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Flöhe beim Hund – So können Sie sie rechtzeitig erkennen und wirksam bekämpfen

Flöhe beim Hund - Ratgeber - shop-apotheke.com

Schnelleinstieg in unsere Themen

Flöhe sind bei Hunden wie Katzen die am häufigsten anzutreffenden Ektoparasiten. Ektoparasiten sind Insekten (zum Beispiel Flöhe) oder Spinnentiere (zum Beispiel Zecken oder Milben), die ihren Wirt von außen befallen. Sie finden sich in den Haaren oder auf der Körperoberfläche von Vierbeinern.

Eine frühzeitige Bekämpfung von Flöhen ist besonders wichtig, da sie sich extrem schnell vermehren und nicht nur ihren Wirt, sondern auch dessen Umgebung bevölkern. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder fünfte Hund von einem Flohbefall (Infestation) betroffen ist.

Was sind Flöhe?

Flöhe gehören zu den flügellosen Insekten. Die weiblichen Flöhe sind meist 2 bis 3 mm lang; die Männchen sind deutlich kleiner. Durch ihre langen Beine können Flöhe bis zu einem halben Meter weite Sprünge machen und so auch leicht einen neuen Wirt befallen. Allerdings ist die Ausbreitung von Wirt zu Wirt vergleichsweise selten. Häufiger breitet sich ein Flohbefall durch das Verbreiten von Floheiern auf einen neuen Wirt aus.

Hunde können von verschiedenen Flöhen befallen werden. Trotz seines Namens ist der Hundefloh (Ctenocephalides canis) eher selten und meist nur auf dem Lande bei Hunden anzutreffen. Wesentlich häufiger werden Hunde vom sogenannten Katzenfloh (Ctenocephalides felis) besiedelt. Generell gilt, dass Flöhe meist dann auf alternative Wirte ausweichen, wenn ihr eigentlicher Wirt nicht verfügbar oder zu dicht besiedelt ist. Auch Menschen können von Katzenflöhe angegangen werden.

Flöhe können drei bis vier Monate alt werden. Ein einzelnes Flohweibchen ist in der Lage pro Tag bis zu 50 Eier zu legen. Diese legt sie direkt in das Fell des Wirtes, der die Eier dann in seiner gewohnten Umgebung verteilt. So kommt es dazu, dass stets nicht nur der Hund selbst, sondern immer auch sein Bewegungsumfeld von einem Flohbefall betroffen ist.

So können Sie einen Flohbefall erkennen

Flöhe werden oft fälschlicherweise mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht. Entsprechend unangenehm sind viele Tierbesitzer überrascht, wenn Sie einen Flohbefall bei ihrem Haustier feststellen.

Oft fällt ein Befall von Flöhen erst in einem Stadium auf, indem bereits eine deutliche Ausbreitung der Parasiten stattgefunden hat. Typische Symptome dafür, dass Ihr Hund von Flöhen befallen ist, sind:

  • häufiges und starkes Kratzen des Tieres
  • beim Auskämmen finden sich ausgewachsene Flöhe im Kamm
  • beim Auskämmen findet sich Flohkot im Kamm
  • Ihr Tier hat typisch Bissstellen. Im Vergleich zu Mückenstichen sind Flohbisse
  • deutlich kleiner und weisen kaum eine Schwellung auf.
  • Ihr Hund hat kleinere Schäden am Fell
  • Sie finden kleinere Wunden auf der Hautoberfläche

Schließlich können die meisten Flöhe auch vom Hund auf den Menschen übergreifen. Wenn eine Person in Ihrem Haushalt von Flohstichen betroffen ist, ist dies meist ein deutliches Zeichen dafür, dass ihr Haustier die Plagegeister angeschleppt und bereits im Haushalt verbreitet hat.
Zum Aufdecken von einem vermeintlichen Flohbefall sind im Handel auch sogenannte Flohlichtfallen erhältlich. Diese strahlen Licht und Wärme aus, die Flöhe anziehen, woraufhin diese auf einer Klebefläche haften bleiben.
Wenn sich Ihr Verdacht auf einen Flohbefall erhärtet, sollten Sie handeln, denn mit jedem Zögern breiten sich die unangenehmen Parasiten weiter aus.

Flohkot findet sich nicht nur im Fell eines befallenen Hundes. Auch auf seinen Schlaf- und Lieblingsplätzen lassen sich die krümeligen Exkremente meist auffinden. Sie können Flohkot an seiner rotbraunen Farbe erkennen. Wenn Sie ihn mit einem Taschentuch leicht zerdrücken, verfärbt sich das Taschentuch rot, da sich im Flohkot unverdautes Blut befindet.

Flöhe können krank machen

Flöhe beißen, saugen Blut und verursachen so bei ihrem Opfer einen starken Juckreiz. Davon ist nicht nur ein befallener Hund als Wirtstier betroffen. Flöhe können auch auf Menschen springen und sich von dessen Blut ernähren. Da Flöhe häufig mehrmals beißen, sind Häufungen mehrerer Einstichstellen nebeneinander ein typisches Zeichen.

Flöhe sind nicht nur lästig, sie können auch krank machen. Zwar übertragen sie meist keine Krankheiten auf den Menschen. Allerdings sind sie durchaus in der Lage, Krankheiten auf Hunde und andere Haustiere zu übertragen.

Die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden eines Flohbefalles beim Menschen sind:

  • starkes Jucken, oft über mehrere Tage
  • Hautreizungen und -entzündungen
  • Wunden und Entzündungen durch sich ausbreitende Pilze und Bakterien
  • allergische Entzündungen der Haut (Flohspeichelallergie-Dermatitis, FAD)
  • eine Übertragung von Bakterien und Viren
  • eine Übertragung des Gurkenkernbandwurms
    Ein extrem starker Flohbefall kann zu einer Blutarmut (Anämie) führen.

Das sollten Sie bei einem Flohbefall tun

Wenn Ihr Hund unter Flöhen leidet, sollten Sie mit ihm bei einem Tierarzt vorstellig werden. Dieser kann Ihnen ein für Ihr Tier und zur Bekämpfung des konkreten Befalls geeignetes Mittel empfehlen. Ein Arztbesuch ist unerlässlich, wenn sich bereits Entzündungen auf der Haut zeigen oder Anzeichen für einen Bandwurmbefall ersichtlich sind.

Was kann der Mensch bei Flohbefall tun?

Natürlich bevorzugen Flöhe die felligen Freunde des Menschen. Ist dieser Wirt jedoch mal nicht in der Nähe und für das Spinnentier unerreichbar, bespringen sie Alternativen. Zu diesen gehören auch Haustierbesitzer. Wenn sich ein Floh auf die Haut des Zweibeiners verirrt, zeigen sich oft Flohbisse in Form von zwei bis drei Stichen in einer Reihe. Die Anordnung ist dabei nur einer der Unterschiede zum Mückenstich. So brennt und juckt der Flohbiss stärker und ist für Betroffene weit aus unangenehmer. Doch nicht nur deshalb ist schnelles Handeln wichtig: Die kleinen Tiere sind Überbringer von Krankheiten. Wer den Erregern, Flöhen und ihren Larven den Gar ausmachen will, kann die Waschmaschine anschmeißen. Wenn möglich, sollte alles bei 60 Grad gewaschen werden. Das Sofa, die Polster, der Teppich oder andere Dinge, die nicht bei hohen Temperaturen in die Waschtrommel gehören, können abgesaugt werden.

Welches Flohmittel eignet sich für Ihren Hund?

Generell lassen sich Präparate zur akuten Behandlung eines Flohbefalles von solchen zur nachhaltigen Bekämpfung und Vorbeugung unterscheiden.

Die akute Behandlung verfolgt das Ziel, alle erwachsenen Flöhe abzutöten sowie die früheren Entwicklungsstadien rückstandslos zu beseitigen.

  • Flohtropfen, sogenannte Spot On Lösungen, werden im Nacken des Hundes auf die Haut aufgetragen. Richtig angewandt sind sie ein sehr wirksames Insektizid. Sie bewirken, dass ein Floh unmittelbar stirbt, wenn er seinen Wirt beißt. Flohtropfen wirken je nach Präparat über mehrere Wochen oder Monate.
  • Flohpuder muss im Gegensatz zu den Tropfen auf dem Tier verteilt werden. Hierzu wird es in das gesamte Fell des Hundes eingerieben. Es tötet die Parasiten sofort, indem es sie austrocknet, und wirkt über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Flohpuder ist auch zur Anwendung auf Textilien und Polstermöbeln geeignet. Da der feine Staub des Puders allerdings auch in die Atemwege des Hundes eindringen kann, ist es zur Anwendung am Tier nur eingeschränkt empfehlenswert.
  • Ähnlich dem Puder können auch Flohsprays Anwendung finden. Sie gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen als Pump- oder Sprühflaschen. Flohsprays werden auf das gesamte Fell aufgesprüht. Allerdings ist bei der Anwendung besondere Vorsicht, da sie nicht in die Augen, Schnauze oder Ohren geraten sollten. Auch Flohsprays können außerhalb des Hundekörpers zur Bekämpfung von Flöhen eingesetzt werden.
  • Auch Flohshampoo kann zur Beseitigung eines akuten Befalles zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um ein mit Insektengift angereichertes Shampoo, das teilweise auch längerfristig wirken kann. Es wird in das zuvor nass eingeweichte Fell des Hundes einmassiert und nach einer Einwirkzeit von mehreren Minuten wieder ausgespült.
  • Medizinische Flohbäder sind eine weitere Alternative zur Behandlung eines akuten Flohbefalles. Im Gegensatz zu Flohshampoos müssen die in das Badewasser eingebrachten Lösungen in der Regel nicht wieder ausgespült werden.Neben der akuten Behandlung stehen vorbeugende Maßnahmen zur Verfügung. Diese präventiven Behandlungen zielen darauf ab, dass ein Hund gar nicht erst oder nicht erneut von plagenden Parasiten heimgesucht wird. Zur Vorbeuge eignen sich sowohl Tabletten als auch Flohbänder. Allerdings können auch die oben genannten Mittel zur Prävention genutzt werden.
  • Flohtabletten werden dem Hundefutter untergemischt und sind zwar für den Parasiten, nicht aber für das Wirtstier schädlich. Flohtabletten bewirken einerseits, dass ein erwachsener Floh beim Beißen stirbt. Andererseits verhindern sie, dass weitere Eier gelegt werden können.
  • Anti-Floh-Halsbänder sind in ihrer Wirkstärke sehr unterschiedlich und sollten unbedingt der Größe des Hundes entsprechend gewählt werden. Sie können Flöhe sowohl abwehren als auch töten. Flohbänder dürfen weder zu eng anliegen noch sollte der Hund in der Lage sein, an ihnen zu lecken oder auf ihnen herum zu kauen.

Die richtige Anwendung von Flohbekämpfungsmitteln ist entscheidend!

Die sachgemäße Anwendung die eingesetzten Flohbekämpfungsmittel ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg einer Behandlung. Wer sich nicht an die Grundlagen des Einsatzes von Flohmitteln hält, wird den lästigen Flohbefall meist nicht loswerden. Wenn Sie ihr Tier mit einem Mittel zur Bekämpfung von Flöhen behandeln sollten Sie daher immer auf die folgenden Punkte achten:

  • Wenden Sie die Mittel strikt nach Anweisung an.
  • Halten Sie die vorgegebenen Behandlungszyklen genau ein.
  • Wenn Sie ihren Hund nach Auftragen eines Flohmittels baden, waschen oder schwimmen lassen, kann dies die Wirkung des Präparates beeinträchtigen.
  • Sollten Sie mehrere Tiere in ihrem Haushalt haben, müssen alle Tiere gleichermaßen gründlich behandelt werden.
  • Vermeiden Sie häufigen Kontakt zu unbehandelten oder fremden Tieren.
  • Kontrollieren Sie den Befall Ihres Hundes regelmäßig mit einem Flohkamm.

Natürliche Alternativen und Hausmittel zur Flohbekämpfung

Der Einsatz von Chemikalien zur Bekämpfung von Flöhen stößt bei vielen Hundebesitzern auf Skepsis. Die Befürchtung ist meist, dass chemische Insektizide dem Haustier selbst schaden könnten. Ob natürliche Alternativen einen Flohbefall effektiv bekämpfen können, hängt meist von dessen Stadium ab. In jedem Fall sind sie zur Vorbeugung geeignet.

Zu den bekanntesten natürlichen Flohabwehrmitteln, die beispielsweise als Badezusatz oder in Form natürlicher Flohsprays Anwendung finden können, zählen:

  • Zitronensaft
  • Essig
  • Lavendel
  • Zedernholz
  • Niemöl
  • Teebaumöl
  • Pfefferminzöl
  • Eukalyptusöl
  • Kokosöl
  • Knoblauch, Salz und Kieselgur eignen sich zur natürlichen Bekämpfung von Flöhen besonders auf befallenen Textilien und Möbeln. Hierzu werden sie großzügig auf die betroffenen Stellen im Haushalt aufgebracht und nach ein bis zwei Tagen gemeinsam mit den toten Parasiten und deren Eiern wieder abgesaugt.

Flöhe in der Umgebung des Hundes bekämpfen

Wenn Ihr Hund unter Flohbefall leidet, ist es unbedingt erforderlich, sein gewohntes Lebensumfeld gründlich mit zu behandeln. Dabei gilt es nicht nur, die erwachsenen Flöhe abzutöten. Um einen Flohbefall effektiv und nachhaltig zu bekämpfen, müssen die Parasiten in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien angegangen werden.

  • Reinigen Sie alle glatten Flächen, die betroffen sein könnten gründlich.
  • Waschen Sie alle abziehbaren Stoffe, Decken, Kissen und Stofftiere bei mindestens 60° C. Am besten ist eine Temperatur von 90° C.
  • Frieren Sie alle Textilien, die Sie nicht heiß waschen können, für mindestens 24 Stunden ein.
  • Saugen Sie Teppiche und Polstermöbel anfangs mehrfach gründlich ab und behandeln Sie diese anschließend mit einem Dampfreiniger.Zur Behandlung von Gegenständen, die von ihrem Hund häufig frequentiert werden (zum Beispiel Körbchen, Hundedecke, Fußmatte oder Transportbox), reichen gewöhnliche Hausmittel häufig nicht aus. Hier können Sie zusätzlich Insektizide einsetzen. Bei Bedarf stehen im Handel alternativ Flohsprays oder Verneblungsautomaten (sogenannte Fogger) zur Verfügung. Während Flohsprays gut lokal angewandt werden können, sind Fogger nur in geschlossenen Räumen zur Behandlung des ganzen Raumes geeignet. Auch hier ist die genaue Beachtung der Anweisungen für einen erfolgreichen und ungefährlichen Einsatz der Mittel äußerst wichtig.

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Expertenrat: Theresa Holler

Expertenrat

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