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PYRAFAT® 500 mg

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  • PZN / EAN
    07568436 / 4150075684363
  • Darreichung
    Filmtabletten
  • Hersteller
    Esteve Pharmaceuticals GmbH

Produktdetails & Pflichtangaben

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
verschreibungspflichtiges Arzneimittel

Wirkstoffe

  • 500 mg Pyrazinamid

Hilfsstoffe

  • Croscarmellose natrium
  • Hypromellose
  • Copovidon
  • Crospovidon
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Magnesium stearat (pflanzlich)
  • Lactose-1-Wasser
  • Macrogol 6000
  • Titandioxid
  • Behandlung aller Arten von Tuberkulose, verursacht durch Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium africanum und Mycobacterium microti.
  • Das Präparat ist stets in Kombination mit anderen antituberkulös-wirksamen Medikamenten einzunehmen.
Gegenanzeigen
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Pyrazinamid oder einen der sonstigen genannten Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • bei vorhandenen schweren Leberfunktionsstörungen (Child Puhg C), bei akuten Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis) sowie bis zu 6 Monate nach überstandener Leberentzündung.
    • Porphyrie (Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffs).
  • Das Arzneimittel wird in Kombination mit anderen Antituberkulosemitteln angewendet.
    • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Für die Tuberkulosetherapie gelten für Pyrazinamid die folgenden auf das Körpergewicht (KG) bezogenen Dosierungen für eine 1-mal tägliche Anwendung:
      • Erwachsene und Jugendliche (Körpergewicht > 30 kg):
        • 25 (20 - 30) mg/kg KG, min. Tagesdosis 1,5 g; max. Tagesdosis 2,5 g.
      • Kinder > 3 Monate -12 Jahre (Körpergewicht = 30 kg):
        • 35 (30-40) mg/kg KG.
      • Um eine optimale Dosierung in dieser Altersgruppe gewährleisten zu können, kann es nötig sein, eine zusätzliche Filmtablette fachgerecht vom Apotheker zerkleinern und entsprechend der ermittelten Dosis portionieren zu lassen.
        • Für Kinder unter 6 Jahren wird die Einnahme der ermittelten Dosis in von der Apotheke aus diesen Tabletten fachgerecht abgeteilter Menge und Form (zerkleinert und in einer geeigneten Einzeldosis abgefüllt) in Flüssigkeit, breiiger oder halbfester Nahrung empfohlen.
      • Kinder < 3 Monaten
        • Aufgrund unzureichender Daten für den Wirkstoff Pyrazinamid kann für Kleinkinder unter 3 Monaten keine Dosierungsempfehlung gegeben werden.
        • Jede Tuberkulose im Kindesalter sollte in enger Abstimmung mit erfahrenen Fachzentren versorgt werden.
    • Intermittierende Therapie:
      • Es wird empfohlen, die Medikamente zur Therapie der Tuberkulose täglich über den jeweils vorgeschriebenen Therapiezeitraum einzunehmen, da dieses Vorgehen eine maximale Therapiesicherheit garantiert. Die intermittierende Therapie der Tuberkulose wird für Deutschland nicht empfohlen. Falls sich eine tägliche Medikamentengabe aus zwingenden Gründen nicht realisieren lässt, sollte eine überwachte intermittierende Therapie nur in der Kontinuitätsphase und nur bei HIV-negativen Patienten mit voll medikamentensensibler Tuberkulose eingesetzt werden.
      • Erwachsene:
        • 35 (30 - 40) mg/kg Körpergewicht 3x wöchentlich
        • Insgesamt sollte die Tagesmaximaldosis von 3,5 g nicht überschritten werden.
    • Dosierungen bei eingeschränkter Nierenfunktion
      • Bei Nierenfunktionsstörungen mit einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von unter 30 ml/min ist das Präparat dreimal wöchentlich mit 25 mg/kg Körpergewicht anzuwenden.
      • Bei Dialysepatienten gilt das gleiche Dosierungsschema. Das Präparat sollte 4 - 6 Stunden vor oder unmittelbar nach der Dialyse eingenommen werden (siehe auch Kategorie "Kontraindikation").
      • Für Kinder und Jugendliche mit eingeschränkter Nierenfunktion liegen keine Daten für eine Dosierungsempfehlung vor.
    • Dosierungen bei eingeschränkter Leberfunktion
      • Bei Vorerkrankungen der Leber, wie einer überstandenen akuten Leberentzündung (Hepatitis), positiver Antigen-Antikörper-Nachweis für Hepatitis B und C oder einem Alkoholmissbrauch, kann das Präparat in normaler Dosierung angewendet werden. Eine einschleichende Dosierung, beginnend mit 500 mg/d Pyrazinamid, welches auf 1500 - 2500 mg/d über 3 - 7 Tage gesteigert wird, sollte in Betracht gezogen werden. Wöchentliche bzw. mehrfach wöchentliche Kontrollen der entsprechenden Laborparameter in den ersten Monaten sind nötig, da ein erhöhtes Risiko von Leberschädigungen besteht (siehe auch Kategorie "Kontraindikation"). Bei schweren Leberfunktionsstörungen ist das Präparat kontraindiziert.
      • Für Kinder und Jugendliche mit eingeschränkter Leberfunktion liegen keine Daten für eine Dosierungsempfehlung vor.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Im Rahmen der Standardtherapie der Tuberkulose wird das Präparat zusammen mit anderen Mitteln gegen Tuberkulose während der Anfangsphase der Tuberkulosetherapie für insgesamt 8 Wochen eingenommen. Zur Verhinderung von Rückfällen oder bei polyresistenter Tuberkulose ist eine Therapie mit dem Präparat über drei oder mehrere Monate möglich.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Präparates zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Spezifische Symptome einer Pyrazinamid-Vergiftung sind nicht bekannt. Es gibt Berichte über akute Leberschädigungen und Hyperurikämien (Anstieg des Harnsäurespiegels im Blut). Zudem können die bekannten Nebenwirkungen in verstärkter Form auftreten.
    • In einer Studie wurde unmittelbar nach Einnahme von 4 g Pyrazinamid ein starker Flush (starke Rötung und Jucken an der gesamten Hautoberfläche) beobachtet, der jedoch ohne Folgeerscheinungen nach Stunden völlig verschwand.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge ein, sondern führen Sie die Einnahme mit der verordneten Menge fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Durch unregelmäßige Einnahme und/oder durch vorzeitige Beendigung der Behandlung können Tuberkuloseerreger widerstandsfähig (resistent) gegen das Arzneimittel werden. Dadurch gefährden Sie Heilungsaussichten und verschlechtern spätere Behandlungsmöglichkeiten.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
        • Störungen des blutbildenden Systems, besondere Form der Blutarmut (sideroblastische Anämie), Blutplättchenmangel (Thrombozytopenie)
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
        • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Endokrine Erkrankungen
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
        • Beeinträchtigung der Nebennierenrindenfunktion (17-Ketosteroid-Ausscheidung im Harn)
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • Anstieg des Harnsäurespiegels (Hyperurikämie)
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
        • Gichtanfälle, Porphyrie, Pellagra (siehe Zusätzliche Informationen, a)
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
        • Kopfschmerzen, Schwindel, Erregbarkeit, Schlaflosigkeit
    • Gefäßerkrankungen
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
        • Bluthochdruck (Hypertonie)
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Sodbrennen, Krämpfe im Unterbauch, Gewichtsabnahme
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • Anstieg der Leberenzymwerte (Serumtransaminasen), Leberfunktionsstörungen
      • Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
        • Schwere Leberschädigungen (Hepatotoxizität)
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
        • Gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Photosensibilisierung)
      • Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
        • Rötung der Haut (Histaminbedingter Flush)
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
        • Hautausschläge (Erythema multiforme)
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • Selten (kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen)
        • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • Sehr selten (kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen)
        • Nierengewebsentzündung (Tubulointerstitielle Nephritis)
  • Zusätzliche Informationen
    • a) Pellagra ist eine Vitaminmangelkrankheit, die sich hauptsächlich in Haut- und Schleimhautveränderungen äußert, auch in Durchfällen und psychischen Veränderungen.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Patientenhinweise
PYRAFAT® 500 mg
Diese Tablette ist teilbar.
PYRAFAT® 500 mg
Bitte schützen Sie das Arzneimittel vor hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung.
PYRAFAT® 500 mg
Von einer Anwendung in der Stillzeit wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
PYRAFAT® 500 mg
Dieses Arzneimittel kann das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Achtung im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen.
PYRAFAT® 500 mg
Dieses Arzneimittel sollte nicht in Kombination mit Alkohol eingenommen werden
PYRAFAT® 500 mg
Vermeiden Sie UV-Strahlung während der Anwendung des Arzneimittels.
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
      • Bei Patienten, die an Gicht leiden, sollte das Präparat nur bei dringender Indikation verordnet werden.
      • Bei herabgesetzter Nierenfunktion (GFR < 30 ml/min) sollte das Arzneimittel 500 mg 3x wöchentlich eingenommen werden (siehe auch Kategorie "Dosierung"). Da es bei der Gabe des Präparates bei Dialysepatienten zu einer Anreicherung des Pyrazinamids kommen kann, müssen ggf. durch den Arzt Blutspiegelkontrollen erfolgen.
      • Es kann während der Therapie zu Schwierigkeiten bei der Insulineinstellung von Diabetikern kommen, da die Blutzuckerwerte unter Pyrazinamid schwanken können.
      • Während der Behandlung kann es zu einem Anstieg des Harnsäurespiegels kommen (Hyperurikämie). Dies kann, gerade bei anfälligen Patienten, zu Gelenkschmerzen (Arthralgien, siehe Kategorie "Nebenwirkungen") führen. Ihr Arzt wird deshalb unter Umständen Ihren Harnsäurespiegel regelmäßig (alle 3 - 4 Wochen) prüfen und bei zu hohen Werten eine entsprechende Therapie einleiten.
      • Das Präparat kann eine gesteigerte Sonnensensibilität auslösen. Sie sollten sich daher während der Behandlung keiner starken Sonneneinwirkung aussetzen (siehe Kategorie "Nebenwirkungen").
      • Ein erhöhtes lebertoxisches Risiko besteht bei Patienten mit regelmäßigem Alkoholgebrauch bzw. Alkoholmissbrauch.
    • Vor und während der Behandlung sind regelmäßig alle 3 - 4 Wochen Leber- und Nierenfunktionsprüfungen durchzuführen.
    • Sollten Sie an bekannten Leberschädigungen bzw. einer erhöhter Anfälligkeit für Leberschädigungen (z. B. Alkoholismus) leiden, wird ihr Arzt mindestens wöchentlich Ihre Leberwerte kontrollieren, da ein erhöhtes Risiko von Leberschädigungen besteht. Außerdem sollte eine einschleichende Dosierung von Pyrazinamid erwogen werden (siehe auch unter Kategorie "Dosierung"). Wenn bei Ihnen schon Leberschädigungen bestehen, weisen Sie bitte Ihren Arzt vor Beginn der Therapie darauf hin, so dass die geeigneten Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden können.
    • Als Folge von Lebergewebsschädigungen, die unter dieser Therapie auftreten können, besteht aufgrund einer verminderten Produktion von Gerinnungsfaktoren die Möglichkeit einer Verlängerung der Blutgerinnungszeit.
    • Sollten bei Ihnen Vorzeichen einer beginnenden Leberschädigung, wie beispielsweise Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Übelkeit und/oder Erbrechen auftreten, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt.
    • Unter der Behandlung mit diesem Präparat können folgende diagnostische Nachweismethoden/Labortests beeinflusst werden: Bestimmung des Bilirubins, des Harnsäure- und des Thyroxinspiegels, sowie der Prothrombinzeit, der Serum-Aminotransferasen-Aktivität und des Serumeisens mittels Ferrochem II-Instrument.
    • Warnhinweise zu ggf. enthaltenen Hilfsstoffen finden Sie in der Gebrauchsinformation.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Präparat kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie können dann auf unerwartete plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Fürdas Präparat liegen keine hinreichenden klinischen Daten über die Einnahme während der Schwangerschaft vor. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen.
  • Stillzeit
    • Während der Therapie mit diesem Arzneimittel kann gestillt werden, da die mit der Milch durch den Säugling aufgenommenen Konzentrationen zu gering sind, um beim Säugling unerwünschte Wirkungen zu erzeugen.
  • Die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sollte dennoch nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses erfolgen.
  • Fortpflanzungsfähigkeit
    • Es liegen keine Daten über die Beeinflussung der Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen zu diesem Präparat vor.
  • Das Arzneimittel wird in Kombination mit anderen Mitteln gegen Tuberkulose angewendet.
  • Die Tabletten werden als Einmalgabe pro Tag vor oder nach einer Mahlzeit unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) eingenommen.
  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Beachten Sie bitte, dass die folgenden Angaben auch für vor kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
    • Zu unerwünschten Wechselwirkungen kann es in Kombination mit folgenden Medikamenten kommen:
      • Acetylsalicylsäure (ASS)
        • Acetylsalicylsäure (ASS)
          • ASS steigert in Dosen (= 3000 mg/Tag) die Harnsäureausscheidung; in Dosen von 75 - 2000 mg/Tag hemmt ASS die Harnsäureausscheidung wie auch dieses Präparat, d.h. vermehrte Hemmung der Harnsäureausscheidung möglich
        • Klinische Konsequenz: Engmaschige Überwachung des Harnsäurespiegels
      • Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit)
        • Antidiabetika
          • Indirekte Beeinflussung der Antidiabetika- Wirkung: Das Präparat beschleunigt die Blutzuckersenkung und führt zu schwankenden Blutzuckerwerten
        • Klinische Konsequenz: Überwachung des Blutzuckerspiegels
      • Immunsuppressiva (Arzneimittel zur Unterdrückung der Immunabwehr)
        • Ciclosporin
          • Ciclosporin-Blutspiegel können sinken, Immunsystemunterdrückender Effekt des Ciclosporins kann vermindert sein
        • Klinische Konsequenz: Engmaschige Überwachung des Ciclosporin- Serumspiegels durch den Arzt
      • Tuberkulostatika (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose)
        • Rifampicin (Rifa)
          • Lebertoxizität kann durch Pyrazinamid und Rifampicin erhöht sein,
          • Abbau von Rifampicin kann erhöht sein und die Bioverfügbarkeit dadurch sinken
        • Klinische Konsequenz: Leberfunktionstests vor und während der Behandlung empfohlen (siehe Kategorie "Kontrainidkation"), keine Dosisanpassung von Rifa oder Pyrazinamid erforderlich
      • Urikosurika (Arzneimittel zur Senkung der Harnsäurekonzentration im Blut)
        • Probenecid
          • Harnsäureausscheidung und Abbau von Probenecid können vermindert sein
        • Klinische Konsequenz: Engmaschige Überwachung des Harnsäurespiegels
      • Virostatika (Arzneimittel zur Behandlung von Viruserkrankungen)
        • Zidovudin
          • Blutserumspiegel von Pyrazinamid kann erniedrigt und die Wirkung herabgesetzt sein
        • Klinische Konsequenz: Engmaschige Überwachung des Pyrazinamid-Spiegels
    • Weitere Wechselwirkungen:
      • Das Präparat kann gegensätzlich auf die harnsäureausscheidungsfördernde Wirkung von Arzneimitteln wie z. B. Ascorbinsäure (Vitamin C) und Kontrastmitteln wirken.
      • Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Anwendung von anderen leberschädigenden Arzneimitteln, da das Risiko einer Leberschädigung erhöht ist. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
    • Während der Anwendung des Arzneimittels sollten Sie keinen Alkohol trinken, da es verstärkt zur Schädigung der Leber kommen kann.
Rezeptpflichtige Medikamente dürfen nur gegen Vorlage eines Originalrezepts abgegeben werden. Scannen Sie dafür einfach Ihr E-Rezept oder schicken Sie uns Ihr herkömmliches Rezept per Post zu.

Was passiert eigentlich mit meinem Rezept?

Damit Sie einen Einblick in unsere tägliche Arbeit bekommen und sehen können, was alles mit Ihrem Original-Rezept geschieht, haben wir ein Video mit allen relevanten Informationen produziert.