Eine volle, glänzende und geschmeidige Haarpracht gilt seit Jahrtausenden als Symbol der Schönheit und Gesundheit. Gepflegtes Haar wird bis heute als ein Indiz für ein gepflegtes Äußeres angesehen. Experten schätzen jedoch, dass circa ein Drittel der Deutschen an Haarausfall und immer dünner und schütter werdendem Haar leidet. Die gute Nachricht ist jedoch: In vielen Fällen lässt sich mit gesunder Ernährung und der richtigen Haarpflege der Haarausfall aufhalten.

HaarausfallAnlagebedingter Haarausfall.

Anlagebedingter Haarausfall, auch androgenetische Alopexie genannt, hat keine hormonelle Störung als Ursache, obwohl das männliche Geschlechtshormon Testosteron einen großen Anteil an dem Problem hat. Bei anlagebedingtem Haarausfall reagieren die Haare überempfindlich auf das männliche Geschlechtshormon und fallen aus. Grund für diese Überempfindlichkeit ist eine Erbanlage. Falsch ist jedoch die Annahme, dass diese Form des Haarausfalls nur bei Männern auftreten kann. Auch Frauen können unter der Überempfindlichkeit gegenüber Testosteron leiden. Der Haarausfall bei Männern ist jedoch häufiger.

Kreisrunder Haarausfall.

Die Ursachen für kreisrunden Haarausfall, auch Alopecia areate genannt, sind weitestgehend unbekannt. Es wird aber vermutet, dass er durch einen Fehler im Immunsystem begünstigt wird. Eine Vererbbarkeit des kreisrunden Haarausfalls ist wahrscheinlich, aber noch nicht endgültig belegt.

Diffuser Haarausfall.

Die Gründe für diffusen Haarausfall können sehr unterschiedlich sein, sind aber meistens durch Nährstoffmangel begünstigt. So können beispielweise radikale Diäten oder Essstörungen der Grund für dünner werdendes Haar sein. Aber auch chronische Darmerkrankungen, die eine vollständige Aufnahme von Vitaminen und Mineralien verhindern, oder Erkrankungen wie Grippe können Schuld an Haarausfall sein. Darüber hinaus begünstigen einige Medikamente wie Blutverdünner und Betablocker lichter werdendes Haar. Diffuser Haarausfall bei Frauen hat oft ein Übermaß an Pflege als Ursache.

Ärztlichen Rat suchen.

Gerade weil Haarausfall so viele verschiedene Ursachen haben kann, ist eine eindeutige Diagnose des behandelnden Arztes wichtig. Grundsätzlich gilt: Je früher der Haarausfall erkannt wird, desto mehr Haar kann erhalten und gerettet werden. Gerade bei hormonellem oder nährstoffbedingtem Haarausfall können durch eine Veränderung der Medikation oder eine Ernährungsumstellung oft relativ bald sichtbare Erfolge verzeichnet werden.

Tipps gegen Haarausfall bei Frauen:

  • Dosieren Sie Shampoo sparsam. Bereits eine kleine Menge reinigt die Haare und befreit sie von Fett und Schmutz. Wer regelmäßig viel Shampoo benutzt, belastet und beschwert das Haar unnötig.
  • Einmal pro Woche sollten Sie Ihrem Haar eine Kur oder Maske gönnen, die auf die speziellen Bedürfnisse Ihrer Haare abgestimmt ist.
  • Besonders im Sommer können Haare unter der hohen Sonneneinstrahlung leiden. Sie werden heller, aber auch trockener und brüchiger. Gerade jetzt sind Spülungen und Haarmasken besonders wichtig, um dem Haar Feuchtigkeit zurückzugeben.
  • Nach dem Waschen sollten Sie Ihre Haare, wenn möglich, an der Luft trocknen lassen. Das belastet das Haar nicht. Wer dazu keine Zeit hat, sollte die Haare nach dem Waschen für einige Minuten in ein Handtuch legen, das bereits einen Teil der Feuchtigkeit aufnimmt. Rubbeln Sie Ihre Haare nicht trocken, das raut die Haarstrukturen unnötig auf.
  • Föhnen Sie Ihr Haar nicht zu heiß. Hitze belastet das Haar sehr. Auch beim Glätten der Haare  sollten Sie darauf achten, dass das Gerät nicht zu heiß eingestellt ist. Spliss und Haarbruch können sonst die Folgen sein.
  • Gönnen Sie Ihrem Haar immer wieder Pausen. Wer regelmäßig seine Haare färbt, tönt oder bleicht, belastet oftmals auch die Kopfhaut sehr. Die Folgen sind dann oftmals Schuppen und lichter werdendes Haar.