Set enthält- 2x Redcare Junior Ibuprofen 40 mg 100 ml
Redcare Junior Ibuprofen 40 mg
Ibuprofen Redcare enthält den Wirkstoff Ibuprofen.
Ibuprofen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika
(NSAR) bezeichnet werden. Diese Arzneimittel wirken, indem sie die Reaktion des Körpers auf Schmerzen und hohe Körpertemperatur verändern. Ibuprofen Redcare wird angewendet zur kurzzeitigen
symptomatischen Behandlung von:
- leichten bis mäßig starken Schmerzen
- Fieber
Ibuprofen Redcare ist zur Anwendung bei Kindern ab 7 kg Körpergewicht (6 Monate) bis 40 kg
Körpergewicht (12 Jahre) bestimmt.
Anwendung:
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach
der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker
nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die niedrigste wirkungsvolle Dosis sollte für die kürzeste Dauer, die zur Linderung der Symptome
erforderlich ist, angewendet werden. Wenn Sie eine Infektion haben, konsultieren Sie unverzüglich einen
Arzt, falls die Symptome (z.B. Fieber und Schmerzen) anhalten oder sich verschlimmern.
Die empfohlene Dosis bei Schmerzen und Fieber beträgt:
| Körpergewicht des Kindes (Alter) |
Einzeldosis |
Häufigkeit in 24 Stunden* |
| 7–9 kg (6–11 Monate) |
1,25 ml (entspricht 50 mg Ibuprofen; verwenden Sie die Applikationsspritze einmal) |
3- bis 4-mal |
| 10–15 kg (1–3 Jahre) |
2,5 ml (entspricht 100 mg Ibuprofen; verwenden Sie die Applikationsspritze einmal) |
3-mal |
| 16–19 kg (4–5 Jahre) |
3,75 ml (entspricht 150 mg Ibuprofen; verwenden Sie die Applikationsspritze einmal) |
3-mal |
| 20–29 kg (6–9 Jahre) |
5 ml (entspricht 200 mg Ibuprofen; verwenden Sie die Applikationsspritze einmal) |
3-mal |
| 30–40 kg (10–12 Jahre) |
7,5 ml (entspricht 300 mg Ibuprofen; verwenden Sie die Applikationsspritze zweimal) |
3-mal |
*Die Einzeldosis sollten etwa alle 6-8 Stunden eingenommen werden.
Die Anwendung bei Kindern unter 6 Monaten oder mit einem Körpergewicht unter 7 kg wird nicht
empfohlen.
Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste
wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird.
Warnung: Überschreiten Sie nicht die angegebene Dosis.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Patienten, die einen empfindlichen Magen haben, wird empfohlen, Ibuprofen Redcare während der
Mahlzeiten einzunehmen.
In der Packung befindet sich eine 5-ml-Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen, die zur
Einnahme des Arzneimittels verwendet werden sollte.
Gebrauchsanweisung:
- Die Flasche vor jeder Anwendung kräftig schütteln.
- Entfernen Sie die Kappe von der Flasche.
- Entfernen Sie die Kappe von der Applikationsspritze.
- Während die Flasche auf einer festen, flachen Oberfläche steht, führen Sie die Applikationsspritze in die
Flasche ein.
- Ziehen Sie den Kolben der Applikationsspritze langsam bis zur Markierung auf der Spritze zurück, die der
Menge in Millilitern (ml) gemäß der Dosiertabelle entspricht.
- Entfernen Sie die Spritze aus der Flasche.
- Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind sicher in aufrechter Position befindet.
- Halten Sie Ihrem Kind das Ende der Applikationsspritze in den Mund und drücken Sie den Spritzenkolben
langsam nach unten, um das Arzneimittel vorsichtig zu verabreichen.
- Geben Sie Ihrem Kind etwas Zeit um das Arzneimittel zu schlucken.
- Wiederholen Sie die Schritte 4-9 auf die gleiche Weise, bis die gesamte Dosis gegeben wurde.
- Setzen Sie die Kappe nach Gebrauch wieder auf die Flasche. Die Applikationsspritze mit warmem
Wasser ausspülen und anschließend trocknen lassen.
Dauer der Anwendung
Dieses Arzneimittel ist nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen. Falls dieses Arzneimittel für länger als
3 Tage erforderlich ist oder die Symptome sich verschlimmern, muss ein Arzt zurate gezogen werden.
Wenn Sie bei Ihrem Kind eine größere Menge von Ibuprofen Redcare angewendet haben, als Sie
sollten
Falls der Patient mehr Ibuprofen Redcare eingenommen hat, als er / sie sollte, oder falls Kinder aus Versehen
das Arzneimittel eingenommen haben, wenden Sie sich immer an einen Arzt oder ein Krankenhaus in Ihrer
Nähe, um eine Einschätzung des Risikos und Rat zur weiteren Behandlung zu bekommen.
Die Symptome einer Überdosierung können Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (möglicherweise
auch mit Blut), Magen-Darm-Blutungen, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Verwirrtheit und Augenzittern
(Nystagmus) oder seltener Durchfall umfassen. Außerdem kann es zu Erregung, Schläfrigkeit,
Orientierungslosigkeit oder Koma kommen. Zusätzlich wurden bei hohen Dosen Schwindel,
verschwommenes Sehen, Blutdruckabfall, niedrige Kaliumspiegel im Blut, Erregung, Hyperkaliämie
(erhöhte Kaliumspiegel im Blut), erhöhte Prothrombinzeit / INR, akutes Nierenversagen, Leberschäden,
Atemdepression, Zyanose (bläuliche oder violette Verfärbung der Haut oder der Schleimhäute)
und Verschlimmerung von Asthma bei Asthmatikern, Schläfrigkeit, Brustschmerzen, Herzklopfen,
Bewusstlosigkeit, Krämpfe (vor allem bei Kindern), Schwäche und Schwindelgefühl, Blut im Urin, Frieren
und Atemprobleme berichtet.
Wenn Sie die Anwendung von Ibuprofen Redcare vergessen haben
Geben Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Wenn Sie die
Anwendung einer Dosis einmal vergessen haben, nehmen/geben Sie diese sobald sie daran denken und
nehmen / geben Sie dann die nächste Dosis gemäß dem oben beschriebenen Dosierungsintervall.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
Apotheker.
Nebenwirkungen:
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem
auftreten müssen.
Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderlichen niedrigste
wirksame Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet wird.
Bei Ihrem Kind können eine oder mehrere der für NSAR bekannten Nebenwirkungen auftreten.
Wenn dies der Fall ist oder wenn Sie Bedenken haben, beenden Sie die Anwendung dieses Arzneimittels
und sprechen sie sobald wie möglich mit Ihrem Arzt.
Ältere Patienten, die dieses Arzneimittel anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von
Problemen im Zusammenhang mit Nebenwirkungen.
Arzneimittel wie dieses sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle
(„Herzinfarkt“) oder Schlaganfall verbunden.
Brechen Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel ab und suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf, wenn bei
Ihrem Kind eines der folgenden Symptome auftritt:
- starke Bauchschmerzen, Schwarzfärbung des Stuhls / Teerstuhl, Erbrechen von Blut oder dunklen
Partikeln, die wie Kaffeesatz aussehen (Anzeichen einer Magen- oder Darmblutung).
- Verschlimmerung von Asthma, ungeklärtes Keuchen oder Kurzatmigkeit, Schwellungen von Gesicht,
Zunge oder Rachen, Atembeschwerden, Herzrasen, Blutdruckabfall bis hin zum Schock. Bei Auftreten
eines dieser Symptome, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe
erforderlich (Anzeichen einer seltenen, aber schwerwiegenden allergischen Reaktion).
- rötliche, nicht erhabene, zielscheibenartige oder kreisförmige Flecken auf dem Rumpf, oft mit
Blasenbildung in der Mitte, Abschälen der Haut, Geschwüre im Bereich von Mund, Rachen, Nase,
Genitalien und Augen. Vor diesen schweren Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche
Symptome auftreten (exfoliative Dermatitis, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische
epidermale Nekrolyse].
- großflächiger Ausschlag, hohe Körpertemperatur und vergrößerte Lymphknoten und eine Zunahme von
Eosinophilen (einer Form der weißen Blutkörperchen) (DRESS-syndrom).
- ein roter, schuppiger, ausgedehnter Hautausschlag mit Unebenheiten unter der Haut und Blasen,
die sich in erster Linie auf den Hautfalten, am Rumpf und den oberen Extremitäten befinden, begleitet
von Fieber. Die Symptome treten in der Regel auf bei Behanlungsbeginn [akute generalisierte
exanthematische Pustulose]. Beenden Sie die Anwendung von Ibuprofen Redcare, wenn Sie diese
Symptome entwickeln und begeben Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung.
- Schmerzen im Brustkorb, die ein Anzeichen für eine möglicherweise schwere allergische Reaktion sein
können, die Kounis-Syndrom genannt wird.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihrem Kind die folgenden Nebenwirkungen auftreten, sich
verschlimmern, oder Sie andere Nebenwirkungen bemerken, die nachfolgend nicht aufgeführt werden.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Magen-Darm-Beschwerde, wie Sodbrennen, Bauchschmerzen und Übelkeit, Verdauungsstörungen,
Durchfall, Erbrechen, Blähungen und Verstopfung sowie geringfügige Blutverluste in Magen und/oder
Darm, die in Ausnahmefällen zu Blutarmut (Anämie) hervorrufen können.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Magen-Darm-Geschwüre, -Durchbruch oder -Blutung, Entzündung der Mundschleimhaut mit
Geschwürbildung, Verschlimmerung einer bestehenden Darmerkrankung (Colitis oder Morbus Crohn),
Gastritis
- Zentraknervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder
Müdigkeit
- Sehstörungen
- Verschiedenartige Hautausschläge
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Nesselsucht und Jucken
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Ohrgeräusche (Tinnitus)
- Erhöhte Harnstoffkonzentration im Blut, Schmerzen in der Seite und / oder im Bauchraum, Blut im Urin
und Fieber können Anzeichen einer Nierenschädigung (Papillennekrose) sein
- erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut
- verminderter Hämoglobinspiegel
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) und der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) sowie Ausbildung
von membranartigen Verengungen im Dünn- und Dickdarm
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt and Schwellungen des Gesicht und der Hände (Ödeme)
- verringerte Urinausscheidung und Schwellungen (insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck
oder eingeschränkter Nierenfunktion), Wassereinlagerungen (Ödeme) und trüber Urin (nephrotisches
Syndrom); entzündliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), die zu akutem Nierenversagen
führen kann. Wenn eines der oben genannten Symptome auftritt oder Sie ein allgemeines Unwohlsein
empfinden, brechen Sie die Einnahme von Ibuprofen Redcare ab und wenden Sie sich unverzüglich an
Ihren Arzt, da dies erste Anzeichen einer Nierenschädigung oder ein Nierenversagen sein können.
- psychotische Reaktionen, Depression
- Bluthochdruck, Vaskulitis (Gefäßentzündung)
- Herzklopfen (Palpitationen)
- Leberfunktionsstörung, Leberschäden (erste Anzeichen können Verfärbungen der Haut sein),
insbesondere bei Langzeitbehandlung, Leberversagen, akute Leberentzündung (Hepatitis).
- Störungen der Blutbildung – erste Anzeichen sind: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im
Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen sowie
unerklärliche Blutergüsse. Brechen Sie in diesen Fällen die Behandlung mit dem Arzneimittel sofort ab
und suchen Sie einen Arzt auf. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerzstillenden oder fiebersenkenden
Arzneimitteln (Antipyretika) sollte unterbleiben.
- schwere Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen während einer Windpockeninfektion
(Varizelleninfektion)
- Verschlimmerung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. nekrotisierende Fasciitis) sind im zeitlichen
Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter Schmerzmittel (NSAR) beschrieben worden. Wenn
Anzeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, müssen Sie unverzüglich einen Arzt
aufzusuchen. Es ist zu prüfen, ob die Indikation für eine antiinfektiöse / antibiotische Therapie vorliegt.
- Symptome einer aseptischen Meningitis mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,
Fieber oder Bewusstseinstrübung wurden nach Anwendung von Ibuprofen beobachtet. Patienten mit
Autoimmunerkrankungen (SLE, Mischkollagenose) sind möglicherweise eher betroffen. Wenden Sie sich
sofort an einem Arzt, wenn diese Symptome auftreten.
- Haarausfall (Alopezie)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Reaktivität der Atemwege mit Asthma, Bronchospasmus oder Kurzatmigkeit.
- Die Haut wird lichtempfindlich.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für
Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen
auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-
Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die
Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wirkstoffe:
Der Wirkstoff ist Ibuprofen.
1 ml Suspension zum Einnehmen enthält 40 mg Ibuprofen.
Zusammensetzung:
Die sonstigen Bestandteile sind: Glycerol (E422), Xanthangummi, mikrokristalline Cellulose und
Carmellose-Natrium, Carmellose-Natrium (Ph.Eur.), Polysorbat 80, Natriumedetat (Ph.Eur.), Sucralose,
Citronensäure-Monohydrat, Natriumcitrat (Ph.Eur), Natriumbenzoat (E211), Trauben-Aroma (enthält
Propylenglykol (E1520), Aromastoffe), Aroma zur Maskierung (enthält Propylenglykol (E1520),
Aromastoffe), Simeticon-Emulsion 30 %, Natriumchlorid, gereinigtes Wasser.
Aufbewahrungs- & Verwendungshinweis:
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „verwendbar bis“
angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des
angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Nach Anbruch nicht länger als 6 Monaten verwenden.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das
Waschbecken). Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr
verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter
www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.