Klirrende Kälte draußen, warme trockene Luft drinnen – unser Hände sind im Winter einigen Strapazen ausgesetzt. Kein Wunder, dass die Haut austrocknet, sich schuppt oder sogar rissige Stellen entstehen. Jetzt ist also die beste Zeit für ein ausgiebiges Hände-Wellness-Programm. Gönnen auch Sie Ihren Händen etwas Extra-Zuwendung, damit sie geschmeidig durch die kalte Jahreszeit kommen.

Warum leiden unsere Hände im Winter besonders?

Eiskratzen, Schneeballschlacht, Winterspaziergang – in der kalten Jahreszeit zehren eisige Temperaturen und der andauernde Temperaturwechsel zwischen drinnen und draußen an der Widerstandskraft unserer Haut. Der natürliche Schutzfilm an unseren Händen ist nicht so stark, weil die Haut an den Händen weniger Talgdrüsen hat. Deshalb sollten Sie gerade jetzt im Winter an eine Extra-Pflege denken.

Die Basis für gepflegte Hände: Eincremen!

Eine Handcreme versorgt die Haut mit den nötigen Pflegestoffen und stärkt ihren Schutzfilm. Doch was macht eine gute Handcreme aus? Zu fettig darf Sie nicht sein, sie sollte zudem schnell einziehen und keinen unerwünschten Film auf den Händen hinterlassen. Am besten eignen sich Handcremes mit neutralen Pflanzenölen wie Oliven-, Weizenkeim- oder Avodacoöl. Besonders pflegend sind außerdem Zusätze wie Sheabutter oder Pathenol. Besonders trockene Hände freuen sich über Urea, Hyaluronsäure oder Aloe Vera. Ist die Haut schon rissig, kann man ihr mit Ringelblume- oder Zinksalbe etwas Gutes tun.

Wie oft soll man die Hände eincremen?

Im Winter sollten sie mehrmals am Tag Ihre Hände eincremen – auf jeden Fall aber nach jedem Händewaschen. Sie haben trockene Hände trotz Handcreme? Dann könnte es daran liegen, dass Ihre Handcreme zu viel Glycerin enthält. Dieser Feuchtigkeitsspender kann nämlich bei zu hoher Konzentration auch genau das Gegenteil bewirken. Denn beim Händewaschen kann das wasserlösliche Glycerin wieder aus der Haut gewaschen werden und die Hände trocknen nach und nach immer mehr aus. Achten Sie also darauf, dass Glycerin bei den Inhaltsstoffen weiter unten aufgeführt ist.

Extra-Pflege am Abend: Peeling, Bad & Maske!

Mit einem abendlichen Verwöhn-Programm schicken Sie Ihre Hände in eine Art Schönheits-Schlaf: Starten Sie mit einem sanften Hand-Peeling, so ist die Haut aufnahmefähiger für die anschließende Pflege. Das können Sie entweder ganz einfach selber herstellen, zum Beispiel aus Zucker und Olivenöl, oder Sie benutzen ein fertiges Hand-Peeling. Danach folgt ein Handbad: Baden Sie Ihre Hände 5 bis 10 Minuten in warmem Olivenöl. Tragen Sie anschließend eine reichhaltige Handcreme dick auf und gehen Sie mit Baumwollhandschuhen ins Bett. So hat die Creme die ganze Nacht Zeit Ihre Wirkung zu entfalten und Sie wachen mit samtweichen Händen auf.

Wie kann ich meine Hände im Winter noch schützen?

Das Händewaschen ist gerade in der Erkältungszeit wichtig, sollte jedoch möglichst sanft erfolgen. Am besten waschen Sie Ihre Hände lauwarm mit einer milden ph-neutralen Handseife. Wussten Sie, dass etwa 20% der Körperwärme über die Hände verloren gehen? Wenn Sie sich also viel im Freien aufhalten, sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen. Das schützt nicht nur vor kalten Fingern, sondern auch Ihre Haut!