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Akne – Pickel & Mitesser richtig behandeln

Akne - Hautkrankheit - shop-apotheke.com

Akne plagt vor allem Jugendliche, deren Hormonhaushalt sich gerade umstellt. Aber auch Kinder und Erwachsene bleiben nicht immer von Akne verschont. Akne tritt in verschiedenen Formen und Schweregraden auf. Die häufigste Form ist die sogenannte Acne vulgaris, die gewöhnliche Akne, die in leichten Ausprägungen fast jeden Jugendlichen zeitweise betrifft.

Was ist Akne?

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen, an der vor allem Jugendliche zwischen dem 15. und dem 18. Lebensjahr leiden. Doch auch in anderen Lebensphasen, in denen sich der Hormonhaushalt umstellt, zum Beispiel während einer Schwangerschaft, kann es zu entsprechenden Hautproblemen kommen.

In der Regel verläuft Akne harmlos und geht bei 90 Prozent der Betroffenen mit den Jahren von selbst zurück. Nur in schweren Fällen hinterlässt Akne auffällige Vernarbungen auf der Gesichtshaut. Schwerpunktmäßig tritt Akne im Gesicht und an den Körperstellen auf, an denen viele Talgdrüsen sitzen (Rücken, Brust).

Symptome: Wie äußert sich Akne?

Akne zeigt sich meist an den Stellen, wo sich viele Talgdrüsen befinden. Dazu zählen Bereiche wie das Gesicht, der Nacken, Brust und Dekolleté, der Rücken, die Oberarme und Schultern. Akne äußert sich durch wiederkehrende Pickel und Mitesser, also Komedone. Auch Pusteln, die sich als eitergefüllte Bläschen zeigen und fettige Haut zählen zu den Symptomen für Akne.

Wie entsteht Akne?

Akne ist generell kein Problem, das durch mangelnde Hygiene entsteht. Ursächlich ist vielmehr eine erhöhte Talgproduktion, da die entsprechenden Drüsen mit der Pubertät größer und durch die veränderte Hormonausschüttung aktiver werden. Zugleich wird das Wachstum der Hornzellen im Ausgang der Talgdrüsen erhöht, wodurch es zu Verklebungen kommen kann, die die Ausgänge verstopfen.

Wenn der Talg in der Folge nicht mehr ausreichend aus der Haut gelangt, bilden sich unter der Haut Mitesser, sogenannte Komedonen. Gelingt es nicht, diese aus der Haut zu entfernen, können sich in den Mitessern Bakterien vermehren, die wiederum Entzündungen auslösen können. Im Ergebnis entstehen die typischen Pickel auf der Haut, die teils stark jucken oder schmerzen können.

Akne kann nicht nur als Folge hormoneller Veränderungen im Körper entstehen. Auch ungeschützter oder übermäßiger Sonneneinfluss, die Inhaltsstoffe bestimmter kosmetischer Produkte oder die Einnahme einiger Medikamente können Formen von Akne hervorrufen.

Diese Formen von Akne gibt es

Die sogenannte Acne vulgaris, auch Acne simplex, ist die häufigste Form von Akne. Sie tritt vor allem während der Pubertät auf und kann sich in unterschiedlichen Schweregraden äußern. Die leichte Form der Acne vulgaris wird als Acne comedonica bezeichnet. Bei einem entzündlichen Krankheitsbild spricht an von Acne papulopustulosa. Die schwerste Form ist die Acne conglobata.

  • Die Acne comedonica, der leichte Verlauf einer Acne vulgaris, ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Mitesser nach einiger Zeit von selbst zurückbilden. In diesem Verlauf kommt es in der Regel zu keinen oder kaum entzündlichen Reaktionen.
  • Im Gegensatz dazu kommt es bei der Acne papulopustulosa zu häufigen Entzündungen, die sich meist in Form von roten, eitrigen Pickeln und Pusteln äußern.
  • Acne conglobata ist ein schwerer Verlauf einer Acne vulgaris. Sie geht mit starken Entzündungserscheinungen einher, die sich durch größere entzündliche Knoten, Eiterherde und Fistelgänge äußern. Auch Abszesse und Zysten können im Verlauf auftreten. Diese Form der Akne heilt meist nur mit der Folge starker Narbenbildung wieder ab.

Andere Formen der Akne sind seltener und vor allem bei anderen Altersgruppen anzutreffen:

  • Die Acne neonatorum kann Neugeborene in den ersten Wochen betreffen.
  • Die Acne infantum tritt vor allem Säuglingen und Kleinkindern auf.
  • Acne tarda (Altersakne) ist eine Form, von der vor allem, aber nicht nur weibliche Erwachsene betroffen sind.
  • Die Acne inversa tritt vor allem unter den Achseln, sowie im Scham- und Leistenbereich auf.
Ursachen für Akne

Ursachen für Akne

Für Akne kann es viele Ursachen geben. Betroffene legen nicht selten selbst den Grundstein für Pickel und Mitesser:

  • Schlechte Ernährung

Weißer Zucker, Zitrusfrüchte, Milchprodukte, ölhaltige Nahrungsmittel und Alkohol sind Feinde für die menschliche Haut. Ein stark erhöhter Blutzuckerwert und Fehlernährung können Akne verursachen oder verschlechtern.

  • Nikotin

Nikotin fördert unreine Haut. Wer also Raucher ist und unter Mitessern, Pickeln und Akne leidet, sollte den Griff zum Glimmstängel in Zukunft lieber sein lassen.

  • Medikamente

Wer Medikamente, wie beispielsweise Antibiotika oder Kortison, über längere Zeit einnimmt, nimmt Einfluss auf die Darmflora. Wird diese in Mitleidenschaft gezogen, zeigt sich das auf der Haut.

  • Stress

Negativer Stress hat Auswirkungen auf viele Bereiche des menschlichen Lebens. So regt Stress unter anderem die Produktion von Testosteron an. Dadurch wird die Pickelbildung begünstigt.

  • Falsche Hautpflege

Wer seine Haut pflegt, sollte sie auch gut kennen. Werden falsche Produkte benutzt, können die Poren zusätzlich verstopft werden. Das gilt besonders für Produkte mit einem zu hohen Fett- oder Ölanteil. Besonders von Hauptproblemen Betroffene sollten die Pflege auf ihre Haut abstimmen. Wer sich nicht sicher ist, ob die eigene Haut fettig oder trocken ist und welche Produkte dafür geeignet sind, kann ein Kosmetikstudio zur Hilfe aufsuchen.

Aber nicht nur unzureichende oder falsche Pflege beschädigt den Säureschutzmantel der Haut. Auch zu häufiges Waschen tut dies und begünstigt im Zweifel Entzündungen. Die Auslöser für Akne finden ihre Ursache jedoch oft nicht nur außerhalb des Körpers. Nicht selten sind Hormonschwankungen oder Veranlagung der Grund für die unschönen Besucher auf der Haut. So können in der Pubertät, aber auch während der Periode oder einer Geburt, vermehrt Pickel auftreten.

Was ist der Unterschied zwischen Pickel, Mitesser und Akne?

Akne, Pickel, Mitesser - für Betroffene ist jede Variante unangenehm, aber was ist eigentlich der Unterschied?

  • Mitesser zeigen sich entweder in heller, geschlossener Form oder als dunkle, offene Komedone. Durch Bakterien oder andere Keime können sie sich entzünden und dadurch zu Pickeln werden.
  • Während Pickel von alleine weg gehen, brauchen Mitesser eine aktive Handlung, um zu verschwinden.
  • Akne wiederum ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen. Dabei leiden Betroffene unter dem wiederkehrenden Auftreten von Mitessern, Knötchen und Pickeln. Schuld daran ist eine übermäßige Talgproduktion.

Der entzündete Pickel

Wenn die Poren verstopfen, können überschüssiges Hautfett und Bakterien nicht nach außen gelangen. Das Ergebnis dieser Entzündung: Pickel. Die Entzündungen können jedoch verstärkt werden, wenn sie beispielsweise falsch behandelt werden. Auch Stress, Kosmetik oder die Ernährung können die Entzündung fördern. Die Folge sind schmerzhafte, rote Beulen. Schnelle Hilfe können verschiedene Hausmittel schaffen:

  • Eiswürfel in einem Küchenhandtuch auf die betroffene Stelle drücken - lindert Rötung und Schwellung.
  • Verstopfte Poren öffnen sich mit Hilfe eines Dampfbads, beispielsweise mit dem Inhalt eines Kamillenteebeutels. Die Entzündung findet so ihren Weg nach draußen.
  • Den heißen Teebeutel eines Schwarztees auf den Pickel drücken. Durch die Wärme werden die Poren geöffnet und die Gerbstoffe des schwarzen Tees können eindringen. Diese haben eine entzündungshemmende Wirkung.
  • Eine Zinksalbe kann helfen, den entzündeten Pickel auszutrocknen.

Akne auf dem Rücken

Wer Pickel im Gesicht hat, ist nicht selten auch von Akne auf dem Rücken betroffen. Der Grund dafür ist, dass beide Hautbereiche mehr Talgdrüsen als andere Bereiche des Körpers besitzen. Dazu kommt, dass die Poren des Rückens größer sind als die des Gesichts. Dadurch kann es zu starker Akne kommen, wenn die Hautdrüsen zu viel Talg produzieren, sodass es zu einer Verstopfung der Poren kommt. Darin vermehren sich die natürlichen Bakterien der menschlichen Haut und sorgen für Entzündungen. Durch das Zuviel an Talg kommt es zu einer Verstopfung der Poren. Aber was hilft dabei? Ph-neutrale Pflegemittel, wie Duschgel und Cremes, sollten bei Betroffenen genauso auf der Tagesordnung stehen wie Peelings und luftige Kleidung. Wenn das alles nicht hilft, ist ein Gang zu einem Experten ratsam. Diese sind beispielsweise in einem Kosmetikstudio zu finden.

Akne auf der Brust

Pickel auf der Brust treten oft in Kombination mit Mitessern auf. Das Gute: Ein Auftreten klingt in der Regel schnell wieder ab. Betroffen sind meist Menschen zwischen dem 10. und dem 40. Lebensjahr. Es wird angenommen, dass vor allem Personen, die unter einer fettigen Haut leiden oder viel schwitzen, vermehrt Akne auf der Brust bekommen. Auch den Pickeln an dieser Stelle kann mit Peelings, Zinksalbe oder einem Dampfbad zu Leibe gerückt werden. Auch luftige Kleidung ist empfehlenswert.

Wann ist es sinnvoll wegen Akne zum Arzt zu gehen?

Viele Experten raten dazu, bereits bei leichten Formen von Akne einen Hautarzt aufzusuchen. Die richtige Therapie sollte frühestmöglich begonnen werden. Gerade bei Jugendlichen ist allerdings zu befürchten, dass diese durch eigene Versuche, der Akne Herr zu werden, unnötig herausgezögert wird. Zudem kann durch Jucken, Kratzen oder Ausdrücken aus einer leichteren Form schnell eine schwerwiegendere Akne entstehen. Bei immer wiederkehrenden Mitessern und Pickeln spricht man bereits von Akne.

Bei schwereren Formen einer Acne vulgaris ist der Besuch eines Hautarztes unbedingt ratsam. Dies gilt insbesondere, wenn eine Narbenbildung zu befürchten ist. Denn diese kann am besten durch gute Vorbeugung vermieden werden.

Wie lässt sich Akne wirksam behandeln?

Wer unter einer leichten Form von Akne leidet, braucht eigentlich nicht viel zu befürchten. Normale Hautpflege und eine gesunde Lebensweise reichen meist aus, damit die Akne ohne Folgen wieder abklingt.

Bei schwereren Formen von Akne ist der Besuch eines Hautarztes erforderlich, um eine genaue Diagnose zu stellen und eine bedarfsgerechte Therapieform zu finden. Es stehen unterschiedliche Medikamente für die verschiedenen Schweregrade zur Verfügung.

Bei leichteren Formen finden neben Antibiotika vor allem Azelainsäure, Benzolperoxid und topische Retinoide äußerlich Anwendungen. Zur Behandlung schwererer Fälle kann auf Antibiotika oder auf Antiandrogene zur oralen Einnahme zurückgegriffen werden. Extreme Fälle werden mit Isotretinoin behandelt. Es muss aber nicht immer das rezeptpflichtige Medikament sein. In der Apotheke finden Betroffene auch Produkte, die es ohne den Zettel des Arztes gibt. Oft beinhalten diese Medikamente Inhaltsstoffe wie Pyolysin, Zinkoxid, Salicyl- oder Milchsäure.

Akne und Hautpflege – das sollten Sie beachten

Es hilft den eigenen Hauttyp zu kennen, damit sie den Anforderungen entsprechend gepflegt werden kann. Wer nicht weiß, ob die eigene Haut eher trocken oder fettig ist, kann den Arzt oder ein Kosmetikstudio aufsuchen. Das Wissen über die Beschaffenheit der Haut hilft dabei, die richtigen Produkte zu kaufen. So finden sich in den Regalen der Drogerien und Apotheken Cremes, Salben und Mittelchen, die beispielsweise speziell für Betroffene geeignet sind, die unter einer fettigen Haut leiden. Die Wahl der geeigneten Produkte, unterstützt eine schnelle Heilung.

Die Reinigung der von einer Akne betroffenen Hautstellen sollte stets mit pH-neutralen Pflegeprodukten erfolgen. Diese sollten keine Parfüm- und Konservierungsstoffe enthalten, da die Haut ansonsten unnötig gereizt wird.

Unterstützend können Peeling-Produkte eingesetzt werden, durch die sich Mitesser leichter aus der Haut entfernen lassen.

Zum Eincremen der Haut sollten wasserhaltige Feuchtigkeitscremes anstelle von öl- oder fetthaltigen Produkten verwendet werden, da letztere die Haut leichter verstopfen. Um zu erfahren, welche Mittelchen gegen Akne helfen, hilft ein Blick auf die Inhaltsstoffe. So ist Zink oder Zinkoxid beispielsweise ein Hinweis darauf, dass die Creme ein Unterstützer im Kampf gegen Pickel sein kann. Auch Produkte, die Salicyl- oder Milchsäure enthalten, können Betroffenen helfen.

Welche Hausmittel helfen gegen Pickel?

Wer mit Akne zu kämpfen hat, muss nicht immer gleich zum Chemiebaukasten greifen, um lästigen Pickeln den Kampf anzusagen. Auch verschiedene Hausmittel helfen dabei, die ungebetenen Gäste auf der Haut zu vertreiben:

  • Zitrone hilft bei einzelnen Pickeln
  • Backpulver hilft den pH-Wert der Haut zu regulieren, und überschüssiges Öl von der Haut zu entfernen
  • Honig wirkt als natürliches Antibiotikum
  • Teebaumöl hilft bei Akne
  • Kokosöl versorgt die Haut mit wichtigen Vitaminen
  • Aloe Vera beruhigt die entzündete Haut

Narbenbehandlung – wie geht das?

Wenn Gewebe durch ursprünglichen Zellen ersetzt wird, verschwindet eine Narbe. Dieser Prozess kann Monate oder Jahre andauern und ist keinesfalls garantiert. Wer seinen Aknenarben den Kampf ansagen will, kann einiges tun:

  • Um die Aknenarben an die restliche Haut anzugleichen, müssen abgestorbene Hautzellen entfernt werden. Mit einem Peeling wird die oberste Schicht abgerubbelt.
  • Die geschädigte Haut rund um die Aknenarbe soll sich regenerieren. Dafür müssen Betroffene die Durchblutung fördern. Da kann eine Massage Abhilfe schaffen. Dafür können beispielsweise Salz und Zucker zum Einsatz kommen.
  • Wer nicht auf die Mittelchen setzen will, die sich zu Hause finden lassen, kann auch klinisch nachhelfen. Eine Unterspritzung mit Kortison ist dabei eine Möglichkeit, um die Aknenarben an das Hautniveau anzugleichen. Auch eine Lasertherapie ist eine Option. Dabei werden Hautschichten abgetragen und eine glatte Hautoberfläche entsteht.

Wie entferne ich Pickel?

Wer einen Pickel bei sich entdeckt, gerät in Versuchung, diesen schnell auszudrücken. Dabei sollte jedoch höchste Vorsicht geboten sein. Wer wahllos an den ungebetenen Gästen herumdrückt, provoziert, dass Finger und Fingernägeln Bakterien in die offene Wunde bringen. Eine Entzündung und eine Narbe könnten die Folge sein. Auch wenn der Talg in tiefere Hautschichten gedrückt wird, können Narben entstehen. Mit folgenden Tipps kann den Pickeln auch ohne den Gang zum Hautarzt oder in ein Kosmetikstudio zu Leibe gerückt werden:

  1. Desinfizieren und Waschen: Hände, Gesicht und Werkzeuge
  2. Gesicht mit warmem Wasser waschen - die Poren öffnen sich.
  3. Rötungen und Entzündungen mit Hilfe eines Dampfbads vermeiden.
  4. Pickel vor dem Drücken mit Fruchtsäure oder Alkohol betupfen.
  5. Mit einem sauberen Tuch die Finger abdecken.
  6. Ein Komedonenquetscher kann als Hilfsmittel dienen. Dabei wird der Ring des Komedonenquetscher um den Pickel gelegt. Mit leichtem Druck auf die Haut wird das Gerät in eine Richtung gezogen.
  7. Nach Entfernen des Pickels: Stelle abwischen und desinfizieren.

Wie entferne ich Mitesser?

Genau wie bei Pickeln ist es auch bei Mitessern nicht ratsam, sie selbst zu entfernen. Wer dennoch auf eigene Faust gegen die ungebetenen Gäste vorgehen will, kann bei der Entfernung wie bei Pickeln vorgehen. Die Komedone können aber auch mit anderen Hilfsmitteln beseitigt werden:

  • Wundermittel Heilerde?

Heilerde gilt als zuverlässiger Helfer bei unreiner Haut. In Pulverform lässt es sich beispielsweise mit Wasser oder Kamillentee zu einer Tinktur an mischen. Der Brei wird auf die betroffenen Stellen auftragen. Nach 30 Minuten einfach mit warmem Wasser abspüle, fertig.

  • Tägliche Pflege ist das A und O

Für eine reine Haut ist die tägliche Pflege unerlässlich. Feuchtigkeitsspendende Tagescremes sollten dabei im Kampf gegen Mitesser auf der Tagesordnung stehen. Betroffene sollten darauf achten, dass die Cremes kein Öl beinhalten. Andernfalls könnten die Hautporen verstopft werden, was nur zu mehr Mitessern und Pickeln führen würde. Ein sanftes, seifenfreies Waschgel, das ph-neutral ist, ist für die Reinigung empfehlenswert. Auch Peelings können regelmäßig angewendet werden. Diese fördern die Durchblutung, öffnen die Poren und entfernen überschüssiges Fett und Schmutz.

Die Pille gegen Pickel und Akne?

In der Pubertät spielen die Hormone verrückt. In der Folge haben junge Frauen und Mädchen oft mit fettigen Haaren, fettiger Haut und Pickeln zu kämpfen. Was ist dran an dem Mythos, dass die Anti-Baby-Pille in so einem Fall Abhilfe schafft?

Der Körper erzeugt vor allem in der Pubertät vermehrt Geschlechtshormone. Das spiegelt sich auf der Haut wider. Besonders die männlichen Sexualhormone, Androgene, lassen Pickel wachsen. Dahinter steckt der Talg, der vermehrt gebildet wird. Wer die Anti-Baby-Pille einnimmt, kann durch die weiblichen Östrogene die hormonelle Ursache und dessen Auswirkung auf die Haut beeinflussen. Dabei ist zu beachten, dass dies nur mit der klassischen Variante des Produkts funktioniert. Die sogenannte Mini-Pille, die häufig verschrieben wird, hilft nicht bei Pickeln und ist daher auch gegen Akne ungeeignet. Diese enthält nämlich nur ein Gestagen, um weniger Nebenwirkungen zu erzielen.

Trotzdem gilt, die Verschreibung der Pille sollte dem Gynäkologen vorbehalten sein und mit ihm abgesprochen werden, da es in erster Linie ein Verhütungsmittel mit möglichen Nebenwirkungen ist. Laut Gesetz darf dies nicht als Medikament gegen Akne beworben werden, da es dafür keine Zulassung besitzt.

Akne und Sport

Wer viel Sport treibt oder regelmäßig eine Sauna oder ein Dampfbad besucht, der schwitzt viel. Dies kann sich einerseits positiv auf eine Akne auswirken. Denn der Körper schwitzt Giftstoffe und Krankheitserreger aus und die verbesserte Durchblutung sind förderlich für die Haut. Andererseits kann der Schweiß auch Poren verstopfen und so die Ausbreitung einer Akne begünstigen. Dies kann aber zum Beispiel eingedämmt werden, indem der Schweiß regelmäßig mit einem Handtuch entfernt wird.

Um die positiven Effekte möglichst zu nutzen, sollte besonders beim Sport darauf geachtet werden, dass kein Make-up getragen wird. Auch fetthaltige Sonnencremes und ölige Pflegeprodukte können die Haut verstopfen und sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Nach dem Sport sollten die verschwitzten Kleider schnell ausgezogen werden. Als erstes sollte das Gesicht gründlich unter fließendem Wasser gereinigt werden. Zum Duschen empfiehlt es sich, auf eine übermäßige Verwendung von Haarpflegemitteln zu verzichten, da diese ins Gesicht fließen und dort die Poren verstopfen können.

Besondere Vorsicht gilt in Fitnessstudios, Gemeinschaftsduschen oder in der Gemeinschaftssauna, da hier ein erhöhtes Risiko einer Keimübertragung besteht. Vor allem gemeinschaftliche Fitnessgeräte sollten vor der Nutzung antibakteriell gereinigt werden.

Sport an sich ist kein Auslöser von Akne. Allerdings kann bei Kraftsportlern die Einnahme von Anabolika zu Akne führen, da dadurch der Androgenspiegel deutlich erhöht wird.

Akne und Stress

Stress selbst gilt nicht als eine eigenständige Ursache von Akne. Allerdings kann Stress durchaus das Entstehen von Akne fördern. Dieser Zusammenhang ist insofern problematisch, als Akne selbst zu erhöhtem Stress führen kann.

Um diesen Teufelskreis zu unterbinden, ist es einerseits wichtig, sich früh Rat zu suchen, um eine Akne rechtzeitig zu behandeln. Andererseits sollten zusätzliche Stressfaktoren minimiert werden. So kann eine strukturierte Woche helfen, nicht in Stress zu geraten. Betroffene sollten sich nicht zu viele Termine auf einmal legen und Ruhephasen in den Alltag einbauen. Wer sich kleine Höhepunkte in seinen Tag einbaut, ist vielleicht insgesamt weniger gestresst. Das kann die Stunde auf der Couch mit einem guten Buch sein oder der Spaziergang im Park. Auch Sport ist eine gute Methode, um Stress abzubauen. Alternativ gibt es zahlreiche Entspannungsprogramme, die zum Abbau von Stress angewandt werden können.

Akne und Ernährung

Immer wieder taucht die Vermutung auf, dass bestimmte Nahrungsmittel das Entstehen von Akne begünstigen. Ein stark erhöhter Blutzuckerwert und Fehlernährung können Pickel und Mitesser verursachen oder verschlechtern. Folgende Lebensmittel sollten Betroffene deshalb eher selten auf den Speiseplan schreiben:

  • weißer Zucker, der beispielsweise in Schokolade zu finden ist
  • Zitrusfrüchte, wie Orangen, Zitronen und Mandarinen
  • Milchprodukte, also Joghurt, Milch und Käse
  • ölhaltige Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Chips und Pizza
  • Alkohol: Bier, Wein und Co.
  • Fastfood - Pommes, Burger und Hot Dogs sind schlecht für die Haut

Wissenschaftlich ist der Zusammenhang zwischen Akne und Ernährung bislang nicht bewiesen.

Dennoch gilt, dass gesunde Ernährung die Stoffwechselprozesse positiv beeinflusst und dafür sorgen kann, dass hormonelle Umstellungsprozesse besser bewältigt werden können.

Wer akut von Akne betroffen ist, sollte vor allem auf vollwertige Lebensmittel zurückgreifen und stark salz-, fett- oder zuckerhaltige Nahrungsmittel meiden.

Folgende Lebensmittel können bei Pickeln und Mittessern sogar helfen:

  • Gemüse, insbesondere Karotten sind gut bei Akne.
  • Im Allgemeinen freut sich die Haut über Rohkost.
  • Fisch liefert wichtige Fettsäuren und Eiweiß
  • Viel trinken! Die Haut braucht jede Menge Flüssigkeit.

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Expertenrat: Theresa Holler

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