Wenn die Nase läuft und die Augen jucken wissen rund 16 Millionen Allergiker in Deutschland: der Frühling kommt! Dieses Jahr ist die Natur gar nicht mal so früh dran, denn in den letzten Jahren wurden Allergiker bereits im Dezember von den Beschwerden überrascht. Mit Hasel- und Erlenpollen ist die Allergie-Saison bereits in vollem Gange und Esche, Weide und Birke stehen auch schon in den Startlöchern. Wir haben Ihnen hier Wissenswertes und einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Wie entsteht überhaupt Heuschnupfen

Pollen sind für unseren Organismus eigentlich ungefährlich. Dennoch tritt bei einigen Menschen eine gewisse Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe (Allergene) auf.
Auf diese Allergene reagiert unser Abwehrsystem dann mit einer Immunreaktion. Dabei kommt es zur Freisetzung vieler Entzündungsstoffe, die zum Beispiel für die Produktion von Nasensekret oder einer Schleimhautreizung verantwortlich sind.

Eine kurze Einführung ins Thema finden Sie auch in unserem Video:

Daran erkennen Sie eine Pollen-Allergie

  • plötzlich auftretender Fließschnupfen und Niesattacken
  • Tränende, juckende oder gerötete Augen
  • Geschwollene Augenlider
  • Juckreiz im Rachen
  • Eventuell Beeinträchtigung des Nachtschlafes, dadurch Müdigkeit am Tag
  • Krankheitsgefühl, ähnlich wie bei einer Erkältung

So sagen Sie Pollen den Kampf an

Am besten ist es natürlich die jeweiligen Allergene weitestgehend zu vermeiden. Verzichten Sie also auf Ihren Spaziergang in der Mittagspause und halten Sie Türen und Fenster wenn möglich geschlossen. Wer in der Innenstadt lebt, der lüftet am besten morgens zwischen 6.00 und 8.00 Uhr. In ländlichen Gebieten öffnen Sie die Fenster am besten zwischen 20.00 und 24.00 Uhr, da in diesem Zeitraum mit der geringsten Pollenkonzentration zu rechnen ist. Besonders wichtig für Allergiker: achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Ihr Schlafzimmer frei von Pollen bleibt!

Gut zu wissen

  • Ziehen Sie Ihre Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer aus und legen Sie diese auch nicht im Schlafzimmer ab – auf der Kleidung könnten sich Pollen befinden
  • Duschen Sie vor dem zu Bett gehen, denn Pollen können sich auch in Ihren Haaren befinden
  • Spezielle Pollengitter vor dem Fenster können sie vor lästigen Beschwerden schützen
  • Ein Dampfbad mit Kochsalzlösung und Nasensprays befeuchten die Nasenschleimhaut und können den Juckreiz lindern
  • Medikamente, wie zum Beispiel Antihistaminika heilen die Allergie zwar nicht, lindern aber die Beschwerden. Außerdem können Augen- und Nasentropfen in der kritischen Zeit sinnvoll sein

Urlaub vom Heuschnupfen!

Wer stark mit den Symptomen einer Allergie zu kämpfen hat, sollte einfach mal darüber nachdenken, seinen Urlaub in die kritische Pollenzeit zu verlegen. Entfliehen Sie den Pollen und nehmen Sie sich einfach eine Auszeit von der Allergie. Dabei muss es nicht unbedingt eine Fernreise sein, denn auch in Deutschland gibt es Orte, an denen Sie mit Heuschnupfen durchatmen können. Zum Beispiel auf vielen Nordsee-Inseln oder hoch oben in den Bergen. Denn je höher der Urlaubsort liegt, desto geringer ist die Pollenkonzentration.