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Vitamine sind für das Funktionieren eines gesunden Körpers wichtig. Insgesamt 13 der bekannten 20 Vitamine sind für den Menschen sogar unerlässlich. Eines dieser Vitamine ist das Vitamin D, das unter anderem auf den Knochenaufbau und das Immunsystem wirkt. Hier erfahren Sie, was Vitamin D bewirkt, was seine Besonderheit ausmacht und wie Sie Ihren Bedarf an Vitamin D gut decken können.

Was ist Vitamin D und wie viel davon braucht man?

Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, auch Calciferole genannt. Es reguliert den Calcium-Gehalt im Blut und ist für den Knochen- und Zahnaufbau sowie die Bildung von Knorpeln wichtig. Allgemein wird Vitamin D eine positive Wirkung auf die Nerven und das Immunsystem zugeschrieben.

Vitamin D unterscheidet sich vor allem in einer Hinsicht von anderen Vitaminen. Denn es kann sowohl über den Verzehr von Nahrungsmitteln aufgenommen als auch durch die Einwirkung von UVB-Strahlung der Sonne auf den Körper in der Haut gebildet werden. Durch den Einfluss der UVB-Strahlen kann das Provitamin Ergosterol, das dem Körper über den Verzehr von Pflanzen zugeführt wird, in Vitamin D umgewandelt werden.

Die empfohlene Tagesdosis an Vitamin D liegt bei 20 µg. Die Aufnahme von Vitamin D über die Ernährung ist in aller Regel nicht ausreichend, um die zur Deckung des Bedarfs empfohlenen Mengen zu erreichen. Daher ist die sogenannte endogene Synthese durch regelmäßige Sonneneinwirkung wichtig, um einem Mangel vorzubeugen.

Wie viel Sonne für 10.000 – 20.000 IE gebraucht wird, hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Eine leichte Rötung der Haut reicht in jedem Fall aus – riskieren Sie keinen Sonnenbrand!

Falls kein Sonnenbad möglich ist, kann die fehlende Menge an Vitamin D durch zusätzliche Einnahme eines Vitamin-D-Präparates ausgeglichen werden.

Über Lebensmittel kann Vitamin D vor allem durch den Verzehr von Innereien und fettreichen Fischen aufgenommen werden. Zudem enthalten auch Eier, Champignons und Avocados Vitamin D. Geringe Mengen von Vitamin D können dem Körper auch über Milch und Milchprodukte zugeführt werden.

Vitamin-D-Mangel: Symptome erkennen

Schätzungen von Experten zufolge besteht bei einem Großteil aller Menschen in Deutschland eine regelmäßige Unterversorgung an Vitamin D. Dies gilt insbesondere während der Wintermonate, in denen nicht ausreichend Sonnenlicht durchdringt, um eine Versorgung mit Vitamin D über die endogene Synthese auf natürlichem Wege zu sichern.

Ein Mangel an Vitamin D kann sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Betroffene leiden häufig an:

  • Müdigkeit
  • Haarausfall
  • Leistungsschwäche
  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Depressiven Verstimmungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen
  • Infektionsanfälligkeit

Ein Vitamin-D-Mangel über einen längeren Zeitraum kann auch mit ernsthaften Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sowie des Nervensystems einhergehen und das Immunsystem erheblich schwächen.

Von einem möglichen Mangel an Vitamin D können alle Personen betroffen sein, die zu wenig Sonne ausgesetzt sind. Das gilt für ältere Menschen und Heimbewohner. Aber auch dichte Kleidung verhindert das notwendige Eindringen von UVB-Stahlen in die Haut. Ebenfalls verstärkt betroffen sind Menschen mit dunkler Haut. Und auch verschiedene Krankheiten und die Einnahme bestimmter Medikamente können eine Unterversorgung mit Vitamin D begünstigen.

Vitamin D: So gleichen Sie einen Mangel aus

Wenn Sie bei sich einen Vitamin-D-Mangel vermuten, sollten sie etwas unternehmen. Als ersten Schritt sollten sie verstärkt in die Sonne gehen und so versuchen, den Mangel auszugleichen. Ob der Besuch eines Solariums geeignet ist, die Vitamin-D-Produktion anzuregen, ist umstritten.

Falls gezielte Sonneneinstrahlung die Symptome nicht bessert, sprechen Sie ihren Hausarzt auf den vermuteten Mangel an. Dieser kann den Vitamin-D-Spiegel im Blut messen und wird Ihnen ein geeignetes Präparat verordnen, falls sich Ihre Vermutung bestätigt. Allerdings werden sowohl Bluttest als auch Vitamin-D-Präparat nur unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Alternativ stehen verschiedene Tests im Handel zur Verfügung, die eine Kontrolle der Vitamin-D-Versorgung ermöglichen. Auch die Auswahl an frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln zur Einnahme von Vitamin D ist breit.

Welche Vitamin-D-Präparate sind am besten geeignet, um einen bestehenden Mangel auszugleichen?

Das Angebot an Produkten zur Vitamin-D-Versorgung ist vielfältig. Die richtige Wahl kann daher schwierig sein. Oft ist es hilfreich, vor der zusätzlichen Einnahme von Vitamin D einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Vitamin-D-Präparate gibt es als Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Formen. Sie sind einerseits als Kapseln oder Tabletten zur direkten Einnahme beziehungsweise zum Auflösen erhältlich. Andererseits wird Vitamin-D-Öl in Form von Tropfen angeboten. Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel ist frei verkäuflich. Nicht-verschreibungspflichtige Vitamin-D-Präparate werden nur unter bestimmten engen Voraussetzungen (beispielsweise für Osteoporose-Patienten) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Verschreibungspflichtig ist ein Vitamin-D-Präparat, wenn es hochdosiert ist (20.000 I.E.). Auch verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels gibt es in Form von Kapseln, Tabletten oder als Öl. Allerdings kann nur das Vitamin-D-Öl zur Vorbeugung zulasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden.

Eine Sonderstellung unter den Vitaminen-D-Präparaten nehmen hochdosierte Scheidenzäpfchen ein. Sie wurden vor allem entwickelt, um entzündliche Erkrankungen der Vaginalschleimhaut und bestimmte leichte Formen von Inkontinenz zu behandeln. In einigen Fällen wird auch für die Behandlung anderer Krankheiten, zum Beispiel Osteoporose, zu Vitamin-D-Zäpfchen geraten.

Gibt es eine Vitamin-D-Überdosierung?

Auf natürliche Weise, das heißt durch Nahrungsaufnahme und Sonneneinwirkung, ist eine Überdosierung an Vitamin D nicht zu erreichen. Wer allerdings künstliche Vitamin-D-Präparate nutzt, tut gut daran, sich an die empfohlene Dosis zu halten. Bei einer dauerhaften Einnahme zu hoher Dosen an Vitamin D erhöht sich der Kalziumspiegel im Blut. In der Folge kann dies zu Vergiftungserscheinungen und Nierenschäden führen. Hohe Dosen an künstlichem Vitamin D sollten daher nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden.

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Der Bedarf an Vitamin D während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft ändert sich der Bedarf des Körpers an Vitaminen. Besonders zu einer zusätzlichen Einnahme von Folsäure wird schwangeren Frauen einhellig geraten. Auch eine erhöhte Zufuhr von Vitamin D wird von einigen Ärzten und Hebammen empfohlen. Diese soll insbesondere das Wohlbefinden von Mutter und Kind steigern. Andere Untersuchungen deuten allerdings darauf hin, dass eine übermäßige Einnahme von Vitamin D während der Schwangerschaft zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten beim Kind führen kann.

Schwangere Frauen sind insbesondere dann dem Risiko eines Vitamin-D-Mangels ausgesetzt, wenn sie an die Wohnung gebunden und nicht ausreichend im Freien sind. Prinzipiell ist daher auch während der Schwangerschaft eine ausgewogene Ernährungsweise gepaart mit viel Bewegung an der Sonne einer künstlichen Zufuhr von Vitamin D vorzuziehen.

Eine zusätzliche Einnahme von Präparaten zur Regulierung des Vitamin-D-Haushaltes während einer Schwangerschaft sollte immer in Rücksprache mit dem Gynäkologen oder Hausarzt erfolgen.

Der Bedarf an Vitamin D bei Babys

Der normale Tagesbedarf an Vitamin D liegt bei Babys im ersten Lebensjahr bei 10 µg, danach bei 20 µg.

Auch Babys können von einem Mangel an Vitamin D betroffen sein. Insbesondere Babys, die nicht gestillt werden, oder Säuglinge, die ausschließlich gestillt werden und deren Mütter unter einem Vitamin-D-Mangel leiden, sind in der Regel unterversorgt und bedürfen gegebenenfalls einer zusätzlichen Zufuhr von Vitamin D.

Ein Vitamin-D-Mangel kann bei Babys und Kleinkindern insbesondere zu einer Verformung des Knochenskelets führen und Knochenbrüche begünstigen. Auch eine Osteomalazie oder Rachitis (Erweichung der Knochen) kann als Folge einer zu geringen Zufuhr an Vitamin D bei Babys auftreten. Spezielle Beratungen zur Vorbeugung dieser Erkrankungen werden sowohl von Kinderärzten als auch von Hebammen angeboten.

Vitamin-D-Mangel bei Babys: Was kann man tun?

Bei Babys mit einem Verdacht auf einen Mangel kann zusätzliches Vitamin D durch extra angereicherte Babynahrung zugeführt werden. Spezielle Vitamin-D-Präparate für Babys gibt es zudem als Tabletten zum Auflösen oder als Tropfen. Als Richtwert für die Vitamin-D-Gabe bei Säuglingen werden 10 bis 12,5 µg (400 bis 500 I.E.) empfohlen. Eine Überdosierung von Vitamin D bei Babys ist unter normalen Umständen nicht möglich. Erst ab einer sehr hohen Dosis (ab 50 µg) können Symptome wie starkes Schwitzen und verstärkter Durst sowie erhöhter Harndrang und Durchfall auftreten.

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