Die gesunde und vor allem artgerechte Fütterung unserer Hunde liegt voll im Trend. Noch vor 10 Jahren war der Begriff „Barfen“ für die meisten Hundebesitzer ein Fremdwort, heute gibt es wahrscheinlich kaum noch einen Hundehalter, der noch nie etwas davon gehört hat. Fakt ist, dass immer mehr Hundehalter ihre Hunde barfen möchten. In diesem Blog-Beitrag lesen Sie mehr zum Thema Rohkost für Hunde.

Was heißt eigentlich BARF?

2006 hat die Kanadierin Debbie Tripp den Begriff „BARF“ verwendet, um sowohl Hundebesitzer, die ihren Hund nach dieser Methode ernähren, als auch das Futter selbst so zu bezeichnen. Einige Jahre später änderte sich die Bedeutung des Begriffs. Zunächst stand er für „Born-Again Raw Feeders“ (wiedergeborene Rohfütterer), dann für „Bones And Raw Food“ (Knochen und rohes Futter) oder auch Biologically Appropriate Raw Food (Biologisch angemessenes rohes Futter). Eingedeutscht wurde der Begriff mit der Übersetzung „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“.

Barfen: nicht nur rohes Fleisch.

Beim Begriff „barfen“ denken wahrscheinlich viele Menschen, dass es sich ausschließlich um eine reine Rohfleischfütterung handelt. Dabei steht beim Barfen noch viel mehr auf Wauzis Speiseplan. Neben Fleisch sind nämlich auch Obst, Gemüse, Salat, Eier und auch Knochen wichtiger Bestandteil der Fütterung. Alle Produkte werden jedoch roh verfüttert.

Rohfütterung: So klappt es mit der Umstellung.

  1. Informieren Sie sich vorab!
    Bevor Sie mit dem Barfen starten, sollten Sie sich gründlich über die Themen Nährstoffbedarf, Hundeverdauung und Hygiene bei der Lagerung von frischem Fleisch informieren. Lassen Sie Ihren Hund am besten zuvor vom Tierarzt durchchecken.
  2. Planen Sie genügen Zeit ein.
    Bereiten Sie die Futterumstellung behutsam vor. Legen Sie einen kleinen Vorrat des neuen Futters an. Manche Hunde sind zu Beginn mit dem frischen Fleisch überfordert und verweigern das neue Futter. Hier empfiehlt sich eine ganz langsame Umstellung. Reduzieren Sie das alte Futter täglich ein bisschen und geben Sie immer mehr neues Futter dazu.
  3. Das richtige Fleisch.
    Nicht jedes Fleisch eignet sich zum Barfen. So sollte rohes Fleisch vom Schwein oder Wildschwein auf gar keinen Fall gefüttert werden. Dieses kann nämlich den Aujetzky-Virus enthalten, der für Menschen ungefährlich, für Hunde jedoch tödlich sein kann. Gutes Barf-Fleisch ist Muskelfleisch vom Rind, Lamm oder Geflügel. Es kann auch Wild, Kaninchen, Pferd und Fisch gefüttert werden.
  4. Obst, Gemüse & Salat.
    Wie wir Menschen, braucht auch der Hund Vitamine. Ursprünglich hat der Wolf den Magen seines Beutetieres mit gefressen und war so gut versorgt. Beim Barfen sollten Sie Obst und Gemüse pürieren und unter das Fleisch mischen. Für die Fütterung ist alles geeignet außer rohe Kartoffeln, Bohnen, Tomaten, Avocados, Auberginen, Weintrauben, Zwiebeln, Rettich und Hülsenfrüchte.
  5. Ein Schuss Öl.
    Für die Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist es empfehlenswert etwas Öl ins Futter zu mischen. Das Öl sollte immer von guter Qualität sein und am besten kalt gepresst aus ökologischem Anbau. Wechseln Sie immer mal wieder die Sorten: es eignen sich Fischöl, Hanföl, Leinöl, Schwarzkümmelöl oder Kokosöl.
  6. Die Verdauung im Blick.
    Gerade am Anfang der Umstellung sollten Hundebesitzer die Verdauung ihres Vierbeiners besonders im Auge behalten. Neigt der Hund zu Durchfall oder auch Verstopfung, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt sprechen. Der Hund sollte nach der Umstellung gesund und munter wirken und keine Auffälligkeiten zeigen.
  7. Nahrungsergänzung.
    Gerade bei der Futterumstellung kann ein Nahrungsergänzungsmittel helfen, die Bedürfnisse des Hundes abzudecken und eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen sicherzustellen. Das Fit-BARF Starterkit für Hunde eignet sich gut für Barf-Anfänger, da es von der Grundversorgung mit Mikromineralien über die Zufuhr von essentiellen Fettsäuren bis hin zur Unterstützung der Darmflora alles liefert.

Mit unserem Blog-Beitrag konnten wir Ihnen nur einen kleinen Einblick in das große Thema „Barfen“ geben. Es gibt jede Menge Fachliteratur zu diesem Thema und auch Ihr Tierarzt kann Ihnen bei Fragen sicher weiterhelfen.