Die sogenannten Superfoods sind in aller Munde – doch was genau ist eigentlich ein Superfood? Und wie super sind diese Nahrungsmittel wirklich? Wir sind der Sache einmal auf den Grund gegangen und verraten Ihnen in unserer Superfood-Reihe einige interessante Dinge über Chia-Samen, Chlorella, Spirulina & Co.

Was genau sind eigentlich Superfoods?

Superfoods sind Nahrungsmittel, in denen große Mengen an wertvollen Inhaltsstoffen stecken. Sie zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien aus und können sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Schon in kleinen Mengen decken Superfoods den Nährstoffbedarf unseres Körpers ab. Neben den bekannten Exoten wie Acai, Goji, Chia-Samen oder Matcha, gehören aber auch viele heimische Nahrungsmittel wie Grünkohl, Kürbis, Heidelbeeren oder Nüsse zu den Superfoods.

Teil 1 unserer Superfoods-Reihe: Chia-Samen

Chia ist ein Gewächs aus der Gattung der Salbeipflanzen, das ursprünglich aus Mexico und Guatemala stammt. Die kleinen schwarzen oder grauen Samen waren bereits Grundnahrungsmittel und Heilmittel der alten Mayas und Azteken. Chia zählt genau wie Amarant, Buchweizen oder Quinoa zu den sogenannten Pseudogetreide-Sorten, das bedeutet, dass man es ähnlich wie Getreide verwenden kann. Allerdings besitzt Chia-Mehl keine Eigenbackfähigkeit, so dass der Teig einfach auseinanderlaufen würde. Deshalb kommen die kleinen Körner in Backwaren auch „nur“ als ergänzende Zutat zum Einsatz.

Was genau steckt drin in Chia-Samen?

Tatsächlich stecken in Chia-Samen eine Reihe interessanter Inhaltsstoffe: Sie enthalten zum Beispiel fünf Mal so viel Calcium wie Milch und einem hohen Anteil an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren. Der Eisengehalt ist höher als in Spinat. Das Besondere an Chia-Samen: Kommen Sie mit Wasser in Berührung, bildet sich eine Gel-Schicht um die kleinen Körner. Bei diesem Prozess vergrößern die Samen ihr Gewicht um das Neun- bis Zehnfache und sind so die perfekten Sattmacher. Zudem enthalten sie viele Ballaststoffe (die tägliche Empfehlung von 15 Gramm Chia-Samen enthalten 5,6 Gramm Ballaststoffe – das sind bereits 22 % des empfohlenen Tagesbedarfs)

Hochwertige Proteine

Mit einem Proteingehalt von über 16 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm übertreffen Chia-Samen Getreidesorten wie Weizen. Proteine können die Konzentration steigern und Heißhunger reduzieren, darüber hinaus regen sie den Stoffwechsel an und helfen Muskelmasse aufzubauen.

Vitamine, Mineralien, Spurenelemente

In Chia-Samen stecken Vitamin A, B-Vitamine, Niacin, Calcium, Phosphor, Magnesium und Mangan. Die enthaltenden Omega-3-Fettsäuren sorgen dazu für eine bessere Absorption fettlöslicher Vitamine. Niacin kann zum Beispiel dabei helfen den Blutdruck zu regulieren und den Stoffwechsel anzuregen. Das Spurenelement Mangan ist für den Aufbau der Knochen wichtig und unterstützt neurologische Funktionen. Chia-Samen sind ebenfalls reich an Phosphor, das für die Erhaltung gesunder Knochen und Zähne wichtig ist.

Wie kann ich Chia-Samen zu mir nehmen?

Chia-Samen können auf viele Arten in der Ernährung eingesetzt werden: in Brot oder Brötchen, in Joghurt, Müsli, Suppe, Smoothie oder im Salat – aufgrund ihres neutralen Geschmacks passen Sie zu vielen Lebensmitteln. Im Wasser aufgequollene Chia-Samen können aber auch als Ei- oder Margarine-Ersatz beim Backen oder als Geliermittel für Pudding und Soße zum Einsatz kommen.

Chia-Samen in guter Qualität

Bei der Auswahl der Chia-Samen sollten Sie immer auf eine gute Qualität achten. Nährwerte, Vitamine und Mineralien der Samen sind hoch dosiert und in einer ausgewogenen Zusammensetzung. Chia kann die Gesundheit aus ernährungstechnischer Sicht positiv beeinflussen und durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aktiv vor Krankheiten schützen. Die enthaltenen Antioxidantien unterstützen außerdem aktiv unsere Zellen bei der Abwehr schädlicher Einflüsse. Chia-Samen können also durchaus eine Bereicherung auf dem Speiseplan sein und sollten als zusätzlicher Baustein einer ganzheitlichen gesunden Ernährung betrachtet werden.