So ungefähr ab dem sechsten Monat heißt es „Ran an den Löffel“, Babys Energiebedarf steigt und Milch allein reicht einfach nicht mehr aus. Es ist Zeit für Brei – was es auf dem Weg vom Fläschchen zum Löffelchen zu beachten gibt, und wie der Start in die Beikost am besten gelingt, erfahren Sie hier.

Sanfter Start in die Beikost

Beim Start in die Beikost brauchen Sie vor allen Dingen Geduld und ein großes Lätzchen – erwarten Sie in den ersten Wochen noch keine Wunder, wahrscheinlich landet der Brei bei den ersten Löffel-Versuchen überall, nur nicht im Mund. Ist Ihr kleiner Schatz wirklich schon bereit für die Beikost? Folgende „Anzeichen“ sprechen dafür:

  • die Händchen Ihres Kindes wandern vermehrt in Richtung Mund
  • Baby verfolgt mit den Augen jeden Löffel oder jede Gabel von Mama und Papa
  • Das Köpfchen kann schon gut gehalten werden
  • Der Appetit Ihres Kindes nimmt zu, die Abstände zwischen den Mahlzeiten kürzer
  • Baby zeigt Bereitschaft zum Kauen und hat evtl. schon Zähnchen
  • Der Zungenstreckreflex ist abgeschwächt

Wann der richtige Zeitpunkt für die ersten Brei-Versuche gekommen ist, hängt ganz von Ihrem Kind ab und ist von Baby zu Baby verschieden. Unser Tipp: Beginnen Sie am besten bei der Mittagsmahlzeit mit den ersten Löffel-Versuchen, wenn Ihr Baby schon etwas getrunken hat und ein wenig gesättigt ist. Beim Start in die Beikost ist Ruhe, Zeit und eine entspannte Atmosphäre gefragt. Achten Sie darauf, dass der Babylöffel möglichst flach und schmal ist. Ein zu tiefer Löffel erschwert das Aufnehmen des Breis. Beginnen Sie mit kleinen Portionen auf dem Löffel.

Zeit für Brei – was kommt auf den Löffel?

Am besten Sie starten mit einem Gemüsebrei – früher wurde fast immer mit Frühkarotten begonnen, heute kommt man davon aber mehr und mehr weg. Da die Kleinen bei der Einführung der Beikost sowieso schon zu Verstopfung neigen können und Karotten eine zusätzliche stuhlfestigende Wirkung haben. Besser eignet sich als Startgemüse Pastinake oder Kürbis. Beide schmecken leicht süßlich, sind allergenarm und werden meist von Babys gern gegessen. Nach einer Woche Gemüsebrei können ebenfalls Kartoffeln auf Babys-Speiseplan stehen und eine noch eine Woche später darf auch Fleisch dazu kommen.

Hat sich Ihr kleiner Essens-Entdecker an die Mittagsmahlzeit gewöhnt, können Sie langsam einen weiteren Brei anbieten. Oft wird nun die abendliche Still- oder Fläschchenmahlzeit durch einen Getreide-Brei ersetzt. Die wertvolle Kombination aus Milch und Getreide versorgt Ihr Baby mit vielen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen.

Als dritte Brei-Variante können Sie nachmittags einen milchfreien Getreide-Obst-Brei anbieten. Am besten verträglich für Babys im Beikostalter sind säurearme Obstsorten wie zum Beispiel Äpfel, Birnen, Bananen, Pfirsiche oder Melonen. Da mit jedem neuen Brei eine Milchmahlzeit und somit Flüssigkeit weg fällt, wir das Thema Trinken für Ihren kleinen Schatz immer wichtiger. Bieten Sie Ihrem Kind jetzt ungesüßten Tee oder Wasser an.