Auch 2017 wurden in den Wintermonaten wieder viele Menschen von Noroviren geplagt. Dieses Jahr waren laut Robert Koch-Institut sogar doppelt so viele Menschen betroffen wie im Schnitt der vergangenen 5 Jahre. Experten vermuten, dass ein neuer Virustyp verantwortlich für den Anstieg der Magen-Darm-Erkrankungen ist. Wie Sie eine Norovirus-Infektion erkennen und eine Ansteckung möglichst vermeiden erfahren Sie hier.

Wie erkenne ich eine Norovirus-Infektion?

Die Erkrankung beginnt meist ganz plötzlich mit Übelkeit, heftigem Durchfall und schwallartigem Erbrechen. Dazu leiden Erkrankte oft an einem starken Krankheitsgefühl, manchmal auch mit Fieber und Kopfschmerzen. Starke Brechdurchfälle können außerdem schnell zu einem Flüssigkeitsmangel führen, der sich zusätzlich mit Schwäche und Schwindel bemerkbar macht. In der Regel klingen die Beschwerden nach wenigen Tagen von allein wieder ab.

Die Inkubationszeit

Nach einer Ansteckung mit dem Norovirus bricht die Erkrankung schnell aus. So können die ersten Beschwerden bereits nach 6 Stunden, maximal aber nach 2 bis 3 Tagen auftreten. Mit dem Auftreten der Symptome sind Betroffene hoch ansteckend und auch noch 48 Stunden nach Abklingen der Beschwerden werden viele Erreger mit dem Stuhl ausgeschieden. Auch noch nach 2 Wochen können Noroviren von Erkrankten ausgeschieden werden.

Wie kann ich mich mit dem Norovirus anstecken?

In den meisten Fällen werden Noroviren über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Dabei wird der Virus in kleinsten Mengen von Stuhlresten oder Erbrochenem, zum Beispiel über die Hände, weitergereicht. Ansteckend sind auch virushaltige Tröpfchen in der Luft, die zum Beispiel während des Erbrechens entstehen. Die Erreger können sich aber auch auf Gegenständen wie zum Beispiel Türgriffen befinden und von dort aus über die Hände leicht in den Mund gelangen. Und auch Nahrungsmittel wie Salate oder Obst können mit dem Norovirus belastet sein. Beachten Sie die folgenden Tipps um sich zu schützen:

  • Meiden Sie wenn möglich den direkten Kontakt zu erkrankten Personen und halten Sie strenge Hygiene-Maßnahmen ein
  • Waschen Sie sich, insbesondere nach jedem Toilettengang, die Hände sorgfältig mit Wasser und Seife
  • Benutzen Sie ausschließlich eigene Handtücher
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen
  • Der Einsatz von speziellen Desinfektionsmitteln kann außerdem sinnvoll sein
  • Vorsicht beim Kochen: Um eine Ansteckung über verunreinigte Lebensmittel zu vermeiden, sollten Sie Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte immer gut durchgaren. Reinigen Sie alle Küchengeräte, die mit diesen Produkten in Berührung gekommen, sind sorgfältig

 

Wie kann ich mich mit dem Norovirus anstecken?

Grundsätzlich gibt es kein Medikament, das die Viren beseitigt. Mit einigen Mitteln kann man lediglich versuchen, die Symptome zu lindern, zum Beispiel bei starker Übelkeit. Herkömmliche Durchfall-Mittel nutzen bei einer Norovirus-Infektion kaum etwas. Besonders wichtig: Denken Sie daran den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen, zum Beispiel mit speziellen Elektrolyt-Lösungen.

Was sollte ich beachten wenn ich mich angesteckt habe?

  • Schonen Sie Ihren Magen: am besten sind Tee und Zwieback. Gut verträglich ist auch ein bisschen Banane oder geriebener Apfel. Verzichten Sie auf jeden Fall auf zu fettige Speisen und trinken Sie generell viel Tee oder stilles Wasser
  • Sie sollten sich auf jeden Fall schonen und den Kontakt mit anderen Menschen möglichst einschränken
  • Bei Brechdurchfall gilt: viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen
  • Benutzen Sie, wenn möglich, eine eigene Toilette bis zu 2 Wochen nach Genesung
  • Waschen Sie sich stets gründlich die Hände mit Wasser und Seife
  • Beseitigen Sie immer die Reste von Erbrochenem oder Stuhl, da diese hoch ansteckend sind
  • Vermeiden Sie auch nach Abklingen der Beschwerden für mindestens zwei Tage den Besuch in Altenheimen oder Krankenhäusern