Etwa 30 % der Deutschen leiden an hohem Blutdruck. Meist sind Menschen über 50 oder übergewichtig. Viele dieser Menschen sind nicht in Behandlung und wissen noch nicht einmal, dass sie zu hohen Blutdruck haben. Doch das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes ist deutlich erhöht. Ab wann spricht man überhaupt von hohem Blutdruck und was kann man selbst dagegen machen? Hier kommen einige Tipps und Ratschläge.

Ab wann hat man Bluthochdruck?

Ein optimaler Blutdruck liegt im Durchschnitt bei 120 zu 80 mmHg in Ruhe. Der Blutdruck ist erhöht, wenn die Werte im Ruhezustand bei 140 zu 90 mmHg oder darüber liegen. Ab einem dauerhaft erhöhten Blutdruck von 180 zu 110 besteht sogar Lebensgefahr. Das Gefährliche daran: körperliche Symptome, wie zum Beispiel Brustschmerzen oder Sehstörungen, treten erst auf, wenn die Gefäßschädigung bereits weit fortgeschritten ist. Deshalb sollten Sie regelmäßig Ihren Blutdruck messen.

Was bedeuten eigentlich die beiden Blutdruck-Werte?

Die erste Zahl ist der sogenannte systolische Wert. Das ist der Druck, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht, wenn das Blut in die Arterien gepumpt wird. Die zweite Zahl ist der sogenannte diastolische Wert – das ist der Druck zwischen zwei Herzschlägen, wenn das Herz nach dem Pumpen erschlafft und beginnt sich wieder mit Blut zu füllen.

So messen Sie Ihren Blutdruck richtig

Am besten Sie verzichten vor der Blutdruck-Messung auf Kaffee oder Alkohol. Setzen Sie sich ruhig an einen Tisch und messen Sie regelmäßig morgens und abends. Je nach dem was Sie für ein Messgerät haben, befestigen Sie die Manschette entweder am Arm oder am Handgelenk und schon werden die beiden Werte von einem elektrischen Sensor ermittelt.

Warum ist Bluthochdruck überhaupt gefährlich?

Ist Ihr Blutdruck regelmäßig zu hoch, kann das die Gefäße schädigen. Bei Bluthochdruck ist das gesamte Gefäßsystem stark belastet, weil die Gefäße eben einem höheren Druck standhalten müssen. Dadurch können kleine Risse in der Gefäßinnenhaut entstehen, die wiederum zu einer Verdickung und Verhärtung der Gefäßwände – einer Arterienverkalkung – führen können. So kann es bei vollständigen Gefäßverschlüssen zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch Nierenleiden kommen.

So senken Sie sanft Ihren Blutdruck

  • Werden Sie aktiv: Sanfte Ausdauersportarten wie Joggen, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen sind besonders geeignet um den Blutdruck um bis zu 20 mmHg zu senken
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung: Verzichten Sie auf zu viel Salz und Fett. Essen Sie viel Gemüse und Obst und wenig tierisches Eiweiß
  • Mit dem Rauchen aufhören: Schon eine Zigarette kann den Blutdruck erhöhen. Also: Hören Sie auf mit dem Rauchen – Ihrem Blutdruck zu liebe
  • Vermeiden Sie Stress: Stress im Job oder in der Partnerschaft kann laut einer aktuellen Studie auch zu Bluthochdruck führen. Gönnen Sie sich also Ruhepausen und entspannen Sie, zum Beispiel mit Yoga
  • Ab in die Sonne: Studien haben ergeben dass man durch den Einfluss von UVB-Strahlen Blutdruck senken kann. Das liegt am Vitamin D, das durch Licht- und Sonneneinstrahlung gebildet wird und den Blutdruck unter Kontrolle hält. Ein Vitamin D-Mangel kann Blutdruck steigen lassen
  • Schwarzkümmel-Öl: Entweder als Öl oder in Kapselform kann Blutdruck senken. Nehmen Sie 3 mal täglich 2 Kapseln oder geben Sie 3 mal täglich in eine Tasse Tee einige Tropfen des Öls
  • Tauchen Sie ab: Auch ein sehr warmes Wannenbad mit einem aromatischem Badeöl kann zu hohen Blutdruck senken – nehmen Sie 3 Wochen lang zwei mal in der Woche ein wohltuendes Vollbad