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Atovaquon/Proguanilhydrochlorid AL 250 mg/100 mg

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Atovaquon/Proguanilhydrochlorid AL 250 mg/100 mg
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  • PZN / EAN
    11155556 / 4150111555565Produktkennzeichnung
  • Darreichung
    Filmtabletten
  • Hersteller
    ALIUD Pharma GmbH

Produktdetails & Pflichtangaben

verschreibungspflichtiges Arzneimittel

Wirkstoffe & Hilfsstoffe

Wirkstoffe

  • 250 mg Atovaquon
  • 100 mg Proguanil hydrochlorid

Hilfsstoffe

  • Carboxymethylstärke, Natrium Typ A
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Hyprolose, niedersubstituiert
  • Magnesium stearat
  • Poloxamer 188
  • Povidon K30
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Opadry braun 02 C 86943

Weitere Produktinformationen

Indikation/Anwendung

  • Das Arzneimittel gehört zur Arzneimittelklasse der Malariamittel. Es enthält zwei Wirkstoffe, Atovaquon und Proguanilhydrochlorid.
  • Es hat zwei Anwendungsgebiete:
    • zur Vorbeugung der Malaria bei Erwachsenen und Jugendlichen mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg.
    • zur Behandlung der Malaria bei Erwachsenen und Kindern mit einem Körpergewicht von 11 kg oder mehr.
  • Malaria wird durch den Stich einer infizierten Stechmücke verbreitet, wodurch Malariaparasiten (Plasmodium falciparum) in das Blut des Menschen gelangen. Das Präparat beugt der Malaria durch Abtötung dieser Malariaparasiten vor. Bei Personen, die bereits mit Malaria infiziert sind, tötet das Arzneimittel die Parasiten ebenfalls ab.
  • Schützen Sie sich vor einer Infektion mit Malaria.
    • Personen jeden Alters können an Malaria erkranken. Es handelt sich um eine schwerwiegende Erkrankung, aber sie ist vermeidbar. Neben der Einnahme von Atovaquon und Proguanilhydrochlorid ist es auch sehr wichtig, dass Sie dafür sorgen, nicht von einer Stechmücke gestochen zu werden.
      • Verwenden Sie auf unbedeckten Hautstellen Insektenschutzmittel.
      • Tragen Sie helle Kleidung, die den Körper möglichst vollständig bedeckt, besonders nach Sonnenuntergang, da zu dieser Zeit die Stechmücken am aktivsten sind.
      • Schlafen Sie in einem abgeschirmten Raum oder unter einem Moskitonetz, das mit Insektengift imprägniert ist.
      • Schließen Sie bei Sonnenuntergang Fenster und Türen, wenn diese nicht mit einem Schutzgitter versehen sind.
      • Ziehen Sie die Verwendung von Insektengift in Erwägung (Insektenklebestreifen, Insektenspray, Mückenstecker), um den Raum von Insekten zu befreien oder Stechmücken davon abzuhalten, in den Raum zu gelangen.
    • Wenn Sie weiteren Rat benötigen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
  • Es ist auch nach Ergreifen der nötigen Schutzmaßnahmen möglich an Malaria zu erkranken. Manche Malariaarten führen erst nach längerer Zeit zu Symptomen, sodass die Erkrankung erst einige Tage, Wochen oder sogar Monate nach Ihrer Rückkehr ausbrechen kann.
  • Gehen Sie umgehend zum Arzt, wenn bei Ihnen Symptome wie hohes Fieber, Kopfschmerzen, Zittern oder Müdigkeit nach Ihrer Rückkehr auftreten.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Zur Vorbeugung der Malaria
    • Die übliche Dosis für Erwachsene und Jugendliche, die mindestens 40 kg wiegen, ist 1 Filmtablette täglich, die wie unten beschrieben eingenommen wird.
    • Zur Vorbeugung der Malaria bei Kindern, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    • Das Arzneimittel wird nicht empfohlen zur Vorbeugung der Malaria bei Kindern oder Erwachsenen und Jugendlichen, die weniger als 40 kg wiegen.
    • Für Kinder stehen in Ihrem Land möglicherweise andere Filmtabletten mit Atovaquon und Proguanilhydrochlorid zur Verfügung.
    • Zur Vorbeugung der Malaria bei Erwachsenen
      • Beginnen Sie 1 oder 2 Tage vor der Reise in ein Malariagebiet mit der Einnahme,
      • setzen Sie die tägliche Einnahme während der Dauer des Aufenthaltes fort und setzen Sie die Einnahme nach der Rückkehr in ein Malaria-freies Gebiet 7 weitere Tage fort. Für einen maximalen Schutz ist es wichtig, dass Sie das Präparat so lange wie empfohlen einnehmen. Es dauert 7 Tage, um sicherzustellen, dass alle Parasiten, die nach einem Stich einer infizierten Stechmücke in Ihrem Blut sein könnten, abgetötet sind. Daher riskieren Sie es an Malaria zu erkranken, wenn Sie die Einnahme vorzeitig abbrechen.
    • Zur Behandlung der Malaria
      • Die übliche Dosis für Erwachsene ist 4 Filmtabletten 1-mal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen.
      • Für Kinder, die mehr als 11 kg wiegen:
        • 11 - 20 kg - 1 Filmtablette 1-mal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen
        • 21 - 30 kg - 2 Filmtabletten 1-mal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen
        • 31 - 40 kg - 3 Filmtabletten 1-mal täglich an 3 aufeinander folgenden Tagen
        • mehr als 40 kg - Dosis wie für Erwachsene
      • Das Arzneimittel wird nicht empfohlen zur Behandlung der Malaria bei Kindern, die weniger als 11 kg wiegen.
      • Für Kinder, die weniger als 11 kg wiegen, stehen in Ihrem Land möglicherweise andere Filmtabletten mit Atovaquon/Proguanilhydrochlorid zur Verfügung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • holen Sie sich Rat von einem Arzt oder Apotheker. Wenn möglich zeigen Sie ihm die Arzneimittel-Packung.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Es ist sehr wichtig, dass Sie das Präparat über die gesamte Dauer, die zur Vorbeugung oder Behandlung empfohlen wird, einnehmen. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, seien Sie nicht beunruhigt. Nehmen Sie einfach die nächste Dosis ein, sobald Sie sich erinnern. Fahren Sie danach mit der gewohnten Einnahme fort.
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Nehmen Sie das Präparat wie von Ihrem Arzt verordnet ein und brechen Sie die Einnahme nicht vor Beendigung der empfohlenen Einnahmedauer ab. Sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Rat benötigen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Art und Weise

  • Nehmen Sie das Präparat, wenn möglich, zusammen mit einer Mahlzeit oder einem Milchgetränk ein.
  • Am besten nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit ein.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Achten Sie auf folgende schwere Nebenwirkungen. Sie sind bei einer geringen Zahl von Behandelten aufgetreten, ihre genaue Häufigkeit ist jedoch nicht bekannt.
  • Zeichen einer schweren allergischen Reaktion sind:
    • Hautausschlag und Juckreiz,
    • plötzliches Keuchen, Enge in Brust oder Rachen oder Atemschwierigkeiten,
    • Schwellung der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder anderer Körperteile.
    • Falls Sie irgendwelche Zeichen einer allergischen Reaktion bemerken, wenden Sie sich sofort an einen Arzt. Nehmen Sie das Präparat nicht mehr ein.
  • Schwere Hautreaktionen:
    • Hautausschlag, bei dem sich Bläschen bilden können und der kleinen Schießscheiben ähnelt (im Zentrum ein dunkler Punkt, umgeben von ringförmigen helleren Bereichen und einem dunklen Ring an den Rändern) (Erythema multiforme),
    • schwerer, ausgedehnter Hautausschlag mit Bläschenbildung und Schälen der Haut, vor allem im Bereich von Mund, Nase, Augen und Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom).
    • Falls Sie irgendwelche Zeichen dieser schweren Hautreaktion bemerken, wenden Sie sich sofort an einen Arzt.
  • Die meisten der anderen berichteten Nebenwirkungen waren leicht und dauerten nicht sehr lange an.
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Kopfschmerzen,
      • Übelkeit und Erbrechen,
      • Bauchschmerzen,
      • Durchfall.
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Schwindel,
      • Schlaflosigkeit,
      • seltsame Träume,
      • Depression,
      • Appetitlosigkeit,
      • Fieber,
      • Hautausschlag,
      • Juckreiz,
      • Husten,
      • allergische Reaktionen.
    • Häufige Nebenwirkungen, die bei Blutuntersuchungen auftauchen können, sind:
      • Eine zu geringe Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie), was Müdigkeit, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit hervorrufen kann,
      • eine zu geringe Anzahl an weißen Blutkörperchen (Neutropenie), was ein erhöhtes Infektionsrisiko hervorrufen kann,
      • niedrige Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie),
      • erhöhte Leberenzymwerte.
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
      • Angstgefühl,
      • Herzklopfen (Palpitationen),
      • Schwellung und Rötung des Mundes,
      • rötlich geschwollene Flecken auf der Haut (Nesselsucht),
      • Haarausfall.
    • Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen, die bei Blutuntersuchungen auftauchen können, sind:
      • Erhöhte Amylasewerte (ein Enzym, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird).
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
      • Leberentzündung (Hepatitis),
      • Abflussstörung im Bereich der Gallenwege (Cholestase),
      • Herzrasen (Tachykardie),
      • Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), die als rote oder violette, erhabene Flecken auf der Haut sichtbar sein können, jedoch auch andere Körperbereiche betreffen können,
      • Krampfanfälle,
      • Panikattacken, Weinen,
      • Sehen oder Hören von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen),
      • Albträume,
      • Geschwüre im Mund,
      • Blasenbildung,
      • Schälen der Haut,
      • erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht (Lichtempfindlichkeitsreaktionen)
    • Andere Nebenwirkungen, die bei Blutuntersuchungen auftauchen können, sind:
      • Eine zu geringe Anzahl an allen Blutkörperchen (Panzytopenie) bei Behandelten mit schweren Nierenproblemen
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Manche Arzneimittel können die Wirkung von Atovaquon/Proguanilhydrochlorid beeinflussen oder das Präparat selbst kann die Wirkung anderer Arzneimittel, die gleichzeitig eingenommen werden, verstärken oder abschwächen. Dazu gehören:
      • Metoclopramid, zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen,
      • die Antibiotika Tetracyclin, Rifampicin und Rifabutin,
      • Efavirenz oder bestimmte Proteasehemmer zur Behandlung von HIV-Infektionen,
      • Warfarin und andere Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung,
      • Etoposid zur Krebsbehandlung.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen. Ihr Arzt wird möglicherweise entscheiden, dass das Präparat nicht für Sie geeignet ist, oder dass Sie zusätzliche Kontrolluntersuchungen während der Einnahme benötigen.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Nehmen Sie das Präparat, wenn möglich, zusammen mit einer (vorzugsweise fetthaltigen) Mahlzeit oder einem Milchgetränk ein. Dies erhöht die Menge an Atovaquon, die Ihr Körper aufnimmt, und führt zu einer besseren Wirksamkeit.

Gegenanzeigen

  • Das Präparat darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Atovaquon, Proguanilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • zur Vorbeugung der Malaria, wenn Sie an schweren Nierenfunktionsstörungen leiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaft
    • Nehmen Sie das Präparat nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, es sei denn Ihr Arzt empfiehlt es Ihnen.
    • Fragen Sie vor der Einnahme Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Stillzeit
    • Stillen Sie nicht, wenn Sie das Präparat einnehmen, da die Wirkstoffe dieses Arzneimittels in die Muttermilch übergehen könnten und Ihrem Kind schaden könnten.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Zur Vorbeugung der Malaria
      • Wenn Sie nach der Einnahme der Filmtablette innerhalb 1 Stunde erbrechen müssen, nehmen Sie sofort eine weitere Dosis ein.
      • Es ist wichtig, dass Sie das Präparat über die gesamte Prophylaxedauer einnehmen. Wenn Sie aufgrund von Erbrechen zusätzliche Filmtabletten einnehmen müssen, benötigen Sie möglicherweise eine weitere Verschreibung.
      • Wenn Sie erbrochen haben, ist es besonders wichtig sich zusätzlich beispielsweise mit Insektenschutzmitteln und imprägnierten Moskitonetzen zu schützen. Das Präparat ist möglicherweise nicht optimal wirksam, da der Körper eine geringere Menge aufnimmt.
    • Zur Behandlung der Malaria
      • Wenn Sie an Erbrechen und Durchfall leiden, informieren Sie Ihren Arzt. Sie benötigen regelmäßige Blutuntersuchungen. Das Arzneimittel wird nicht optimal wirksam sein, da der Körper eine geringere Menge aufnimmt. Die Untersuchungen werden prüfen, ob der Malariaparasit aus Ihrem Blut beseitigt worden ist.
      • Wenn Sie an schweren Nierenproblemen leiden, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise ein anderes Arzneimittel verschreiben.
      • Wenn Sie während der Behandlung eine bestimmte andere Infektion bekommen, wird Ihr Arzt Ihnen anstelle von diesem Präparat möglicherweise ein anderes Arzneimittel verschreiben.
      • Wenn die Malaria nach der Behandlung wiederholt erneut auftritt oder wenn sie durch einen bestimmten Parasiten verursacht wurde, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise zusätzlich zu diesem Präparat ein weiteres Arzneimittel verschreiben.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
    • Das Arzneimittel führt bei manchen Menschen zu Schwindel. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, dürfen Sie kein Fahrzeug führen, Maschinen bedienen oder Tätigkeiten ausüben, die Sie selbst oder andere gefährden könnten.

Rezeptpflichtige Medikamente dürfen nur gegen Vorlage eines Originalrezepts abgegeben werden. Bitte senden Sie uns Ihr Rezept am Ende Ihrer Bestellung per Post zu. Die Portokosten übernehmen selbstverständlich wir.

Was passiert eigentlich mit meinem Rezept?

Damit Sie einen Einblick in unsere tägliche Arbeit bekommen und sehen können, was alles mit Ihrem Original-Rezept geschieht, haben wir ein Video mit allen relevanten Informationen produziert.