Jedes Jahr im Frühling kehrt die Pollensaison mit den steigenden Temperaturen wieder – und damit auch die typischen Beschwerden einer Heuschnupfenallergie. Heuschnupfen erschöpft und macht müde. Zusätzlich schränken Kopfschmerzen, juckende Augen und eine laufende Nase die Lebensqualität deutlich ein.1
Hinzu kommt, dass die Pollen auch bereits bestehende Asthmasymptome oftmals verstärken. Aber das muss niemand einfach über sich ergehen lassen. Probieren Sie diese Tipps, um sich die Pollensaison zu erleichtern.1,2
Mit dem Start der Pollensaison bieten verschiedene Medien Informationen zur Pollenbelastung, dem Pollenflug oder der Luftqualität an, welche die allergischen Symptome ebenfalls begünstigen oder verstärken können.
der Wetterbericht im Fernsehen, Radio oder Internet
Apps des Deutschen Wetterdiensts, des Deutschen Polleninformationsdiensts oder des Umweltbundesamts
der Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdiensts
Bei den Apps besteht teilweise auch die Möglichkeit, die eigenen Symptome einzugeben und so eine individualisierte Belastungsvorhersage zu erhalten.1 Diese Informationsquellen können nützliche Stützen für die Alltags- oder auch Urlaubsplanung sein.
Diese Medien bieten regionale und überregionale Vorhersagen und aktuelle Informationen zu den wichtigsten Pollen und der Belastung in der jeweiligen Region an. Darüber hinaus zeigen sie auch auf, wie sich diese über den Tagesverlauf verändert und welche weiteren Faktoren die allergischen Beschwerden verstärken könnten wie1,3,4
Temperatur
Wetterverhältnisse wie Gewitter oder Regen
Luftqualität mit Informationen zu Luftschadstoffen wie Feinstaub oder Ozon
Besonders Letztere reizen die Atemwege zusätzlich. So dringt das Ozon tief in die Lunge ein, wo es das Lungengewebe schädigt und dieses damit für Allergene und Schadstoffe angreifbarer macht.3
Info: Gewitter und Asthma
Gewitter können schwere Heuschnupfensymptome wie allergisches Asthma oder allergischen Schnupfen hervorrufen. Experten sprechen dann von einem Gewitter- oder Thunderstorm Asthma.4
Bei starkem Pollenflug oder einer hohen Feinstaub- und Ozonbelastung ist es ratsam, Aktivitäten im Freien so weit wie möglich einzuschränken oder auf eine andere Tageszeit zu legen. So eignen sich im Stadtgebiet die frühen Morgen- und im ländlichen Raum die frühen Abendstunden, um zum Beispiel Einkäufe zu erledigen oder Sport zu treiben. Auch regnerische Tagesabschnitte oder der Zeitraum danach kommen für diese Aktivitäten infrage.1
Weitere Maßnahmen, um sich außer Haus vor den Pollen zu schützen, können sein:1,5
Sonnenhut und mit einem Haargummi zusammengefasstes Haar, um zu vermeiden, dass sich Pollen hier absetzen
Mund-Nasen-Schutz, um das Eindringen der Pollen zu vermeiden
Sonnenbrille mit einer engen Passform, damit die Augenschleimhaut nicht gereizt wird
Geschlossene Autofenster und ein regelmäßig gewechselter Mikrofilter der Lüftungsanlage
Auch in der Wohnung lässt sich einiges machen, um die Belastung während der Pollensaison gering zu halten1:
Stoßlüften nach Pollenflugvorhersage, nach einem längeren Regenguss, in den Morgen- oder Abendstunden
häufiger Möbeloberflächen, Polster und Böden feucht wischen oder absaugen
Staubsauger mit einem HEPA- oder Wasserfilter anschaffen, manchmal lassen sich die Filter aber auch für den vorhandenen Staubsauger nachrüsten
Anbringen eines Pollenschutzgitters am Fenster, das reduziert die Menge an Pollen, die durch das Lüften eindringt
ein Raumfilter filtert neben Pollen auch Staubpartikel aus der Luft
auf Schnittblumen verzichten, da diese ihre Pollen in der Wohnung verteilen können
Eine Dusche mit Haarwäsche und ein Kleidungswechsel beugen vor, dass sich mit der Straßenkleidung und Schuhen eingetragene Pollen in der Wohnung weiter ausbreiten.
Ist die Heuschnupfenallergie ärztlich bestätigt, werden in der Regel Antihistaminika empfohlen. Diese wirken besonders schnell in Form von Augentropfen oder Nasensprays. Daneben sind auch Tabletten erhältlich. Tritt ein allergisches Asthma auf oder entzündet sich die Nasenschleimhaut, können Präparate mit Kortison nötig sein.
Salzhaltige Nasenduschen oder -sprays reinigen die Nasenschleimhäute von Pollen und beugen so einer weiteren Reizung vor. In manchen Fällen sinkt so der Bedarf an Medikamenten. Kühle Kompressen lindern den Juckreiz an den Augen.
Einen ganzen Ratgeber-Artikel zum Thema Heuschnupfen finden Sie hier bei Shop Apotheke.
Wirkstoffe wie Antihistaminika zielen lediglich darauf ab, die Symptome zu lindern, beheben aber nicht deren Ursache. Bei einer Allergie handelt es sich im Allgemeinen um eine überschießende Immunreaktion. Um sich davor zu schützen, dass die Allergie zu Asthma führt oder weitere Allergien hinzukommen, kann daher eine Allergen-spezifische Immuntherapie oder Desensibilisierung helfen. Dabei verabreicht die ärztliche Fachperson das Allergen in einer zunächst niedrigen Dosis. Diese wird über einen längeren Behandlungszeitraum so lange gesteigert, bis keine allergische Reaktion mehr ausgelöst wird. Die Behandlung kann etwa drei Jahre dauern. Einen Artikel dazu finden Sie hier.
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Referenzen
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit. Tipps für Menschen mit Pollenallergie. https://www.klima-mensch-gesundheit.de/allergie-und-allergieschutz/tipps-fuer-menschen-mit-pollenallergie/ Abruf 25.02.2025
Helmholtz Zentrum München. Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). Lungeninformationsdienst. Asthma bronchiale. https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/asthma Abruf 25.02.2025
Deutscher Allergie- und Asthmabund. Ozon, Pollen und die Lunge. https://www.daab.de/blog/2023/08/umweltmedizin-ozon-pollen-und-die-lunge#:~:text=Mit%20steigender%20Ozonbelastung%20verschlechtern%20sich,gereizten%20Atemwege%20werden%20zus%C3%A4tzlich%20belastet Stand: 17.08.2023, Abruf 25.02.2025
Helmholtz Zentrum München. Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH). Allergieinformationsdienst. Gewitterasthma. https://www.allergieinformationsdienst.de/aktuelles/schwerpunktthemen/gewitterasthma
Die Techniker Krankenkasse. Heuschnupfen adé – Dank Maske? https://www.tk.de/techniker/magazin/themen/spezial/allergie/allergie-heuschnupfen-weniger-beschwerden-maskenschutz-2102108 Abruf 25.02.2025
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Titelbild: AdobeStock