Zu den sogenannten Mittelmeerkrankheiten gehören eine ganze Reihe von Krankheiten, von denen Hunde aus Süd- oder Südost-Europa befallen sein können. Auch Hunde, die im Süden Urlaub machen, sind den Krankheitserregern ausgesetzt und können sich infizieren. In diesem Blog-Beitrag haben wir Ihnen die wichtigsten Infos zu den Krankheiten Leishmaniose, Anaplasmose, Babesiose und Ehrlichiose zusammengestellt.

Leishmaniose:

  • Infektionskrankheit, hervorgerufen durch einzellige Leishmanien
  • Überträger der Leishmanien ist die Sandmücke oder die Schmetterlingsmücke
  • Symptome der Leishmaniose sind geschwollene Lymphknoten, offene Hautstellen, Probleme mit den Krallen, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit und Apathie
  • Leischmaniose beim Hund ist nicht heilbar, ein infizierter Hund kann jedoch bei fachgerechter Behandlung ein langes Leben ohne Einschränkungen führen
  • Es gibt allerdings problematische Krankheitsverläufe, die mit dem Tod des Hundes enden können

Unser Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Liebling in den Süden verreisen, schützen Sie ihn am besten immer mit einem Protectorband gegen die Sandmücke, zum Beispiel von Scaliobor. Zusätzlich können spezielle Shampoos wie zum Beispiel PETVITAL® Verminex Schutz vor Zecken und anderem Ungeziefer bieten.

Anaplasmose:

  • wird durch Zecken übertragen (gemeiner Holzbock)
  • Krankheitserreger ist das Bakterium Anaplasma phagocytophilum
  • die Krankheit kann zuerst vom Immunsystem des Hundes in Schach gehalten werden, bei Stress oder angeschlagenem Immunsystem kann die Krankheit aber voll ausbrechen
  • Symptome sind hohes Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Gelenkentzündungen, Befall der inneren Organe oder Erblindung
  • Behandlung erfolgt mit einem Antibiotikum, das über 3 bis 4 Wochen verabreicht wird. Eventuell sind zusätzlich Bluttransfusionen erforderlich. Anaplasmose ist nicht in allen Fällen heilbar, da sich die Bakterien ins Knochenmark zurückziehen können. Die Erkrankung muss aber nicht zwingend noch mal ausbrechen

Babesiose:

  • wird durch Zecken übertragen
  • Befall durch einzellige Parasiten im Blut, ähnlich wir Malaria beim Menschen, daher auch die Bezeichnung Hundemalaria
  • Befall der roten Blutkörperchen
  • Symptome sind hohes Fieber bis 42 Grad, schnelle Auszehrung, Blutarmut Gelbsucht, rote oder grünliche Urinausscheidungen
  • zur Vorbeugung sind sogenannte Repellentien geeignet, die Schutz vor Zecken bieten. Spot-on-Präparate werden auf das Tier aufgebracht und verhindern, dass es überhaupt zum Blutsaugen der Zecke kommt

Ehrlichiose:

  • wird von der braunen Hundezecke übertragen
  • der Erreger ist das Bakterium Ehrlichia canis, auch Rickettsien genannt
  • Symptome sind Fieber, Atemnot, Erbrechen, Nasenbluten, Blutungen in Haut und Schleimhäute, Ausfluss aus den Augen, Hornhauttrübung bis zum Erblinden, Lymphknotenschwellungen und Organschäden

Unser Tipp: Ganz gleich ob im Ausland oder Zuhause, suchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken ab und betreiben Sie eine geeignete Zeckenprophylaxe. Ob Spot-on-Präparat, Protectorband oder Tablette – sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt!