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Nasennebenhöhlenentzündung – Was kann helfen? - Symptome, Ursachen & Behandlung

Nasennebenhöhlenentzündung – Symptome, Ursachen & Behandlung

Die Mehrheit aller Deutschen leidet mindestens einmal im Jahr daran: Der Kopf drückt und schmerzt, die Nase läuft – eine Nasennebenhöhlenentzündung bahnt sich an, medizinisch als Sinusitis bezeichnet. Diese heilt normalerweise nach einigen Wochen problemlos ab, kann aber auch chronisch werden. Woran kann ich eine Sinusitis erkennen und was kann man dagegen tun?

Wie entsteht eine Sinusitis?

Unser Schädelknochen enthält mehrere Hohlräume, die Nasennebenhöhlen, die über kleine Kanäle mit der Nase verbunden sind. Sie liegen links und rechts neben der Nase und in der Mitte der Stirn über den Augenbrauen. Im Inneren sind sie mit Schleimhaut und feinen Flimmerhärchen ausgekleidet und produzieren Sekrete. So können sich die Nasennebenhöhlen selbst von Fremdkörpern und Keimen reinigen.

Im Fall einer Infektion oder durch Allergene schwellen die Schleimhäute an und produzieren vermehrt Sekret. Das kann dazu führen, dass die schmalen Verbindungsgänge zur Nase verstopfen und der Schleim und Keime nicht mehr abtransportiert werden. Durch den Sekret-Rückstau und die fehlende Belüftung können sich die Nasennebenhöhlen dann entzünden. Der Arzt spricht in dem Fall von einer akuten oder chronischen Sinusitis.

Was sind Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung?

  • Meist tritt die Nasennebenhöhlenentzündung zusammen mit einem Schnupfen auf: Die Betroffenen leiden unter einer laufenden, zugeschwollenen Nase. Diese sogenannte Rhinitis kann sich dann auf die Nasennebenhöhlen ausweiten.
  • Die Nase sondert gelbliches oder grünliches Sekret ab, es kann auch aus den Nebenhöhlen in den Rachen fließen und Husten verursachen.
  • Das deutlichste Symptom einer Sinusitis sind die typischen Gesichts- und Kopfschmerzen. Diese verstärken sich, wenn der Kopf nach unten gebeugt wird oder durch Erschütterungen. Außerdem reagieren die Nasennebenhöhlen schmerzhaft empfindlich auf leichtes Klopfen oder Druck von außen. Die Symptome sind morgens und vormittags am Schlimmsten.
  • Das Allgemeinbefinden ist bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung oft auch beeinträchtigt: Die Betroffenen sind fiebrig und schlapp.
  • Der Geruchs- und Geschmackssinn sind meistens eingeschränkt.

Symptome einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung

Sobald eine Sinusitis länger als zwölf Wochen ohne Unterbrechungen besteht, ist sie als chronisch einzuordnen. Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung zeichnet sich durch die gleichen Symptome wie die akute Form aus, meist sind diese allerdings schwächer ausgeprägt. Schmerzen können vollkommen fehlen, der beeinträchtige Geruchs- und Geschmackssinn ist aber oft ein Leitsymptom. Häufig leiden die Betroffenen unter diffusen, anhaltenden Kopfschmerzen und Druckgefühl im Kopf.

Tritt eine Nasennebenhöhlenentzündung mindestens viermal jährlich auf und heilt dazwischen immer wieder ab, wird sie als akut rezidivierend bezeichnet.

Was sind Ursachen einer Nasennebenhöhlenentzündung?

  • Der häufigste Auslöser einer akuten Sinusitis ist eine durch Viren verursachte Erkältung.
  • Allergene wie Pflanzenpollen, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben können auch zu akuten und chronischen Verläufen von Nasennebenhöhlenentzündungen führen.
  • Manchmal sind auch die Zähne verantwortlich: Zahnwurzelentzündungen oder Keime nach Zahnentfernungen können vom Kiefer in die Nebenhöhlen wandern.
  • An chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen kann auch die Anatomie der Nase schuld sein: Polypen (gutartige Wucherungen der Schleimhaut) oder schiefe Nasenscheidewände können die ausreichende Belüftung der Nebenhöhlen so erschweren, dass dort leichter Entzündungen entstehen.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Sinusitis?

Wenn eine Nasennebenhöhlenentzündung nach einigen Wochen nicht abheilt, starke Schmerzen verursacht oder immer wieder auftritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Haus- oder HNO-Arzt stellen die Diagnose einer akuten oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündung meist anhand der klassischen Symptome:

  • Druck- und Klopfschmerz
  • Vorbeugen des Oberkörpers verschlimmert die Symptome
  • Nasensekret und sichtbarer Schleim an der Rachenwand

Wenn eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung vermutet wird, untersucht der Arzt die Schleimhäute mit einem Nasenspiegel oder Endoskop. Mögliche weitere diagnostische Mittel sind Abstriche des Nasensekrets, AllergietestsRöntgen- oder Computertomographieaufnahmen.

Welche Mittel helfen bei einer Nasennebenhöhlenentzündung?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung mit normalem Verlauf können Sie gut mit symptomlindernden Medikamenten und Hausmitteln selbst behandeln. Nach ca. zwei Wochen sollte sie ausgestanden sein.

  • Nasensprays oder -tropfen können schnelle Abhilfe schaffen: Sie sorgen dafür, dass die Schleimhaut abschwillt. So kommt wieder ausreichend Luft an die Nasennebenhöhlen und der festsitzende Schleim kann abfließen. Wenden Sie Nasenspray nicht länger als eine Woche an, da sich die Schleimhautschwellung sonst chronifizieren kann.
  • Hilfreich sind außerdem schleimlösende und sekretfördernde Medikamente, zum Beispiel mit Inhaltsstoffen wie Acetylcystein oder Efeu- und Eukalyptusextrakt.
  • Symptomatisch können Sie eine akute Sinusitis außerdem mit Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure behandeln.
  • Bei chronischen Verläufen der Nasennebenhöhlenentzündung gilt es natürlich zuerst, die zugrunde liegende Ursache auszuschalten. Das kann bei Polypen eine Operation sein, bei Allergien eine Allergenvermeidung oder Desensibilisierung.
  • Eine chronische Sinusitis wird außerdem oft mit lokal angewandten Kortisonpräparaten behandelt. Sie wirken entzündungshemmend und können auch über längere Zeit verwendet werden, im Gegensatz zu anderen Nasensprays.
  • Im selteneren Fall einer bakteriellen Sinusitis (erkennbar am eitrigen Sekret) kann der Arzt ein Antibiotikum verordnen. Bei dem Großteil der viralen Nasennebenhöhlenentzündungen hat diese Maßnahme allerdings keinen Effekt.

Welche Hausmittel kann ich bei einer Sinusitis anwenden?

Neben Medikamenten können Sie auch auf eine breite Auswahl an Hausmitteln zurückgreifen, die sich bei einer Nasennebenhöhlenentzündung bewährt haben.

  • Um die Atemwege und Nebenhöhlen zu befreien, kann Inhalieren wirksam sein. Dazu können Sie einen Inhalator oder eine Schüssel mit Handtuch darüber verwenden. Als Inhalationsflüssigkeit eignet sich beispielsweise Kochsalzlösung (9 g Salz auf ein Liter Wasser), Salbei- oder Kamillentee, sowie Extrakte aus Thymian, Efeu oder Eukalyptus. Wegen der Verbrühungsgefahr sollten kleine Kinder nicht inhalieren!
  • Tägliche Nasenspülungen lösen festsitzenden Schleim: Mithilfe einer Nasendusche, die mit physiologischer Kochsalzlösung befüllt wird, spülen sie Sekret und Keime aus.
  • Bestrahlungen mit einer Rotlichtlampe haben sich ebenfalls als hilfreich bewiesen, gerade bei Kindern.
  • Lagern Sie den Kopf möglichst hoch, auch nachts: So kann der Schleim leichter abfließen und staut sich nicht während des Schlafes zurück.
  • Viel Trinken: Achten Sie auf eine ausreichende Trinkmenge, um die Sekrete flüssig zu halten. So lösen sie sich leichter und die Nasennebenhöhlenentzündung kann schneller abheilen.
  • Verzichten Sie auf Zigaretten und meiden Sie verrauchte Räume.
  • Halten Sie die Raumluft – besonders im Winter – feucht, um die Atemwege nicht zusätzlich zu reizen. Dazu können Sie mehrmals täglich Stoßlüften, Luftbefeuchter aufstellen oder nasse Handtücher über die Heizung hängen.

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Expertenrat: Theresa Holler

Expertenrat

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