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Doxycyclin AL 200 T

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Doxycyclin AL 200 T
20 St
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  • PZN / EAN
    04773420 / 4150047734201Produktkennzeichnung
  • Darreichung
    Tabletten
  • Hersteller
    ALIUD Pharma GmbH

Produktdetails & Pflichtangaben

verschreibungspflichtiges Arzneimittel

Wirkstoffe & Hilfsstoffe

Wirkstoffe

  • 230.83 mg Doxycyclin hyclat

Hilfsstoffe

  • Cellulose, mikrokristalline
  • Lactose-1-Wasser
  • Magnesium stearat
  • Maisstärke
  • Carboxymethylstärke, Natrium Typ A
  • Rizinusöl, hydriert
  • Siliciumdioxid, hochdisperses

Weitere Produktinformationen

Indikation/Anwendung

  • Dieses Präparat ist ein Arzneimittel (Antibiotikum) aus der Gruppe der Tetracycline.
  • Doxycyclin wirkt, indem es die Vermehrung von Bakterien verhindert, die in Ihrem Körper Infektionen hervorrufen und empfindlich gegenüber Doxycyclin sind.
  • Das Präparat wird angewendet bei
    • Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches:
      • akute Schübe einer chronischen Bronchitis
      • Nasennebenhöhlenentzündung
      • Mittelohrentzündung
      • bestimmte Formen der Lungenentzündung
    • Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane:
      • Harnröhrenentzündungen
      • akute Entzündung der Prostata
      • unkomplizierte Gonorrhoe (Tripper)
      • Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
      • Syphilis bei Penicillin-Allergie
      • Harnwegsinfektionen
    • Infektionen des Magen-Darm-Trakts
    • Gallenwegsinfektionen
    • Infektionen der Haut, auch infizierte schwere Formen der Akne und Gesichtsrose
    • Augenbindehautentzündung und Trachom
    • durch Borrelien verursachten Erkrankungen wie Erythema chronicum migrans und Lyme-Disease (vorwiegend durch Zeckenstich ausgelöste Infektionen)
    • seltenen Infektionen wie Brucellose, Ornithose, Bartonellose, Listeriose, Rickettsiose, Melioidose, Pest, Granuloma inguinale
    • anderen Erkrankungen:
      • Erkrankungen, die mit Verdauungsstörungen einhergehen wie tropische Sprue und Morbus Whipple.
    •  

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.
  • Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Dosierung und Dauer der Behandlung werden vom Arzt festgelegt und sind u. a. abhängig von der Schwere und dem Ort der Infektion.
  • Allgemeine Dosierungsempfehlungen
    • Kinder über 8 Jahre, Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht (KG) über 50 kg und unter 70 kg nehmen am ersten Tag 1 Tablette 200 mg und an den folgenden Tagen je 1/2 Tablette 200 mg ein.
    • Dieses Arzneimittel darf bei Kindern unter 8 Jahren nicht angewendet werden.
    • Für Patienten unter 50 kg Körpergewicht ist das Präparat wegen seiner Dosierungsstärke nicht geeignet.
    • Patienten mit schweren Erkrankungen und Erwachsene mit mehr als 70 kg KG nehmen täglich 1 Tablette 200 mg ein.

 

  • Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung und sollte noch mindestens 1 - 2 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen fortgeführt werden.

 

  • Spezielle Dosierungsempfehlungen
    • durch Tripper bedingte Harnröhrenentzündung des Mannes
      • Dosierung (Anzahl 200 mg Tabletten bzw. mg Doxycyclin/Tag): 1 Tablette (200 mg Doxycyclin)
      • Dauer der Behandlung: 7 Tage
    • durch Gonokokken bedingte Nebenhodenentzündung
      • Dosierung (Anzahl 200 mg Tabletten bzw. mg Doxycyclin/Tag): 1 Tablette (200 mg Doxycyclin)
      • Dauer der Behandlung: 10 Tage
    • akute Gonokokkeninfektion der Frau
      • Dosierung (Anzahl 200 mg Tabletten bzw. mg Doxycyclin/Tag): 1 Tablette (200 mg Doxycyclin)
      • Dauer der Behandlung: mindestens 7 Tage
    • Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin-Allergie)
      • Dosierung (Anzahl 200 mg Tabletten bzw. mg Doxycyclin/Tag): 1 1/2 Tabletten (300 mg Doxycyclin)
      • Dauer der Behandlung: 15 Tage
    • Hauterkrankungen (auch Akne und Gesichtsrose)
      • Dosierung (Anzahl 200 mg Tabletten bzw. mg Doxycyclin/Tag): 1/2 Tablette (100 mg Doxycyclin)
      • Dauer der Behandlung: 7 - 21 Tage 2)
    • Infektion nach Zeckenstich (Lyme-Borreliose, Stadium I)
      • Dosierung (Anzahl 200 mg Tabletten bzw. mg Doxycyclin/Tag): 1 Tablette (200 mg Doxycyclin)
      • Dauer der Behandlung: bis 3 Wochen, aber mindestens 14 Tage
    • 1) Für diese Dosierung stehen auch Tabletten mit 100 mg Doxycyclin zur Verfügung.
    • 2) Anschließend ist die tägliche Einnahme von 50 mg Doxycyclin als Erhaltungstherapie für weitere 2 - 3 Wochen möglich (hierzu stehen Darreichungsformen mit 50 mg zur Verfügung). In Abhängigkeit vom Behandlungsergebnis kann zur Akne-Behandlung eine Langzeitbehandlung mit niedrig dosiertem Doxycyclin (50 mg täglich) über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen erfolgen.
  • Dosierung bei älteren Menschen
    • Es liegen keine spezifischen Dosierungsempfehlungen vor.
  • Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
    • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, die Dosis zu verringern.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Berichte über Vergiftungsfälle mit Doxycyclin sind bisher nicht bekannt geworden. Da bei Überdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierenschädigungen sowie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verständigen.
    • Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, fahren Sie bitte am nächsten Tag mit der Einnahme in der verordneten Menge fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Es ist wichtig, dass Sie das Präparat über die gesamte vorgesehene Dauer der Behandlung einnehmen. Beenden Sie die Einnahme nicht vorzeitig, es sei denn, Ihr Arzt weist Sie dazu an - auch wenn es Ihnen schon wieder besser geht. Wenn Sie die Behandlung nicht vollständig zu Ende führen, kann die Infektion erneut auftreten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Art und Weise

  • Das Arzneimittel soll entweder regelmäßig morgens mit dem Frühstück oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit eingenommen werden. Die Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern.
  • Um Reizungen bzw. Entzündungen der Speiseröhre vorzubeugen, nehmen Sie die Tabletten stets mit reichlich Flüssigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z. B. einem Glas Wasser, in aufrechter Haltung (im Sitzen oder im Stehen) und nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen ein. Etwa 10 - 15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich Flüssigkeit nachtrinken!

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die folgenden Nebenwirkungen wurden für Tetracycline (Gruppe von Antibiotika, zu denen auch Doxycyclin gehört) beobachtet.
  • Bei folgenden Erscheinungen müssen Sie sofort einen Arzt informieren:
    • Plötzliches Auftreten von schwerem Hautausschlag oder Blasenbildung oder Ablösung der Haut mit Fieber und Gelenkschmerzen.
    • Schwere allergische Reaktion verbunden mit plötzlich einsetzender und zunehmender Atemnot, Schwellung im Bereich des Kopfes (Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung) und Körpers, Hautausschlag, Kreislaufstörungen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit.
    • Schwerer, anhaltender wässriger oder blutiger Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber.
  • Mögliche Nebenwirkungen
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Photosensitivitätsreaktionen mit Rötung, Schwellung und Blasenbildung
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Allergische (Überempfindlichkeits-)Reaktionen (häufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und möglicherweise Atemnot) einschließlich Entzündung der kleinen Blutgefäße (Henoch-Schönlein-Purpura), Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), allergischer, schmerzhafter Schwellung von Haut- und Schleimhaut, vor allem im Gesichtsbereich (Angioödem), Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes, Asthma, Serumkrankheit, Schwellung von Knöcheln/Unterschenkeln durch Wassereinlagerung, beschleunigtem Herzschlag/Herzrasen, Nesselsucht
      • Kopfschmerzen
      • Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Fettstühle
      • Ausschläge, einschließlich flecken- und knötchenartiger sowie geröteter und großschuppiger Ausschläge
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Blutgerinnungsstörungen
      • Verdauungsstörungen (Sodbrennen/Entzündung der Magenschleimhaut), Entzündung der Mund und Rachenschleimhaut, Heiserkeit, schwarze Haarzunge, bleibende Zahnverfärbungen mit Schmelzdefekten bei Anwendung während der Zahnbildung
      • Knochenwachstumsverzögerungen bei Anwendung während der Schwangerschaft und bei Kindern unter 8 Jahren
      • Blut im Harn
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
      • Blutbildveränderungen (starke Verminderung der Blutplättchen, Blutarmut durch Zerfall der roten Blutkörperchen, Veränderungen in der Anzahl, Form und Funktion der weißen Blutkörperchen), krankhafte Schwellung der Lymphknoten
      • Kreislaufkollaps und/oder Atemnot (anaphylaktischer Schock), schwere Überempfindlichkeitsreaktion auf die Anwendung eines Arzneimittels (DRESS-Syndrom)
      • Appetitlosigkeit
      • Unruhe, Angstzustände
      • Hirndrucksteigerungen bei Erwachsenen (mögliche Anzeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Papillenödem und Sehstörungen, wie z. B. Doppeltsehen), Nervenschäden, die sich als Taubheitsgefühl, Schmerzen, Kribbeln oder Brennen in den Händen oder Füßen äußern können, Störung bzw. Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung
      • Ohrengeräusche
      • Hautrötung mit Hitzegefühl
      • Antibiotikabedingte Durchfälle, Schleimhautentzündung des Dickdarms, Entzündungen und Geschwüre der Speiseröhre, entzündliche Veränderungen (mit Candida-Besiedelung) im Anogenitalbereich (Entzündung der äußeren Geschlechtsorgane der Frau und Juckreiz am After), Bauchschmerzen, Durchfall, Schluckbeschwerden, Entzündung der Zunge
      • Leberschädigung, Leberentzündung, erhöhte Leberfunktionswerte, Entzündung der Bauchspeicheldrüse
      • Schwere Hautreaktionen, teilweise mit Schleimhautbeteiligung (Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa, Stevens-Johnson-Syndrom) und Gewebsablösung (toxische epidermale Nekrolyse), Nagelablösung und -verfärbung
      • Gelenk- und Muskelschmerzen
      • Erhöhte Blut-Harnstoff-Stickstoff-(BUN-)Werte
    • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
      • Krampfanfälle
      • Vorübergehende Kurzsichtigkeit
      • Nierenschädigungen (interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen, stark verminderte Harnausscheidung)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • mikroskopische bräunlich-schwarze Verfärbung der Schilddrüse (ohne nachgewiesenen Krankheitswert)
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Dieses Präparat kann bei gleichzeitiger Einnahme mit einer Reihe anderer Arzneimittel wie Schlafmittel, Mittel gegen Epilepsie, anderer Antibiotika, Antidiabetika, Migränemittel (sogenannte Sekale-Alkaloide), Methotrexat und Ciclosporin in seiner Wirkung verändert werden bzw. die Wirkung dieser Arzneimittel beeinflussen.
    • Es gibt Arzneimittel, die die Aufnahme von diesem Präparat verschlechtern und deshalb nicht gleichzeitig eingenommen werden sollten. Dazu gehören unter anderem bestimmte Arzneimittel gegen Magenübersäuerung (Antacida), Eisen- oder Zink-haltige Präparate und bestimmte cholesterinsenkende Arzneimittel (Colestyramin, Colestipol). Dieses Arzneimittel sollte zumindest 2 Stunden vor diesen Arzneimitteln eingenommen werden.
    • Es liegen Berichte über eine Verlängerung der Prothrombinzeit bei Patienten vor, die gleichzeitig Gerinnungshemmer (Warfarin, Phenprocoumon) und dieses Präparat verabreicht erhielten. Sogenannte Tetracycline wie dieses Präparat vermindern die Prothrombin-Aktivität und verstärken so die Wirkung von Gerinnungshemmern. Bei gleichzeitiger Gabe sollte eine Dosisreduktion des Gerinnungshemmers erwogen werden.
    • Dieses Arzneimittel darf nicht gleichzeitig mit anderen Wirkstoffen, die die Niere schädigen können, angewendet werden.
    • Eine Narkose mit Methoxyfluran oder anderen möglicherweise nierenschädigend wirkenden Mitteln kann während der Behandlung mit diesem Präparat zum Nierenversagen führen.
    • Kurz vor, während oder nach einer Akne-Behandlung mit dem Wirkstoff Isotretinoin sollte keine Behandlung mit diesem Präparat durchgeführt werden, da beide Arzneimittel in seltenen Fällen Drucksteigerungen in der Schädelhöhle (Pseudotumor cerebri) bewirken können, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zurückbilden.
    • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Digoxin oder Digoxin-Derivaten ist das Auftreten einer Digoxin Überdosierung möglich.
    • Die gleichzeitige Anwendung von diesem Arzneimittel und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt führen.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und Fruchtsäfte, die Calcium enthalten, nicht zusammen mit diesem Präparat ein. Halten Sie einen zeitlichen Abstand von 2 - 3 Stunden ein.
    • Bitte beachten Sie, dass bei regelmäßiger, gewohnheitsmäßiger und/oder missbräuchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist.

Gegenanzeigen

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Doxycyclin andere Tetracycline oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • von Patienten mit schweren Funktionsstörungen der Leber.
    • von Kindern unter 8 Jahren.
    • in der Schwangerschaft und Stillzeit.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Säuglingen und Kindern bis 8 Jahre darf dieses Präparat nicht angewendet werden, da es bei Feten vom 4. Monat an sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum Alter von 8 Jahren durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten mit erhöhter Kariesanfälligkeit kommen kann.
  • Während der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Gefahr von Leberschäden unter Tetracyclin-Einnahme.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Präparat einnehmen.
    • Bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) muss die Behandlung sofort abgebrochen werden. Die entsprechenden Notfallmaßnahmen sind durch fachkundige Personen einzuleiten.
    • Selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen mit Blasenbildung oder Hautablösung in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Doxycyclin berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollte daher unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und die Anwendung beendet werden.
    • Während oder bis 10 Wochen nach der Behandlung können schwere, anhaltende, manchmal blutig-schleimige Durchfälle mit krampfartigen Bauchschmerzen auftreten. Dabei kann es sich um eine schwere, lebensbedrohliche, durch die Behandlung mit dem Antibiotikum ausgelöste Schleimhautentzündung des Darmes (Pseudomembranöse Enterokolitis) handeln, die sofort behandelt werden muss. Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit diesem Arzneimittel in Abhängigkeit von der zu Grunde liegenden Erkrankung in Erwägung ziehen und eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel die die Darmbewegung hemmen (z. B. der Wirkstoff Loperamid), dürfen nicht eingenommen werden.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn
      • Sie an einer Myasthenia gravis (Muskelerkrankung),
      • einem Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) oder
      • einer eingeschränkten Leber- oder Nierenfunktion leiden,
        • denn diese Erkrankungen könnten sich verschlimmern.
      • Sie bestimmte blutzuckersenkende oder blutgerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen. Es sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungswerte und gegebenenfalls eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel erfolgen.
      • bei Ihnen eine Narkose geplant ist.
    • Informieren Sie im Falle von notwendigen Laboruntersuchungen das Personal darüber, dass Sie dieses Präparat einnehmen. Der Nachweis von Zucker, Eiweiß, Urobilinogen und von Katecholaminen im Harn kann durch Einnahme von diesem Präparat gestört werden.
    • Unter Sonnenbestrahlung kann es zu phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen, selten auch mit Beteiligung der Nägel.
    • Vermeiden Sie Sonnenbaden im Freien oder in Solarien daher während der Behandlung.
    • Bei den ersten Anzeichen von Reizerscheinungen der Haut sollten Sie die Behandlung absetzen und den Arzt aufsuchen.
    • Unter einer Behandlung mit Doxycyclin kann es zu einer Besiedlung der Haut oder Schleimhäute, insbesondere des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute mit unempfindlichen Erregern (z. B. Soorpilz) kommen. Auftretende Infektionen müssen behandelt werden. Informieren Sie Ihren Arzt.
    • Wenn die Behandlung länger als 21 Tage dauert, wird Ihr Arzt regelmäßige Blut-, Leber- und Nierenuntersuchungen veranlassen.
    • Bei Langzeitbehandlung ist auf einen möglichen Mangel an B-Vitaminen zu achten.
    • Bitte halten Sie bei einer Gonokokkeninfektion (Tripper) den Termin zur Kontrolle des Behandlungserfolges 3 - 4 Tage nach Behandlungsende besonders sorgfältig ein, um einen Rückfall zu vermeiden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Durch die Einnahme von Doxycyclin können Nebenwirkungen auftreten, die das Nervensystem oder die Sehfähigkeit betreffen und durch die die Fähigkeit Kraftfahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, eingeschränkt werden kann. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen!
    • Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Rezeptpflichtige Medikamente dürfen nur gegen Vorlage eines Originalrezepts abgegeben werden. Bitte senden Sie uns Ihr Rezept am Ende Ihrer Bestellung per Post zu. Die Portokosten übernehmen selbstverständlich wir.

Was passiert eigentlich mit meinem Rezept?

Damit Sie einen Einblick in unsere tägliche Arbeit bekommen und sehen können, was alles mit Ihrem Original-Rezept geschieht, haben wir ein Video mit allen relevanten Informationen produziert.