlung beendet wird.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Eine Wechselwirkung zwischen diesem Arzneimittel und krampflösenden Mitteln (Myotonolytika) kann nicht ausgeschlossen werden. Daher könnte das Arzneimittel die Wirkung von Suxamethonium verlängern und die Wirkung von nicht depolarisierenden Arzneimitteln aufheben.
    • Mittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, sollten nicht zur gleichen Zeit wie dieses Arzneimittel und auch nicht zwischen den Infusionen angewendet werden, da sie die Wirkung des Arzneimittels beeinträchtigen können. Sollten Sie bereits ein Johanniskraut enthaltendes Mittel einnehmen, setzen Sie dieses nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
  • Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt oder Ihren Apotheker über jede andere derzeit bestehende Behandlung, um Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu vermeiden.
  • Bei Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Wechselwirkungen dieses Arzneimittels mit Genuss- oder Lebensmitteln sind nicht bekannt.
Gegenanzeigen
  • Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen bestimmte Arzneimittel nicht oder nur nach sorgfältiger Prüfung durch den Arzt angewendet werden dürfen, da hier im Allgemeinen der zu erwartende Nutzen in keinem günstigen Verhältnis zu einem möglichen Schaden steht. Damit der Arzt sorgfältig prüfen kann, ob Gegenanzeigen bestehen, muss er über Vorerkrankungen, Begleiterkrankungen, eine gleichzeitige andere Behandlung sowie über Ihre besonderen Lebensumstände und Gewohnheiten unterrichtet werden. Gegenanzeigen können auch erst nach Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel auftreten oder bekannt werden. Auch in solchen Fällen sollten Sie Ihren Arzt informieren.
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Irinotecanhydrochlorid 3 H2O oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    • bei Patienten mit chronischen entzündlichen Darmerkrankungen oder Darmverschluss
    • während Schwangerschaft oder Stillzeit
    • bei Patienten mit erhöhten Bilirubinwerten (über dem 3-Fachen des oberen Normalwertes) im Blut (Bilirubin ist ein Leberwert)
    • bei Patienten mit schwerer Störung der Knochenmarkfunktion
    • bei Patienten mit WHO-Performance-Status > 2 (Richtgröße der Weltgesundheitsorganisation zur Beurteilung des Zustandes eines Patienten)
    • gleichzeitige Anwendung von Johanniskrautpräparaten
  • Über zusätzliche Gegenanzeigen von Cetuximab, Bevacizumab oder Capecitabin informieren Sie sich bitte in den Produktinformationen dieser Arzneimittel.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Das Arzneimittel darf bei schwangeren und stillenden Patientinnen nicht angewendet werden. Während der Behandlung und mindestens drei Monate lang nach Therapieende sind empfängnisverhütende Maßnahmen zu ergreifen. Falls es dennoch zu einer Schwangerschaft kommen sollte, ist umgehend der behandelnde Arzt zu informieren.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich
    • Während der ersten 24 Stunden nach der Behandlung mit dem Arzneimittel
      • Eine Reihe von Symptomen kann während oder unmittelbar nach einer Infusion auftreten. Dazu gehören Schwitzen, Bauchkrämpfe, tränende Augen, Sehstörungen, übermäßiger Speichelfluss und frühzeitiger Durchfall. Diese Nebenwirkungen werden als „akutes cholinerges Syndrom" bezeichnet. Durch eine geeignete Behandlung können solche Symptome rasch unter Kontrolle gebracht werden.
    • Bitte informieren Sie Ihren behandelnden Arzt unverzüglich beim Auftreten dieser Symptome.
    • Vom zweiten Tag nach Irinotecan-Verabreichung bis zum nächsten Behandlungszyklus
      • Durchfall, der in einem Zeitraum 24 Stunden nach der Verabreichung des Arzneimittels oder später auftritt, und Neutropenie (eine Verringerung bestimmter weißer Blutkörperchen) können ernste Folgen haben und müssen daher unverzüglich behandelt und überwacht werden.
      • Durchfall
        • Wenn Durchfall 24Stunden nach der Verabreichung des Arzneimittels oder später auftritt, muss beim ersten flüssigen Stuhl sofort wie folgt vorgegangen werden:
          • 1. Nehmen Sie sofort das von Ihrem Arzt, der Sie mit dem Arzneimittel behandelt hat, verordnete Mittel gegen Durchfall (Antidiarrhoikum) ein. Unter keinen Umständen darf von den Anweisungen abgewichen werden. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, muss die Behandlung sofort unter Einhaltung der ärztlich verordneten Dosierung begonnen werden. Die Einnahme des Mittels gegen den Durchfall sollte für mindestens 12 Stunden durchgeführt werden, keinesfalls jedoch länger als 48 Stunden.
          • 2. Trinken Sie große Mengen Wasser sowie salzhaltige Getränke wie Sodawasser, kohlensäurehaltige Getränke oder Brühe.
          • 3. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, der das Arzneimittel verabreicht hat, oder, in dessen Abwesenheit, die Abteilung, in der die Infusion erfolgte.
          • 4. Nehmen Sie das Mittel gegen den Durchfall nicht vorbeugend ein, auch wenn es bei Ihnen bei einer früheren Behandlung mit dem Arzneimittel zu einem verzögerten Durchfall kam.
        • Sollte trotz der in den Punkten 1 bis 3 (siehe oben) beschriebenen Maßnahmen der Durchfall innerhalb von 48 Stunden nach Beginn der antidiarrhoischen Behandlung nicht beseitigt sein, ist sofort der behandelnde Arzt zu informieren.
        • Wird der Durchfall von Übelkeit, Erbrechen und/oder Fieber begleitet, ist sofort der behandelnde Arzt zu informieren.
      • Neutropenie (Verringerung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen)
        • Neutropenie ist eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die bei der Bekämpfung von Infektionen eine wichtige Rolle spielen. Neutropenie tritt häufig nach der Verabreichung des Arzneimittels auf. Deshalb sollte während der Behandlung eine regelmäßige Blutkontrolle (wöchentlich) erfolgen. Diese Blutkontrolle kann auch von Ihrem Hausarzt durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Blutuntersuchungen müssen dem Arzt, der die Behandlung durchgeführt hat, übermittelt werden.
      • Jeder Hinweis auf Fieber (Körpertemperatur über 38°C)
        • kann das Anzeichen einer Infektion sein, besonders wenn gleichzeitig Durchfall auftritt, und bedarf der sofortigen entsprechenden Behandlung.
        • Deshalb ist beim Auftreten von Fieber (Körpertemperatur über 38°C) sofort der Arzt zu informieren, der das Arzneimittel verordnet hat, oder wenn Sie ihn nicht erreichen können, die Krankenhausabteilung, in der die Infusion des Arzneimittels erfolgte, sodass Sie über die richtige Verhaltensweise und gegebenenfalls die richtige Behandlung unterrichtet werden können.
      • Übelkeit und Erbrechen
        • Vor jeder Behandlung mit dem Arzneimittel wird als vorbeugende Maßnahme die Einnahme eines Mittels gegen Brechreiz empfohlen (Antiemetikum). Treten dennoch Übelkeit und Erbrechen auf, ist sofort der behandelnde Arzt zu informieren.
      • Atemwegserkrankungen
        • Bei Behandlung mit dem Arzneimittel treten gelegentlich Lungenerkrankungen (interstitielle Lungenerkrankung in Form von Lungeninfiltraten) auf, die tödlich enden können. Wenn Sie bereits mit Wachstumsfaktoren oder anderen Arzneimitteln behandelt werden, die die Lunge schädigen können bzw. bei Ihnen eine Strahlenbehandlung durchgeführt wird, wird Ihre Lungenfunktion vor und während der Behandlung mit dem Arzneimittel sorgfältig überwacht werden.
    • Treten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eines oder mehrere der oben beschriebenen Symptome auf, ist unverzüglich der Arzt zu informieren, der Ihnen das Arzneimittel verordnet hat, oder wenn Sie ihn nicht erreichen können, die Krankenhausabteilung, in der Ihnen die Infusion verabreicht wurde, sodass Sie über die richtige Verhaltensweise und gegebenenfalls die richtige Behandlung unterrichtet werden können.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Wegen des möglichen Auftretens von Schwindel, Sehstörungen oder allgemeiner Unsicherheit innerhalb von 24 Stunden nach der Behandlung mit dem Arzneimittel wird empfohlen, kein Fahrzeug zu führen und keine Maschinen zu bedienen.

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