Der Fellwechsel bei Pferden beginnt meist schon mitten im Sommer. Die feinen leichten Haare werden abgestoßen, um dem dichten Winterpelz Platz zu machen. Wie kann man das Pferd in dieser Zeit unterstützen? Was gibt es zu beachten? Lesen Sie in unserem aktuellen Blog-Beitrag, wie Pferde gut durch die haarige Saison kommen.

Die meisten Reiter freuen sich nicht unbedingt auf die kalte Jahreszeit. Unsere Pferde vertragen Kälte meist besser als Hitze, sofern sie gut gefüttert werden und ein trockenes und windgeschütztes Plätzchen haben. Und auch der Wechsel von Sommer- zu Winterfell ist unproblematischer, als der Wechsel von Winter- auf Sommerfell. Trotzdem ist der Energie- und Nährstoffbedarf bei jedem Fellwechsel erhöht.

Wann beginnt der Fellwechsel beim Pferd?

Der Start des Fellwechsels hängt mit der abnehmbaren Tageslichtlänge zusammen. Wenn die Tage wieder kürzer werden, stellt sich das Pferd automatisch auf den Winter ein und der Fellwechsel beginnt. Der zweite Faktor ist tatsächlich eine Reaktion auf Kältereize. Pferde in einem Offenstall bilden oft dichteres Winterfell, als Pferde in Boxenhaltung.

Während das Abhaaren des Winterfells im Frühling recht lange dauert, werden die kurzen glatten Sommerhaare oft in wenigen Tagen abgestoßen. Zunächst wachsen kurze Winterhaare, die dann nach und nach länger werden. Es entsteht ein zweischichtiger Pelz aus langen Oberhaaren und plüschigen Unterhaaren. Oft hat das Winterfell aber erst mitten im Dezember seine endgültige Ausprägung erreicht.

Erhöhter Energie- und Nährstoffbedarf.

Das Pferd muss also jede Menge neue Haare produzieren. Dafür benötigt es eine kontinuierliche Versorgung mit hochwertigen Proteinen. Über die Fütterung lässt sich der Fellwechsel also hervorragend unterstützen. Denken Sie daran, die Kraftfuttermenge im Herbst etwas anzupassen oder gegebenenfalls mit Ergänzungsfuttermitteln aufzuwerten. Geeignet sind Produkte, die Proteine oder Öle in hochwertiger Form enthalten. Dabei darf die Gesamtration den tatsächlichen Bedarf aber auch nicht überschreiten, denn eine Proteinüberversorgung kann zu einer Belastung des Stoffwechsels führen.

Welche Nährstoffe sind jetzt wichtig?

Wichtig für die Bildung von Keratin, das den Hauptbestandteil der Haare ausmacht, ist vor allen Dingen Zink. Aber auch Kupfer, Mangan, Selen sowie Folsäure und Biotin sind am Zellwachstum und der Haarneubildung beteiligt. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt oder einer unabhängigen Futter-Beratung, was für Ihr Pferd das Beste ist.