Asthma: regelmäßige Arzttermine


Um Asthma-Anfälle zu vermeiden, ist eine gut eingestellte Therapie wichtig. Ob dies der Fall ist, überprüfen Ärztinnen und Ärzte in regelmäßigen Check-ups. Hierbei bestimmen sie unter anderem den Grad der Asthma-Kontrolle.1
Unter Asthma-Kontrolle versteht man das Ausmaß, in dem die Auswirkungen des Asthmas erkennbar sind oder durch die Behandlung verringert beziehungsweise beseitigt wurden.
Asthma-Kontrolle umfasst zwei Aspekte: die Symptomkontrolle und die Risikofaktoren für künftige Verschlimmerung der Symptome (Exazerbationen) durch beispielsweise Asthmaschübe.2
Der Grad der Asthma-Kontrolle gibt also an, wie gut das Asthma therapeutisch eingestellt und kontrolliert ist.3
Eine gut eingestellte Therapie ist kein Garant, dass das Asthma auch zukünftig optimal kontrolliert bleibt. Es kann zum Beispiel aufgrund einer einfachen Erkältung, die länger andauert, oder anderen Erkrankungen dennoch zu Asthmaanfällen oder einer Verschlechterung der Lungenfunktion kommen. Dann ist unter Umständen eine Anpassung der bisherigen Therapien notwendig.
Auch gut eingestellte Asthmakranke sollten daher regelmäßige Check-ups machen lassen. Denn Check-ups dienen vor allem dazu, den erreichten gesundheitliche Zustand zu erhalten oder wenn möglich gar zu verbessern.4
Damit Sie und Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr Arzt sich ein umfassendes Bild über Ihr Asthma und den Verlauf machen können, ist es wichtig, alle relevanten Fakten und Fragen beim Check-up zu besprechen.
So bereiten Sie sich auf das Gespräch vor:4,5
Welche Symptome hatten Sie?
Zu welcher Uhrzeit sind sie aufgetreten?
Wie lange haben die Beschwerden angedauert?
Wo waren Sie zu diesem Zeitpunkt?
Was haben Sie gegen die Beschwerden getan und wie hat es gewirkt?
Erstellen Sie eine Liste mit allen Medikamenten und auch Nahrungsergänzungsmitteln, die Sie einnehmen. Das ist wichtig, da es zu Wechselwirkungen unter den Medikamenten und Mitteln kommen kann. Zudem können einige Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel auch Ihr Asthma oder Ihr Asthmamedikamente beeinflussen.
Sie sollten wissen, wann es zu Phasen von Husten, Keuchen, Kurzatmigkeit oder Engegefühl in der Brust kommt.
Notieren Sie, wenn Sie Erkältungen hatten, die tiefer in die Atemwege vorgedrungen sind oder mehr als zehn Tage brauchten, um zu verschwinden.
Notieren Sie weitere Erkrankungen oder bestehende Allergien.
Wissen Sie, ob in der Familie Asthma oder Allergien aufgetreten sind?
Notieren Sie, welche Reize Ihre Symptome auslösen oder verschlimmern.
Notieren Sie, welche Symptome ein normales, aktives Leben erschweren.
Eigenen Fragen oder Anliegen
Überlegen Sie, ob Sie weitere Informationen benötigen, zum Beispiel zu den Behandlungsmöglichkeiten, deren Vor- und Nachteilen oder darüber, was Sie selbst tun können.
Schildern Sie Ihre persönlichen Umstände, sodass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt dies in die weitere Therapieentscheidung einbeziehen kann. Erkundigen Sie sich, ob beispielsweise eine Reha für Sie infrage kommt. Lassen Sie sich auch erklären, was mögliche Nachteile davon sind, wenn Sie keine regelmäßigen Check-ups machen.
Um die hohe Qualität unserer Inhalte sicher zu stellen, wurde dieser Text von unserem Team aus Apothekerinnen und Apothekern geprüft. Die bereitgestellten Inhalte dienen lediglich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Die Texte sind nicht zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten gedacht.
Referenzen
Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB). Asthma-Kontrolle. https://www.daab.de/atemwege/asthma/asthma-kontrolle/asthma-kontrolle Abgerufen: 28.02.2024
Global Initiative for Asthma (GINA) Pocket Guide. Asthma management and prevention for adults, adolescents and children 6-11 years. https://ginasthma.org/wp-content/uploads/2023/07/GINA-2023-Pocket-Guide-WMS.pdf Letztes Update Juli 2023, Abgerufen: 28.02.2024
S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. zur fachärztlichen Diagnostik und Therapie von Asthma 2023. AWMF-Registernr.: 020-009. https://register.awmf.org/assets/guidelines/020-009l_S2k_Fachaerztliche-Diagnostik-Therapie-von-Asthma_2023-03.pdf Veröffentlicht: 06.03.2023, Abgerufen: 28.02.2024
National Heart, Lung and Blood Institute (NHI). Tips for talking with your healthcare provider. Learn More Breathe Better program. NIH Publication No. 20-HL-8120; 2020. https://www.nhlbi.nih.gov/resources/lmbb-tips-talking-your-health-care-provider-about-asthma-fact-sheet Abgerufen: 28.02.2024
Stiftung Gesundheitswissen. Gut vorbereitet – so gelingt das Gespräch mit dem Arzt. https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/patient-arzt/gut-vorbereitet-so-gelingt-das-gespraech-mit-dem-arzt Abgerufen: 28.02.2024
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