COPD Behandlung


Eine Heilung der chronischen obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) ist noch nicht möglich. Eine COPD Behandlung umfasst daher vier Schwerpunkte:
Überwachung der Krankheit (z.B. Häufigkeit und Schwere der Symptome und Krankheitsschübe)
Reduzierung der Risikofaktoren
Verlangsamung oder zumindest eine Stabilisierung des Fortschreitens der COPD
Langzeittherapie und Behandlung akuter Verschlimmerungen der Symptome
Mit einem guten COPD-Management kann das Fortschreiten der Lungenerkrankung gebremst, eventuell sogar gestoppt werden. In den meisten Fällen lassen sich die Symptome mildern, was die Lebensqualität der Patienten erhöht. Auch das Risiko, dass Begleiterkrankungen auftreten, lässt sich durch entsprechendes Management verringern.
Die Ziele eines effektiven COPD-Management sind also:
Verzögerung des Krankheitsfortschritts
Lindern der Symptome
Verbesserung des Gesundheitszustands und der Belastbarkeit des Patienten
Vorbeugen und Behandeln von Krankheitsschüben (Exazerbationen)
Vorbeugen und Behandeln von begleitenden Beschwerden
Erhalten einer möglichst hohen Lebensqualität der Patienten
Erhöhung der Lebenserwartung
Und dabei sind oft große Fortschritte zu erzielen!
Arzt und Patient stehen zur Prävention und Behandlung der COPD verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die wir unterteilen in:
Medikamentöse Behandlung der COPD und Nicht-Medikamentöse Behandlungsformen der COPD.
Im November 2016 hat die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) eine komplett überarbeitete Version ihrer Empfehlungen für die Therapie der COPD veröffentlicht, die Lungenärzte weltweit als Richtlinie für die Behandlung der COPD nutzen. (2) werten neben einer bestimmten Art von Medikamenten auch die nicht-medikamentösen Therapieformen auf. Die GOLD-Autoren räumen Maßnahmen wie Schulung, Rauchentwöhnung, Trainingstherapie und Rehabilitation einen hohen Stellenwert ein und sehen diese mindestens gleichberechtigt neben der medikamentösen Behandlung.
Außerdem sollte nach den Empfehlungen der GOLD-Kommission jeder COPD-Patient gegen Influenza und Pneumokokken geimpft sein. In Deutschland liegt die Impfrate bei COPD-Patienten gerade mal bei 40% für Influenza und bei unter 20%., für Pneumokokken. (3)
Um die hohe Qualität unserer Inhalte sicher zu stellen, wurde dieser Text von unserem Team aus Apothekerinnen und Apothekern geprüft. Die bereitgestellten Inhalte dienen lediglich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Die Texte sind nicht zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten gedacht.
Referenzen
(1) Vogelmeier C. et al.: Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD). Pneumologie 2007; 61; e1-e40
(2) http://goldcopd.org/gold-2017-global-strategy-diagnosis-management-prevention-copd/
(3) Arnd M.: Neue GOLD-Empfehlungen für COPD jetzt verfügbar: Nicht-medikamentöse Therapie und Bronchodilatation deutlich aufgewertet. Medscape 9. Feb. 2017
Bildhinweise
Titelbild: AdobeStock