Symptome des Diabetes

Symptome des Diabetes

Diabetes Alarmsignale erkennen

Es gibt mehrere Anzeichen für eine diabetische Erkrankung, wobei sich der Typ-2-Diabetes schleichend entwickelt und oft jahrelang keine Beschwerden verursacht. Die wichtigsten Anzeichen für erhöhte Blutzuckerwerte sind großer Durst und das Bedürfnis, häufig Wasser zu lassen. Wer am Tag unter normalen Bedingungen 4 Liter Wasser oder mehr trinkt und ungewöhnlich häufig auf die Toilette muss, sollte auf jeden Fall sein Blut untersuchen lassen oder sich zumindest einen Diabetes-Teststreifen in der Apotheke besorgen.

Bei manchen Menschen führt Diabetes jedoch nicht zu diesen typischen Anzeichen, sondern zu weniger charakteristischen Beschwerden, wie anormaler Hunger, Müdigkeit und Abgeschlagenheit und trockene Haut. Da diese Beschwerden auch bei ganz anderen Erkrankungen auftreten können, werden sie oft nicht ernst genommen.

Symptome eines Diabetes

  • Häufiger Harndrang, insbesondere nachts (normal sind ca. 4-7 mal/24h).
    Da die überschüssige Glucose (Traubenzucker) über den Urin abgegeben wird, wird mehr Urin produziert.
  • Starker Durst und Mundtrockenheit.
    Wegen des größeren Harnvolumens verliert der Patient viel Wasser, er wird durstiger.
  • Trockene Haut und Juckreiz.
    Das häufige Wasserlassen trocknet auch die Haut aus.
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit.
    Da die Glucose in den Zellen des Körpers nicht verstoffwechselt werden kann, herrscht Energiemangel. Der Patient fühlt sich anormal müde.
  • Schlecht heilende Wunden.
    Mit der Zeit schädigt der hohe Blutzuckerspiegel das Nervensystem. Es nimmt Wunden schlechter wahr, und sie heilen langsamer.
  • Neigung zu Infektionen (Haut- und Fußpilz, Parodontitis, häufige Erkältungen).
    Pilzinfektionen werden häufiger, weil Pilze sich von Glucose ernähren.
  • Verschlechtertes Sehen.
    Die Imbalance des Flüssigkeitshaushaltes im Körper verändert Form und Akkomodationsfähigkeit der Linsen.
  • Gewichtsverlust (Typ 1-Diabetes).
    Weil der Körper keine Energie aus der Glucose gewinnen kann, werden Fett- und Muskelgewebe abgebaut.
  • Geruch der Atemluft nach Aceton (Nagellackentferner) (Typ 1-Diabetes).
    Beim Abbau von Fett entstehen Ketone, zum Beispiel Aceton, die sich im Blut anreichern können (diabetische Ketoazidose).

Symptome bei Frauen

Die oben genannten Symptome gelten für beide Geschlechter. Manche eher unspezifischen Symptome können jedoch bei Frauen mit Diabetes gehäuft auftreten, dazu gehören:

  • vaginale und orale Pilzinfektionen
  • Harnwegsinfektionen
  • gelegentlich Menstruationsstörungen

Wann zum Arzt?

Jeder, der längere Zeit unter solchen Beschwerden leidet, sollte einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Das gilt vor allem für Patienten, die älter als 45 sind und noch andere Diabetes-Risiken haben. Im Rahmen der ärztlichen Untersuchungen sind erhöhte Nüchtern-Blutzuckerwerte ein wichtiges Signal dafür, dass ein Patient Diabetes-gefährdet ist. Bei auffälligen Werten lässt sich oftmals durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Wird der Diabetes frühzeitig erkannt, können Nervenschädigungen, Herzprobleme und andere Komplikationen und Folgeschäden des Diabetes vermieden werden.

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