Laxoberal® Abführ-Tropfen sind ein Arzneimittel zur Anwendung bei Verstopfung.
Sie unterstützen die Darmentleerung und wirken gezielt im Dickdarm. Dank tropfenweiser Dosierbarkeit lässt sich die Menge individuell an den persönlichen Bedarf anpassen. Die Einnahme erfolgt vorzugsweise abends, die Wirkung tritt in der Regel am nächsten Morgen ein.
Laxoberal eignet sich zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung. Ohne ärztlichen Rat nur kurzfristig anwenden.
Laxoberal® Abführ-Tropfen. Laxoberal® Abführ-Tabletten. Wirkstoff: Natriumpicosulfat. Anwendungsgebiet: Zur Anwendung bei Verstopfung sowie bei Erkrankungen, die eine erleichterte Stuhlentleerung erfordern. Warnhinweis: Wie andere Abführmittel sollte Laxoberal® ohne ärztliche Abklärung der Verstopfungsursache nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Enthält Sorbitol und Natriumbenzoat (Abführ-Tropfen), enthält Laktose (Abführ-Tabletten). Laxoberal® trägt nicht zur Gewichtsreduktion bei.
Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
A. Nattermann & Cie. GmbH, Brüningstraße 50, 65929 Frankfurt am Main.
Stand: Laxoberal® Abführ-Tropfen; Laxoberal® Abführ-Tabletten: Januar 2025
Häufig gestellte Fragen:
1. Soll ich Laxoberal® jeden Tag einnehmen?
Antwort: Das ist normalerweise nicht notwendig. Eine Einnahme alle 2 bis 3 Tage kann ausreichend sein. Nach erfolgreicher Anwendung von Laxoberal® ist der Enddarm ausreichend entleert. In der Regel dauert es dann zwei bis drei Tage, bis er wieder so weit gefüllt ist, dass der natürliche Stuhldrang ausgelöst wird.
Wichtig zu wissen: Die Stuhlgewohnheiten können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Alles zwischen dreimal täglich und dreimal pro Woche kann als normal gelten.
Wie andere Abführmittel sollte Laxoberal® ohne ärztlichen Rat nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, damit die Ursache der Verstopfung abgeklärt werden kann.
2. Kann Laxoberal® die Wirkung der Antibabypille beeinflussen?
Antwort: Die Wirksamkeit oraler Verhütungsmittel wird bei bestimmungsgemäßer Einnahme von Laxoberal® nicht beeinflusst. Es sind keine Wechselwirkungen zwischen Natriumpicosulfat und hormonellen Kontrazeptiva bekannt. Bei Auftreten von Erbrechen oder schwerem Durchfall kann die Aufnahme oraler Kontrazeptiva jedoch beeinträchtigt sein.
3. Hilft Laxoberal® beim Abnehmen?
Antwort: Nein. Laxoberal® wird zur Behandlung von Verstopfung angewendet und wirkt nur im Dickdarm, also dort, wo Verstopfung entsteht. Zu diesem Zeitpunkt hat der Körper verwertbare Nährstoffe und Kalorien aus der Nahrung bereits im Dünndarm aufgenommen.
4. Werde ich körperlich abhängig von Laxoberal®?
Antwort: Nein. Laxoberal® macht nicht abhängig. Der Wirkstoff Natriumpicosulfat wirkt gezielt im Dickdarm und passiert nicht die Blut-Hirn Schranke, wie es bei abhängig machenden Substanzen der Fall wäre.
Wichtig ist: Laxoberal® sollte ohne vorherige ärztliche Rücksprache nicht täglich oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, damit die Ursache der Verstopfung abgeklärt werden kann.
5. Darf ich Laxoberal® in der Schwangerschaft einnehmen?
Antwort: Etwa jede zweite Frau erlebt während der Schwangerschaft in unterschiedlichem Ausmaß Verstopfung. Da Arzneimittel jeglicher Art während der Schwangerschaft nur sehr vorsichtig angewendet werden sollten, sollte grundsätzlich eine vertraute Ärztin oder ein vertrauter Arzt über eine geeignete Behandlung der Verstopfung entscheiden. Aus Sicherheitsgründen sollte auf die Anwendung von Laxoberal® während der Schwangerschaft möglichst verzichtet werden.
Während der Stillzeit kann Laxoberal® angewendet werden, da der Wirkstoff nicht in die Muttermilch übergeht.
6. Was passiert, wenn ich zu viel Laxoberal® eingenommen habe?
Antwort: Eine Überdosierung von Laxoberal® kann zu Durchfall und Bauchbeschwerden wie Bauchkrämpfen führen.
Wenn du mehr als die empfohlene Dosis eingenommen hast, wende dich an deinen Arzt oder Apotheker. Weitere Informationen findest du in der Packungsbeilage.
7. Kann es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten geben? Die gleichzeitige Einnahme von Antibiotika, also Arzneimitteln zur Behandlung bakterieller Infektionen, kann zum Verlust der abführenden Wirkung von Laxoberal® kommen.
Antwort: Bei übermäßigem Gebrauch von Laxoberal® Abführ-Tropfen besteht das Risiko eines Ungleichgewichtes von Kalium und anderen Salzen im Blut. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel (z. B. harntreibende Mittel (Diuretika) oder Hormone der Nebennierenrinde (Kortikosteroide)) kann dieses Risiko erhöht sein. Dies kann zu Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche führen und die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Arzneimitteln zur Stärkung der Herzfunktion (herzwirksame Glykoside) erhöhen.
8. Dürfen Kinder Laxoberal® einnehmen?
Antwort: Ja, Laxoberal® kann bei Kindern ab 4 Jahren angewendet werden.
9. Wie lange sind die Tropfen nach dem Öffnen der Flasche verwendbar?
Antwort: Nach dem Öffnen kannst du die Tropfen bis zu ein Jahr lang verwenden.
10. Sollte ich bei Verstopfung zum Arzt gehen?
Antwort: Grundsätzlich ist es sinnvoll, Verstopfung zumindest einmal ärztlich abklären zu lassen. Wenn keine zugrunde liegende Erkrankung festgestellt wird, können Abführmittel wie Laxoberal® bei bestimmungsgemäßer Anwendung, nach Anraten des Arztes, auch längerfristig angewendet werden.
Bitte hole unverzüglich ärztlichen Rat ein, wenn du Blut im Stuhl bemerkst, Schmerzen beim Stuhlgang hast, die Verstopfung länger anhält oder zusätzliche Beschwerden wie Fieber, Übelkeit oder Erbrechen auftreten.
11. Warum bin ich verstopft, obwohl ich mich gesund ernähre und bewege?
Antwort: In vielen Fällen lässt sich nicht genau sagen, warum Verstopfung entsteht. Oft ist es ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Ein gesunder Lebensstil ist immer ein wichtiger erster Schritt. Trotzdem kann Verstopfung bei manchen Menschen weiterhin bestehen, auch wenn sie ausreichend trinken, ballaststoffreich essen und sich regelmäßig bewegen.
12. Ab wann spricht man eigentlich von Verstopfung?
Antwort: Ob man von Verstopfung spricht, hängt nicht nur davon ab, wie oft du Stuhlgang hast. Auch die Menge, die Beschaffenheit des Stuhls, starkes Pressen oder Schmerzen beim Stuhlgang spielen eine Rolle. Ein Selbsttest oder ein Stuhltagebuch kann dir helfen, deine Beschwerden besser einzuordnen. Wenn die Beschwerden länger als drei Monate bestehen, spricht man von chronischer Verstopfung.
13. Können Hormone Verstopfung hervorrufen?
Antwort: Ja, es gibt einen Zusammenhang zwischen Hormonen, besonders Progesteron, und der Verdauung. Hormonelle Veränderungen, zum Beispiel während der Schwangerschaft, Stillzeit, Menstruation oder Menopause, können die Darmaktivität verlangsamen und zu Verstopfung führen.
14. Kann mein Körper „vergiften“, wenn ich zu lange keinen Stuhlgang habe?
Antwort: Nein. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, für den es keine wissenschaftliche Grundlage gibt.
15. Was sind verschiedene Arten von Abführmitteln?
Antwort: Es gibt verschiedene Gruppen von Mitteln, um die Darmtätigkeit zu unterstützen. Sie unterscheiden sich mehr oder weniger stark in der Art und Weise, wie sie die Darmtätigkeit anregen.
Generell gilt: Abführmittel können bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eine gut verträgliche Möglichkeit sein, den Darm in Schwung zu bringen, um wieder leichten und regelmäßigen Stuhlgang zu erreichen. Bestimmungsgemäßer Gebrauch bedeutet, dass die niedrigste Dosierung gewählt wird, bei der ein weich-geformter Stuhl erreicht wird.
Anregende Abführmittel: Stimulierende Abführmittel, zu denen auch der Laxoberal Wirkstoff Natriumpicosulfat gehört, haben ein duales Wirkprinzip. Zum einen erhöhen sie den Flüssigkeitsgehalt im Darm und verbessern dadurch die Stuhlkonsistenz. Zum anderen regen sie die natürliche Eigenbewegung des Darms an. Dieses Zusammenspiel aktiviert die Darmtätigkeit, erleichtert den Stuhlgang und hat sich in klinischen Studien als wirksam und sicher erwiesen. So kommt die Verdauung in Schwung.
Abführzäpfchen: Medizinische Zäpfchen sind eine zuverlässige und sehr schnell wirkende Form der stimulierenden Abführmittel. Sie enthalten Bisacodyl oder Glycerin und werden direkt in den Enddarm eingeführt. Dort fördern sie den Stuhlgang, indem sie den Flüssigkeitsgehalt des Stuhls erhöhen und die Darmtätigkeit anregen. Auf diese Weise fördern sie den Stuhlgang innerhalb weniger Minuten.
Osmotische / stuhlaufweichende Abführmittel: Osmotische Abführmittel oder Stuhlweichmacher unterstützen den Körper beim Stuhlgang, indem sie die Flüssigkeitsaufnahme im Dickdarm reduzieren. Diese Präparate enthalten Substanzen (z.B. Macrogol), welche den Körper beim Stuhlgang unterstützen, indem sie Wasser im Darm binden und dadurch den Flüssigkeitsgehalt des Stuhls erhöhen. Dadurch wird der Stuhl aufgeweicht, sodass der Stuhlgang leichter und angenehmer wird.
Ballaststoffe zur Ergänzung: Zusätzliche Ballaststoffe erhöhen das Stuhlvolumen. Der Stuhl wird weicher und lässt sich leichter ausscheiden. Sie gehören zu den allgemeinen Maßnahmen der Leitlinie bei chronischer Obstipation, reichen bei bereits bestehender Verstopfung jedoch häufig nicht allein aus.