Infos für MS Angehörige

Infos für MS Angehörige

Wie sich MS auf das Familienleben auswirkt

Wenn bei einem Patienten Multiple Sklerose diagnostiziert wird, hat das auch einen unmittelbaren Einfluss auf alle Menschen in seiner Umgebung. Wenn eines Ihrer Familienmitglieder plötzlich mit Multipler Sklerose diagnostiziert wird, werden Sie zuerst einmal fragen: „Was ist eigentlich MS?“ Es kann für Sie sehr hilfreich sein sich gleich zu Beginn gründlich über diese Krankheit MS informieren. Auf unserem smart WISSEN MS Magazin finden Sie weitere Informationen zu:

Welche Ursachen und Folgen hat MS?

Wie wird MS behandelt?

Welche Verlaufsformen gibt es?

Die Angst und die Wut, die Sie nach der Diagnose vielleicht verspüren, sind real. MS ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Sie und Ihr Angehöriger empfinden daher zu Recht die ganze Palette von Emotionen, von Angst, über Wut, bis zur Leugnung. Die Herausforderung ist es, diese Emotionen miteinander zu teilen, und zwar in einer konstruktiven Art und Weise, sodass Sie sich diesen gemeinsam stellen können.

Tipps für den Umgang mit der für alle Beteiligten neuen Situation:

  • Entlasten Sie Ihren Angehörigen
    Denken Sie an die vielen kleinen und großen Dinge, die Ihnen leicht von der Hand gehen, die für Ihren Angehörigen mit MS aber kraftraubend sind und daher schwer fallen können bzw. bei ihm viel länger dauern.
  • Achten Sie auf äußere Faktoren
    Seien Sie achtsam und denken daran, dass bestimmte Umweltfaktoren, Situationen und andere äußere Einflüsse Ihren an MS erkrankten Angehörigen beeinträchtigen können. Hitze und Infektionskrankheiten können die Symptome verschlimmern, laute und übermäßig stimulierende Ereignisse können den Patienten erschöpfen. Gönnen Sie ihr oder ihm nach einer anstrengenden Aktivität einige Zeit Ruhe.
  • Sehen Sie Bedürfnisse voraus und achten Sie auf Fallstricke
    Wenn Ihr Angehöriger hitzesensitiv ist, informieren Sie sich gemeinsam über Strategien zur Kühlung. Wenn Ihr Angehöriger auf längeren Distanzen nicht gut zu Fuß ist, fahren sie zum Zielort. Bitten Sie Ihren Angehörigen sich rechtzeitig zu melden, wenn die Leistungsfähigkeit auf Grund der Fatigue nachlässt. Durch die Überanstrengung, die dies für den Betroffenen bedeutet, steigt auch das Unfallrisko.
  • Die MS steht nicht allein
    Machen Sie sich klar, dass die MS nicht für jede Erkrankung verantwortlich ist, die Ihr Angehöriger bekommt. Dass jemand MS hat, macht ihn nicht immun gegen andere Krankheiten. Vernachlässigen Sie also nicht die Gesundheitsvorsorge und behandeln Sie akute Krankheiten weiter mit Medikamenten. Machen Sie Ihren Angehörigen bei aktuten Erkrankungen auf die Notwendigkeit eines Arztbesuches aufmerksam. Die Kombination mehrerer Erkrankungen stellt auch eine zusätzliche Herausforderung für den MS Kranken dar.
  • Überstehen Sie die Hochs und Tiefs in Ihrer Beziehung
    Seien Sie geduldig und unterstützend miteinander. Es wird gute und schlechte Tage geben und alles dazwischen. Bei größeren Problemen, seien es medizinische, finanzielle oder psychologische suchen Sie professionelle Hilfe auf. Geduld, Unterstützung, Kommunikation und Empathie wird Ihnen und Ihrem Angehörigen dabei helfen, die Ups and Downs im Leben mit MS zu meistern.
  • Achten Sie auf sich selbst
    Der Umgang und die Betreuung eines Angehörigen mit MS kann zu einer emotionalen Überforderung führen, physisch erschöpfend sein, erdrückend und auch monoton – für Sie beide. Geben Sie auf keinen Fall Ihre persönlichen Interessen auf, und auch nicht Ihre gemeinsamen. Achten Sie auf Zeichen von Depression und Erschöpfung, wie sie bei betreuenden Personen häufig vorkommen. Sprechen Sie offen mit Ihren Freunden und suchen Sie sich ggf. auch professionelle Hilfe.

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