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Desirett 75 µg

Abbildung ähnlich
PZN: 01825820
Menge: 6X28 St
Darreichung: Filmtabletten
Marke:
Hersteller: Exeltis Germany GmbH
Alternative Packungsgrößen:
€ 31,98 19

inkl. MwSt. und Versand

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Produktdetails 

/ Pflichtangaben
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Weitere Produktinformationen

Wirkstoffe
  • 0.08 mg Desogestrel
Indikation/Anwendung
  • Das Arzneimittel wird zur Verhütung einer Schwangerschaft verwendet. Es enthält eine geringe Menge des Gestagens Desogestrel; Gestagene sind eine bestimmte Art der weiblichen Sexualhormone. Daher bezeichnet man das Präparat als reine Gestagen-Pille oder auch Minipille. Im Gegensatz zu kombinierten Pillen enthält die reine Gestagen-Pille oder Minipille kein Östrogen neben dem Gestagen.
  • Die meisten reinen Gestagen- oder Minipillen verhindern hauptsächlich das Eindringen der Samenzellen in die Gebärmutter. Sie verhindern jedoch nicht immer die Reifung einer Eizelle, was die Hauptwirkungsweise der kombinierten Pillen ist. Dieses Präparat unterscheidet sich von anderen Minipillen dadurch, dass die Hormondosis in den meisten Fällen ausreichend hoch ist, um auch die Reifung der Eizelle zu verhindern. Dadurch hat das Arzneimittel eine hohe empfängnisverhütende Wirksamkeit.
  • Im Gegensatz zu kombinierten Pillen kann dieses Präparat bei Frauen, die keine Östrogene vertragen, und bei stillenden Müttern eingesetzt werden. Ein Nachteil ist, dass die Monatsblutungen bei der Anwendung dieses Arzneimittels in unregelmäßigen Abständen auftreten können. Die Regelblutung kann auch ganz ausbleiben.
Dosierung
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein bzw. wie beschrieben. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Die erste Packung
    • Wenn Sie im letzten Monat nicht hormonell verhütet haben
      • Warten Sie auf den Beginn Ihrer Regelblutung. Nehmen Sie die erste Tablette am ersten Tag Ihrer Regelblutung ein. Sie benötigen dann keine weiteren Verhütungsmittel.
      • Sie können auch an den Tagen 2 - 5 Ihrer Regelblutung beginnen. In diesem Fall müssen Sie aber während der ersten 7 Einnahmetage zusätzlich verhüten (Barrieremethode, z. B. Kondom).
    • Wenn Sie von einer kombinierten Pille, dem Verhütungsring oder Verhütungspflaster wechseln
      • Sie sollten mit dem Arzneimittel am Tag nach der letzten Tablette Ihrer derzeitigen Pillenpackung beginnen; oder an dem Tag, an dem Sie Verhütungsring oder -pflaster entfernen (das bedeutet keine Pillen-, Ring- oder Pflaster-freie Pause). Wenn Ihre derzeitige Pillenpackung auch unwirksame Tabletten enthält, sollten Sie mit dem Arzneimittel am Tag nach der Einnahme der letzten Wirkstoff-haltigen Tablette beginnen (wenn Sie nicht sicher sind, welche das ist, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker). Wenn Sie diese Anleitung befolgen, benötigen Sie kein zusätzliches Verhütungsmittel.
      • Sie können auch spätestens am Tag nach der Pillen-, Ring- oder Pflaster-freien Pause oder der letzten Wirkstoff-freien Tablette Ihres derzeitigen Verhütungsmittels beginnen. In diesem Fall müssen Sie unbedingt in den ersten 7 Einnahmetagen zusätzlich verhüten (Barrieremethode, zum Beispiel Kondom).
    • Wenn Sie von einer anderen reinen Gestagen-Pille (Minipille) zu diesem Präparat wechseln
      • Sie können die Einnahme jederzeit beenden und sofort dieses Präparat einnehmen. Sie benötigen dann keine zusätzlichen Verhütungsmittel.
    • Wenn Sie von einer Injektion, einem Implantat oder einem Gestagen-freisetzenden intrauterinem Pessar (IUP) zu diesem Arzneimittel wechseln
      • Beginnen Sie mit dem Arzneimittel, wenn Ihre nächste Injektion fällig wäre oder an dem Tag, an dem Ihr Implantat oder IUP entfernt wird. Sie benötigen keine zusätzlichen Verhütungsmittel.
    • Nach einer Geburt
      • Nach einer Geburt können Sie mit der Einnahme des Arzneimittels beginnen bevor Sie wieder eine Monatsblutung haben.
      • Liegt die Entbindung mehr als 21 Tage zurück, müssen Sie unbedingt in den ersten 7 Einnahmetagen zusätzlich verhüten (Barrieremethode, zum Beispiel Kondom). Wenn Sie bereits Geschlechtsverkehr hatten, sollte vor Anwendung des Arzneimittels eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.
    • Nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch
      • Ihr Arzt wird Sie beraten.
  • Wie andere hormonelle Verhütungsmittel schützt dieses Präparat nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Es gibt keine Berichte über schwerwiegende schädliche Wirkungen nach Einnahme zu vieler Desogestrel-haltiger Tabletten. Beschwerden, die möglicherweise auftreten könnten, sind Übelkeit, Erbrechen und bei jungen Mädchen leichte Scheidenblutungen. Falls Sie mehr dazu wissen möchten, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie eine Tablette weniger als 12 Stunden zu spät einnehmen, ist die Zuverlässigkeit des Arzneimittels nicht beeinträchtigt. Nehmen Sie die vergessene Tablette sobald Sie es bemerken und die nächsten Tabletten wieder zur üblichen Zeit.
    • Wenn Sie eine Tablette mehr als 12 Stunden zu spät einnehmen, kann die Zuverlässigkeit vermindert sein.
    • Je mehr aufeinander folgende Tabletten Sie vergessen haben, desto größer ist das Risiko, dass der Empfängnisschutz ungenügend ist. Nehmen Sie die letzte vergessene Tablette ein sobald Sie es bemerken und die nächsten Tabletten wieder zur gewohnten Zeit. Das kann bedeuten, dass Sie an einem Tag 2 Tabletten gleichzeitig einnehmen müssen. Wenden Sie während der folgenden 7 Einnahmetage ein zusätzliches Verhütungsmittel (z. B. Kondom) an.
    • Wenn Sie in der ersten Woche der Tabletteneinnahme eine oder mehrere Tabletten vergessen haben und in der Woche davor Geschlechtsverkehr hatten, besteht die Möglichkeit schwanger zu werden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

 

  • Wenn Sie Magen-Darm-Beschwerden haben (z. B. Erbrechen oder schweren Durchfall)
    • Wenn Sie innerhalb von 3 - 4 Stunden nach Einnahme ihrer Tablette erbrechen oder schweren Durchfall haben oder medizinische Kohle einnehmen, wird der Wirkstoff möglicherweise nicht vollständig vom Körper aufgenommen und die Wirksamkeit dieses Arzneimittels kann vermindert sein. Wenden Sie in diesem Fall während der folgenden 7 Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B. Kondom) an. Nehmen Sie die nächste Tablette zur gewohnten Zeit ein.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sie können die Einnahme des Arzneimittels jederzeit beenden. Von dem Tag an, an dem Sie die Einnahme beenden, sind Sie nicht länger vor einer Schwangerschaft geschützt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Art und Weise
  • Der Blister enthält 28 Tabletten.
  • Nehmen Sie täglich eine Tablette.
  • Schlucken Sie die Tablette als Ganzes mit einer ausreichenden Menge Wasser.
  • Auf der Vorderseite des Blisters sind zwischen den Tabletten Pfeile aufgedruckt. Wenn Sie den Blister umdrehen, sehen Sie, dass auf der Rückseite die Wochentage auf die Folie gedruckt sind. Jeder Tag entspricht einer Tablette. Jedes Mal, wenn Sie mit einem neuen Blister beginnen, nehmen Sie eine Tablette aus der obersten Reihe. Beginnen Sie nicht einfach mit irgendeiner Tablette. Wenn Sie z. B. an einem Mittwoch beginnen, nehmen Sie die Tablette aus der obersten Reihe, die (auf der Rückseite) mit MI gekennzeichnet ist. Fahren Sie fort, indem Sie jeden Tag eine Tablette einnehmen, bis der Blister leer ist. Folgen Sie dabei immer der durch die Pfeile angegebenen Richtung. Indem Sie die Rückseite des Blisters ansehen, können Sie leicht überprüfen, ob Sie die Tablette an einem bestimmten Tag bereits eingenommen haben.
  • Nehmen Sie Ihre Tablette jeden Tag ungefähr zur gleichen Uhrzeit ein, so dass der Zeitabstand zwischen zwei Tabletten immer 24 Stunden beträgt.
  • Auch wenn Sie während der Anwendung Blutungen haben, müssen Sie Ihre Tabletten ganz normal weiter einnehmen.
  • Wenn ein Blister leer ist, müssen Sie am nächsten Tag mit einem neuen Blister beginnen - ohne Unterbrechung und ohne auf eine Blutung zu warten.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme sind beschrieben in den Absätzen „Brustkrebs" und „Thrombose" in Kategorie „Patientenhinweis". Bitte lesen Sie diesen Abschnitt um sich weiter zu informieren. Wenn nötig, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt.
  • Während der Anwendung können Blutungen aus der Scheide in unregelmäßigen Abständen auftreten. Dies kann eine leichte Schmierblutung sein, für die nicht einmal eine Binde benötigt wird. Aber auch eine stärkere Blutung wie eine leichte Regelblutung, die Hygienemaßnahmen erfordert, ist möglich. Die Blutungen können auch ganz ausbleiben.
  • Unregelmäßige Blutungen sind kein Anzeichen für einen verminderten Empfängnisschutz des Arzneimittels. Im Allgemeinen müssen Sie nichts unternehmen; nehmen Sie dieses Arzneimittel weiter wie gewohnt ein.
  • Wenn die Blutung jedoch stark ist oder lange andauert, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • sehr häufig: mehr als 1 Anwenderin von 10
    • häufig: 1 bis 10 Anwenderinnen von 100
    • gelegentlich: 1 bis 10 Anwenderinnen von 1.000
    • selten: 1 bis 10 Anwenderinnen von 10.000
    • sehr selten: weniger als 1 Anwenderin von 10.000
    • nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Anwenderinnen von Desogestrel haben über folgende Nebenwirkungen berichtet:
    • Häufig
      • Stimmungsschwankungen, verringerte sexuelle Lust (Libido)
      • Kopfschmerzen
      • Übelkeit
      • Akne
      • Brustschmerzen, unregelmäßige oder keine Regelblutungen
      • Gewichtszunahme
    • Gelegentlich
      • Scheideninfektionen
      • Probleme beim Tragen von Kontaktlinsen
      • Erbrechen
      • Haarausfall
      • schmerzhafte Regelblutungen, Eierstockzysten
      • Müdigkeit
    • Selten
      • Hautveränderungen wie: Hautausschlag, Nesselsucht, schmerzhafte blaurote Hautknötchen (Erythema nodosum)
  • Außerdem kann es zu Absonderungen aus den Brüsten kommen.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen
  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Einige Arzneimittel können dazu führen, dass das Arzneimittel nicht mehr richtig wirkt; es kann zu unerwarteten Blutungen kommen oder der Empfängnisschutz wird verringert.
    • Dazu gehören Medikamente zur Behandlung von
      • Epilepsie (z. B. Primidon, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Felbamat, Topiramat und Phenobarbital),
      • Tuberkulose (z. B. Rifampicin, Rifabutin),
      • HIV-Infektionen (z. B. Ritonavir, Nelfinavir),
      • oder anderen Infektionskrankheiten (z. B. Griseofulvin),
      • Magenverstimmung (medizinische Kohle),
      • depressiven Stimmungen (das pflanzliche Mittel Johanniskraut),
      • Transplantationen (z. B. Ciclosporin).
    • Bitte informieren Sie immer Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel oder pflanzliche Arzneimittel einnehmen/anwenden. Sie sollten jedem Arzt oder Zahnarzt, der Ihnen ein anderes Arzneimittel verschreibt, oder Ihrer Apotheke sagen, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Sie können Sie darüber informieren, ob und wie lange Sie zusätzliche Verhütungsmethoden anwenden sollten (zum Beispiel Kondome).
    • Das Arzneimittel kann seinerseits bestimmte Arzneimittel in ihrer Wirkung beeinflussen; es kann die Wirkung steigern (z. B. bei Arzneimitteln, die Ciclosporin enthalten) oder senken.
  • Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Sie können das Präparat mit oder ohne Nahrungsmittel und Getränke einnehmen.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Desogestrel oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
    • wenn Sie schwanger sind oder glauben, dass Sie schwanger sein könnten.
    • wenn Sie eine Thrombose haben. Eine Thrombose ist die Bildung eines Blutgerinnsels in einem Blutgefäß, z. B. in den Beinen (tiefe Venenthrombose). Das Blutgerinnsel kann unter anderem in die Lungen eindringen und eine Lungenembolie verursachen.
    • wenn Sie Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut) oder eine schwere Lebererkrankung haben oder hatten und Ihre Leberwerte noch nicht im Normalbereich liegen.
    • wenn Sie Krebs haben, der Sexualhormon-abhängig ist, wie bestimmte Arten von Brustkrebs, oder ein solcher Krebs bei Ihnen vermutet wird.
    • wenn Sie nicht abgeklärte Blutungen aus der Scheide haben.
  • Sprechen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels mit Ihrem Arzt, wenn eine dieser Gegebenheiten auf Sie zutrifft. Ihr Arzt wird Ihnen dann vielleicht zu einer nicht hormonellen Methode zur Empfängnisverhütung raten. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen während der Anwendung einer der beschriebenen Umstände zum ersten Mal auftritt.
Schwangerschaft und Stillzeit
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Nehmen Sie das Arzneimittel nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
  • Stillzeit
    • Das Arzneimittel kann während des Stillens angewendet werden.
    • Wenn Sie während der Stillzeit dieses Arzneimittel anwenden wollen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Patientenhinweise
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich
    • wenn Sie schon einmal Brustkrebs hatten.
    • wenn Sie Leberkrebs haben, da ein möglicher Einfluss des Arzenimittels auf Leberkrebs nicht ausgeschlossen werden kann.
    • wenn Sie eine eingeschränkte Leberfunktion haben.
    • wenn Sie schon einmal eine Thrombose hatten.
    • wenn Sie Diabetikerin sind.
    • wenn Sie an Epilepsie leiden.
    • wenn Sie an Tuberkulose leiden.
    • wenn Sie hohen Blutdruck haben oder Ihr Blutdruck deutlich ansteigt.
    • wenn Sie ein Chloasma haben oder hatten (gelb-bräunliche Flecken der Haut, hauptsächlich im Gesicht). In diesem Fall sollten Sie zu viel Sonnen- und UV-Strahlung vermeiden.
  • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, falls davon etwas auf Sie zutrifft.
  • Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen und gleichzeitig an einer der angeführten Krankheiten leiden, benötigen Sie möglicherweise besonders häufig Kontroll-Untersuchungen. Ihr Arzt erklärt Ihnen, was zu tun ist.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
    • Wenn Sie das Arzneimittel verwenden, wird Sie Ihr Arzt auffordern, regelmäßige Kontroll-Untersuchungen durchführen zu lassen. Im Allgemeinen wird die Art und Häufigkeit dieser Kontroll-Untersuchungen von Ihrer persönlichen Situation abhängen.
  • Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt,
    • wenn Sie starke Schmerzen oder eine Schwellung in einem Ihrer Beine, unerklärbare Schmerzen im Brustkorb, Atemlosigkeit oder ungewöhnlichen Husten haben, besonders, wenn der Husten von Blutspucken begleitet ist (mögliche Anzeichen einer Thrombose bzw. Embolie);
    • wenn Sie plötzlich starke Bauchschmerzen haben oder unter Gelbfärbung der Haut leiden (mögliche Anzeichen für Probleme mit der Leber);
    • wenn Sie einen Knoten in Ihrer Brust spüren (mögliche Anzeichen für Brustkrebs);
    • wenn Sie einen plötzlichen oder starken Schmerz im Unterleib oder Bauchraum haben (mögliche Anzeichen einer Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaft, das ist eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter);
    • wenn Sie bettlägerig werden; wenn Sie operiert werden müssen fragen Sie bitte Ihren Arzt mindestens vier Wochen zuvor um Rat;
    • wenn Sie unübliche, starke Scheidenblutungen haben;
    • wenn sie vermuten, schwanger zu sein.
  • Brustkrebs
    • Untersuchen Sie regelmäßig Ihre Brüste und informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie einen Knoten in der Brust feststellen.
    • Brustkrebs wurde etwas häufiger bei Frauen festgestellt, die die Pille einnehmen, als bei Frauen im gleichen Alter, die die Pille nicht einnehmen. Wenn Frauen mit der Anwendung der Pille aufhören, wird das Risiko allmählich geringer, so dass 10 Jahre nach Beenden der Einnahme das Risiko wieder gleich groß ist wie bei Frauen, die niemals die Pille genommen haben. Brustkrebs ist selten im Alter unter 40 Jahren, aber das Risiko steigt, je älter eine Frau wird. Deshalb ist die zusätzliche Anzahl von diagnostiziertem Brustkrebs umso höher, je höher das Alter ist, bis zu dem eine Frau die Pille einnimmt. Wie lange sie die Pille einnimmt, ist weniger wichtig.
    • Nehmen 10.000 Frauen die Pille bis zu 5 Jahre ein, beenden aber die Einnahme im Alter von 20 Jahren wieder, würde bis 10 Jahre nach dem Aufhören weniger als 1 zusätzlicher Brustkrebs festgestellt - zusätzlich zu den 4 Fällen, die normalerweise in dieser Altergruppe festgestellt werden. Ähnlich verhält es sich bei 10.000 Frauen, die die Pille bis zu 5 Jahre einnehmen, aber im Alter von 30 Jahren wieder aufhören; es würden 5 zusätzliche Fälle zu den 44 üblichen Fällen von Brustkrebs festgestellt. Von 10.000 Frauen, die die Pille bis zu 5 Jahre einnehmen, aber im Alter von 40 Jahren wieder aufhören, würden 20 zusätzliche zu den 160 normalerweise festgestellten Fällen von Brustkrebs auftreten.
    • Das Brustkrebsrisiko scheint bei Anwenderinnen reiner Gestagen-Pillen wie dieser ähnlich zu sein wie bei Anwenderinnen von östrogenhaltigen Pillen (kombinierte Pillen), allerdings sind die Hinweise weniger deutlich.
    • Brustkrebs, der bei Frauen, die die Pille nehmen, entdeckt wird, scheint weniger weit fortgeschritten zu sein als bei Frauen, die die Pille nicht einnehmen. Es ist nicht bekannt, ob das unterschiedliche Brustkrebsrisiko auf die Einnahme der Pille zurückzuführen ist. Es könnte sein, dass diese Frauen häufiger untersucht werden, so dass der Brustkrebs früher erkannt wird.
  • Thrombose
    • Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, wenn Sie mögliche Anzeichen einer Thrombose feststellen; siehe auch „Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt", erster Punkt.
    • Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäß verstopfen kann. Eine Thrombose tritt manchmal in den großen Venen der Beine auf („tiefe Venenthrombose"). Wenn sich dieses Blutgerinnsel von der Vene, in der es sich gebildet hat, ablöst, kann es die Arterien in der Lunge erreichen und verstopfen. Dies verursacht eine so genannte „Lungenembolie". Daraus können lebensgefährliche Situationen entstehen, die zum Tode führen können. Eine tiefe Venenthrombose kommt selten vor. Sie kann unabhängig davon entstehen, ob Sie die Pille nehmen oder nicht. Sie kann auch während einer Schwangerschaft vorkommen.
    • Das Risiko eine Thrombose zu bekommen ist aber bei Frauen, die die Pille einnehmen, höher als bei Frauen, die keine Pille einnehmen.
    • Der Unterschied zwischen dem Thrombose-Risiko bei Einnahme reiner Gestagen-Pillen (wie dieser) und dem Thrombose-Risiko bei Einnahme östrogenhaltiger (kombinierter) Pillen ist unbekannt.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

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