Jeder Tritt verursacht ein Stechen in der Ferse, morgens nach dem Aufstehen fällt das Gehen besonders schwer: unter dem sogenannten Fersensporn leidet in Deutschland fast jeder Zehnte. Doch was ist das eigentlich genau? Kann man ihn verhindern und die Schmerzen lindern?

Was genau ist eigentlich ein Fersensporn?

Der sogenannte Fersensporn ist eine knöcherne Zubildung am Knochen der Ferse. Wird der Fuß zu stark belastet, können kleine Verletzungen am Übergang zwischen Sehne und Knochen entstehen. Dadurch wird ein Gewebeumbau gefördert, der zu einer Verkalkung und schließlich zum Fersensporn führen kann.

Wie kommt es zu den Schmerzen?

Die Schmerzen werden nicht, wie man vermuten könnte, durch den Knochenauswuchs hervorgerufen, sondern durch eine Entzündungsreaktion. Beim unteren Fersensporn sitzt dieser Druckschmerz direkt unterhalb der Ferse, beim oberen Fersensporn schmerzt der Ansatz der Achillessehne. Das Gute daran: die Entzündung kann durch Physiotherapie, Druckentlastung der betroffenen Stelle oder auch Medikamente gestoppt werden. Oft helfen sogar ganz einfache Maßnahmen, wie die Auswahl des richtigen Schuhwerks.

Wann treten die Schmerzen auf?

Die Schmerzen treten hauptsächlich beim Auftreten auf. Oft habe Betroffene den Fuß zuvor längere Zeit durch Stehen oder Gehen belastet und dann eine Ruhepause eingelegt. Ganz typisch bei Fersensporn: Die ersten Tritte nach dem Aufstehen am Morgen schmerzen besonders stark. Nach einer gewissen Zeit lassen die Schmerzen dann wieder etwas nach.

Kurzfristige Hilfe.

Um akute Fersenschmerzen zu lindern, sollte der Fuß auf jeden Fall entlastet werden. Verzichten Sie auf Sport und lange Fußmärsche. Es gibt außerdem jede Menge gepolsterte Fersenkissen, die den Druck auf die Ferse verringern und die Schmerzen lindern können. Das Gewebe um den Fersensporn herum bekommt Ruhe und die Entzündung kann langsam abklingen. Wenn der Schmerz nicht nachlässt, helfen eventuell schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel oder auch Salben. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach einem geeigneten Präparat.

Wie kann man vorbeugen?

Ein Fersensporn entsteht also durch eine Überlastung der Füße. Bei Frauen tritt er häufiger auf als bei Männern. Grund dafür ist das Tragen von hohen Absätzen und die damit auftretende Verkürzung der Wadenmuskulatur. Risikogruppen sind ebenfalls Menschen mit Fuß-Fehlstellungen und Übergewicht. Eine Gewichtsreduktion kann also eine Maßnahme sein, die Füße zu entlasten und einen Fersensporn vorzubeugen. Achten Sie ebenfalls auf gutes Schuhwerk, wenn Sie viel stehen oder gehen. Insbesondere Läufer sollten Sportschuhe tragen, die den Fuß schützen und gut dämpfen. Leiden Sie an einer Fußfehlstellung, sollten Sie mit einem Orthopäden besprechen, ob das Tragen spezieller Einlagen sinnvoll ist.