Achtsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt zu leben und sich und seine Umgebung bewusst wahrzunehmen. Sie hilft vielen Menschen, Stress zu bewältigen und Lösungen zu finden, statt in automatische Reaktionsmuster zu verfallen. Achtsamkeit lässt sich ohne viel Aufwand in den Alltag integrieren, beispielsweise durch Meditation oder achtsames Atmen. Immer mehr Apps bieten geführte Übungen, beruhigende Sounds und personalisierte Inhalte, um Achtsamkeit flexibel zu üben.
Achtsamkeit bedeutet, im Moment zu leben und bewusst wahrzunehmen, wie sich der eigene Körper anfühlt und was in der direkten Umgebung passiert. Sie hilft zum Beispiel dabei, in stressigen oder unerwarteten Situationen nicht reflexartig zu reagieren, sondern erst einmal innezuhalten. Achtsamkeit kann dazu beitragen, tief durchzuatmen und die Situation ohne Urteil zu betrachten. Dadurch entsteht Abstand zu der erlebten Situation und eine ruhige Lösungsfindung ist möglich, anstatt in gewohnte Reaktionsmuster zu verfallen. Achtsamkeit unterstützt dabei, nicht in Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft zu verweilen, sondern im Hier und Jetzt zu bleiben.
Achtsamkeit lässt sich durch verschiedene Praktiken im Alltag fördern. Dazu zählen unter anderem Meditationen, bewusstes Atmen oder das Wahrnehmen von Körperempfindungen. Auch einfache Routinen wie langsames und bewusstes Essen oder aufmerksames Zuhören helfen dabei, den Moment bewusst wahrzunehmen.
In einer Welt, die oft von Hektik und Ablenkungen geprägt ist, hilft Achtsamkeit dabei, wieder zur Ruhe zu kommen. Eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis kann die Widerstandskraft (Resilienz) und Stressbewältigung fördern und ermöglicht, bewusst Lösungen zu finden, statt in Sorgen und Grübeln zu verharren. Sie kann Menschen unterstützen, aus dem gewohnten Autopilot-Modus auszutreten, wieder mehr auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu achten und gelassener mit Herausforderungen umzugehen. Bei Achtsamkeit geht es weniger darum, perfekt zu sein oder sich zu optimieren, sondern darum, das eigene Handeln bewusst zu gestalten. So entsteht ein Gefühl von Selbstwirksamkeit, das dabei unterstützen kann, innere Werte und Überzeugungen klarer zu erkennen und im Alltag zu leben.
Eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis mithilfe von Apps oder Kursen scheint ebenso den beruflichen und privaten Erfolg zu steigern und immer mehr Menschen sowie Unternehmen nutzen sie. Auch im Bereich von emotionaler Erschöpfung, Ängsten und Depressionen können achtsamkeitsbasierte Verfahren Linderung verschaffen.
Moderne Tools wie Apps erleichtern es, Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren. Mit geführten Atemübungen, Meditationen oder achtsamen Pausen können Nutzende den Geist gezielt beruhigen und den Fokus auf das Wesentliche lenken. Die Apps bieten verschiedene Übungen an, die sich in der Regel flexibel gestalten lassen. So lässt sich Achtsamkeit mit wenig Aufwand in den eigenen Lebensrhythmus integrieren. Darüber hinaus enthalten viele Apps entspannende Musik, Fantasiereisen oder Geschichten zum Einschlafen.
Die folgenden beispielhaften Apps bieten eine praktische Möglichkeit, Achtsamkeit mit nur wenigen Minuten am Tag zu üben.
Calm: Die App Calm gehört mit zu den ersten Achtsamkeits-Apps auf dem Markt und bietet umfassende Angebote rund um Entspannung, Meditation und besseren Schlaf. Sie beinhaltet geführte Atemübungen, beruhigende Soundkulissen, Meditationen, inspirierende Dankbarkeits- und Tagebuchfunktionen sowie Geschichten zum Einschlafen. Auch Familien können von der App profitieren, denn für Kinder gibt es spezielle Geschichten, die spielerisch Achtsamkeit und Dankbarkeit vermitteln. Interessierte können die App kostenfrei testen.
7Mind: Die 7Mind-App bietet eine einfache und strukturierte Möglichkeit, Achtsamkeit und Meditation in den Alltag zu integrieren. Sie unterstützt Nutzerinnen und Nutzer dabei, mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden – unabhängig von Zeit und Ort. Sie soll zu mehr Entspannung und ruhigerem Schlaf beitragen. Die App können Interessierte für sieben Tage kostenlos testen. Daneben bietet 7Mind vertiefende Online-Kurse an, die sich verschiedenen Themen wie achtsamkeitsbasiertem Stressmanagement, Resilienz im Umgang mit Stress oder erholsamem Schlaf widmen. Die Kosten für diese Präventionskurse werden von den Krankenkassen übernommen.
Headspace: Die in Kalifornien entwickelte App bietet eine umfassende Plattform für verschiedene Übungen zu Achtsamkeit im Alltag, Meditationen, Schlafmusik, Musik für mehr Konzentration (Fokus) sowie Yoga. Das Unternehmen ist eines der wenigen, die ihre digitalen Achtsamkeitspraktiken und deren Einfluss auf Stress, Gesundheit und Schlaf durch wissenschaftliche Studien untersuchen lässt. Die App soll unter anderem Stress reduzieren, die Konzentrationsfähigkeit steigern sowie die Jobzufriedenheit und Lebensqualität verbessern. Stiftung Warentest kürte die App 2021 als Testsieger. Interessierte können Headspace für vierzehn Tage kostenlos testen.
Darüber hinaus gibt es Apps, die neben verschiedenen Entspannungs- und Fokusübungen speziell auf Achtsamkeit in Unternehmen ausgerichtet sind. Dazu zählt beispielsweise das deutsche Start-up Mindzeit und deren gleichnamige App für Achtsamkeitstraining. Bei der Nutzung ist es entscheidend, dass Führungskräfte die Vorzüge und Bedeutung von Achtsamkeit erkennen und aktiv in das Unternehmen einbringen – sei es durch Workshops, digitale Anwendungen wie Apps oder durch die Schaffung von Zeit und Raum für bewusstes Innehalten. Wenn Mitarbeitende Schlüsselkompetenzen der Achtsamkeit erlernen, kann dies helfen, Stress im Arbeitsalltag zu reduzieren. Als fester Bestandteil der Unternehmenskultur trägt Achtsamkeit häufig nicht nur zum individuellen Wohlbefinden bei, sondern kann auch eine positive Teamdynamik, höhere Produktivität und kreative Impulse fördern.
Achtsamkeit ist kein Allheilmittel und dient in erster Linie als Verfahren, um die wahrgenommene Realität möglichst unvoreingenommen zu betrachten. Sie kann helfen, Stress zu bewältigen und einen entspannenden Zustand zu schaffen. Allerdings dient sie nicht als bloßes Entspannungsinstrument, bei dem über Probleme hinweggesehen wird.
Bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen bieten die Apps keinen Ersatz für eine professionelle Beratung, können aber begleitend genutzt werden. Betroffenen wird empfohlen, sich Hilfe bei einer medizinischen Fachkraft zu holen oder wenn sie bereits in Behandlung sind, zu fragen, ob und wie sie eine App begleitend zur Therapie nutzen können. Bei bestehenden psychischen Erkrankungen wie Depressionen, starken Ängsten oder Essstörungen gibt es zudem Apps, die zu den digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) zählen und deren Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Dazu zählen unter anderem HelloBetter Panik, elona explore für die mentale Gesundheit oder deprexis sowie elona therapy bei Depressionen.
Wenn Achtsamkeit auf Produktivität und Effizienz reduziert wird, geht die tiefere Bedeutung einschließlich Mitgefühl und ethischer Orientierung verloren. Statt Egozentrik zu fördern, hat das Erlernen von Achtsamkeit zum Ziel, die Verbindung zu anderen zu stärken und eine verantwortungsbewusste Grundhaltung zu unterstützen.
Kritisch betrachtet wird zudem, wenn Unternehmen Achtsamkeit dazu nutzen, strukturelle Probleme auf die einzelnen Mitarbeitenden abzuwälzen. Dies geschieht, wenn von ihnen erwartet wird, dass sie durch das Erlernen von Strategien zur Stressbewältigung belastbarer werden. Allein auf persönliche Techniken zu setzen, wie es bei vielen Stressbewältigungsmaßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung der Fall ist, reicht nicht aus.
Um langfristig gesunde Veränderungen in Unternehmen und Organisationen zu fördern, müssen individuelle Achtsamkeitstrainings mit strukturellen Anpassungen und einer ganzheitlichen Betrachtung der Lebenswelt der Mitarbeitenden verbunden werden. Nur so lässt sich eine nachhaltige Verbesserung des Wohlbefindens und der Arbeitskultur erreichen.
Achtsamkeit bietet eine wertvolle Praxis, um in stressigen Situationen bewusst innezuhalten und sich selbst und den Moment wahrzunehmen. Sie fördert bei vielen Menschen nicht nur das persönliche Wohlbefinden, sondern auch die Resilienz und hilft dabei, gelassener mit Herausforderungen umzugehen. Dank entsprechender Apps ist es möglich, Achtsamkeitstraining in den Alltag zu integrieren. Die digitalen Tools bieten eine flexible Möglichkeit, Meditation und Entspannung zu üben und das eigene Wohlbefinden zu steigern. Dennoch sollte Achtsamkeit zum Beispiel im Berufsalltag nicht als alleinige Lösung für strukturelle oder tiefere Probleme im Unternehmen betrachtet werden.
[1] Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit. Achtsamkeit und Gesundheitsförderung. https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/achtsamkeit-und-gesundheitsfoerderung/
[2] PREMIUS GmbH. Achtsamkeit: Erfolg beginnt im Kopf. https://www.dup-magazin.de/management/karriere/achtsamkeit-erfolg-beginnt-im-kopf
[3] Focus online. Achtmal Achtsamkeit: Diese Apps helfen Ihnen, komplett abzuschalten. https://www.focus.de/digital/handy/meditations-apps-achtmal-achtsamkeit-diese-apps-helfen-ihrem-geist-zu-genesen_id_5075289.html
[4] A1 Telekom Austria AG. Die 5 besten Apps für mehr Achtsamkeit im Alltag. https://www.a1blog.net/digitales-leben/apps-achtsamkeit
[5] Deutsches Ärzteblatt. 7Mind: Mehr Achtsamkeit durch digitale Unterstützung. https://www.aerzteblatt.de/themen/app/7mind-mehr-achtsamkeit-durch-digitale-unterstuetzung-a0ce96ad-670c-4525-a866-aa491237e68d
[6] 7Mind GmbH. Mach dein mentales Wohlbefinden zur Priorität. https://www.7mind.de/
[7] Headspace. Wissenschaftliche Sorgfalt. https://www.headspace.com/de/science
[8] Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Digitale Gesundheitsanwendungen. https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis