Navigation überspringen
Online Apotheke - shop-apotheke.com
  • Warenkorb
    0
Zurück zur Ratgeber-Übersicht

Mückenstich – Was hilft und wie schützt man sich?

Mückenstich

„Nicht kratzen!“, heißt die beliebteste Warnung bei einem Mückenstich. Das ist auch richtig, denn wer nach einem Stich kratzt, verstärkt den Juckreiz noch. Doch was hilft gegen Mückenstiche? Wie kann man sich am besten davor schützen?

Die Antworten sind einfach: Gegen Mückenstiche hilft Kälte genauso gut wie Hitze. Der Schutz vor Mückenstichen ist ein wenig schwieriger zu bewerkstelligen, denn die Plagegeister sind Meister darin, Menschen zu verfolgen und zu stechen. Lesen Sie im Ratgeber Ihrer Online Apotheke, wie es trotzdem schaffen.

Warum juckt ein Mückenstich?

Sticht die Mücke (und es sind nur die Mückenweibchen, die das tun, um Blut für ihren Nachwuchs zu tanken), gelangt Mückenspeichel in unseren Körper, um das Blut an der Gerinnung zu hindern. Auf diesen Speichel reagiert das Immunsystem unseres Körpers und setzt Histamin frei, um den fremden Stoff zu stoppen. Genau diese Freisetzung von Histamin sorgt dann für die Rötung des Einstichs und den Juckreiz. Kurzum: Auf (fast) jeden Mückenstich folgt eine begrenzte allergische Reaktion.

Wer sich dann kratzt, verursacht aber kleinste Verletzungen der Haut, verteilt zudem den Speichel der Mücke und verschlimmert damit die ganze Sache. Besser ist eine schnelle und konsequente Behandlung des Mückenstichs.

Über 3000 Stechmücken-Arten gibt es weltweit – und fast so viele Namen für die lästigen Plagegeister. Da gibt es die Moskitos (spanisch: Mücke), die Gelsen (österreichisch für Mücke), die Stanzen in der Schweiz. Inzwischen gelangen auch Arten nach Europa, die es hier nie zuvor gegeben hat. So wurde 2003 in der Schweiz erstmals die asiatische Tigermücke gesehen.

Mückenstiche richtig behandeln

Kälte oder Wärme? Beides lindert den Juckreiz nach einem Mückenstich zuverlässig. Ein Coolpack oder ein Eiswürfel überdecken nicht nur den Juckreiz, sondern bremsen auch Entzündungsvorgänge. Das funktioniert sogar mit ein wenig Spucke, die nur auf dem Mückenstich aufgetupft wird, nicht eingerieben! Die Spucke verdunstet, ein angenehm kühlender Effekt stellt sich ein.

Doch auch Hitze wirkt gegen Juckreiz durch Mückenstiche. Sogenannte Hitzestifte, die es z.B. in der Apotheke gibt, werden kurz auf den Stich gehalten. Mit knapp 50 Grad Hitze töten sie das Eiweiß ab, das die Mücke hinterlassen hat. Je weniger Eiweiß, desto weniger Histamin und der Juckreiz ebbt rasch ab.

Mückenstiche: Mittel gegen den Juckreiz

Hat die Stechmücke zugestochen, juckt’s. Und nur ganz hartgesottene Naturen können das Kratzen wirklich verhindern. Damit der Juckreiz rasch gelindert wird – und sich der Stich nicht etwa noch durch Kratzen entzündet – gibt es juckreizlindernde Medikamente und Salben:

  • Antihistaminika, die kühlen und abschwellend wirken
  • Hydrocortisonhaltige Präparate, die den Juckreiz lindern

Welche Hausmittel helfen gegen juckende Mückenstiche?

Auch in der Küche lassen sich einige Mittelchen finden, mit denen der Juckreiz rasch gelindert wird, vorausgesetzt, der Anwender kann damit leben, dass er eine kurze Zeit etwas strenger riecht. So helfen

  • eine in Scheiben geschnittene Zwiebel oder
  • etwas Honig

Allerdings sind diese Hausmittel nicht ganz so wirkungsvoll wie die Kälte- oder Hitzeanwendungen. Doch beiden gemeinsam ist: Man tut etwas gegen den Stich, lenkt sich also ab. Schon das kann den Juckreiz lindern.

Wie kann ich Mücken vertreiben?

Der beste Mückenstich ist jener, der gar nicht erst passiert. Mückenschutzmittel helfen gegen die Plagegeister. Für den Urlaub sind Mückensprays oder -gele mit natürlichen oder chemischen Wirkstoffen (z.B. Icaridin) ein Muss.

Mückensprays enthalten einen wirkungsvollen Cocktail, der allerdings alle paar Stunden aufgefrischt werden muss, da sind oft nicht wasserfest sind.

Doch nicht jeder Mensch verträgt jedes Mittel und einige riechen auch etwas streng oder machen die Haut unangenehm klebrig. Testen Sie Sie ein Mückenspray oder –gel erst einmal auf einem kleinen Hautareal, ehe Sie es großflächig anwenden. Manche Mittel (z.B. jene, die DEET enthalten) sind für Schwangere und Kleinkinder nicht geeignet.

Auch ein so natürlicher Stoff wie Kokosöl soll Mücken wirksam vertreiben. Der Vorteil: keine Chemie auf der Haut.

Mückenschutz: Mücken gar nicht erst reinlassen

Es gibt eine Reihe von Pflanzen, die intensive Gerüche verströmen und Mücken abwehren: Lavendel, Salbei, Gewürzlorbeer, Katzenminze, Zitronenmelisse, etc. All das lässt sich auch auf dem Balkon ansiedeln, wobei die Kräuter sogar noch für die Küche taugen.

Für die Wohnung sind Fenstergitter ideal. Sie verhindern, dass die Mücken ins Haus kommen und garantieren so einen mückenfreien Nachtschlaf.

Ein Moskitonetz ist ein idealer Reisebegleiter, wenn Mücken ganz ohne Spray ferngehalten werden sollen.

Mückenstiche bei Babys

Für die zarte Babyhaut gibt es spezielle, kühlende Lotionen mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Jojobaöl, Zaubernuss und Echinacea. Es gibt auch spezielle Sticker, die auf die Kleidung geklebt werden und einige Stunden lang die Mücken abwehren. Und auch das können Sie tun:

  • Gerade im Kinderzimmer sollten Sie auf Insektenvorhänge oder -schutzfenster achten.
  • Insektenschutznetze für den Kinderwagen sorgen für optimalen Schutz unterwegs.
  • Achten Sie bei Ihrem Baby auf kurze Fingernägel, dann kann es sich beim Kratzen nicht verletzen.
  • Langärmelige helle Kleidung am Abend und eine Kopfbedeckung vermindern das Stichrisiko.
  • Sollte sich ein Mückenstich entzünden, heftig röten oder stark anschwellen, ist der Besuch beim Kinderarzt notwendig. Evtl. reagiert Ihr Baby besonders sensibel auf Mückenstiche.

Mückenstiche können Allergien auslösen

Jeder Mückenstich löst eine kleine allergische Reaktion aus. Bei manchen Menschen fällt dieser Prozess allerdings heftiger aus. Sie reagieren besonders sensibel auf Mückenstiche, leiden unter stark schmerzenden roten Quaddeln oder Blasen. Der Grund: Ihr Körper setzt besonders viel Histamin frei, weshalb Ärzte in solchen Fällen dann Antihistaminika verordnen, um die allergische Reaktion des Körpers abzubremsen.

Zu den allergischen Reaktionen auf Mückenstiche können auch Kreislaufbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen gehören. Hier ist eine ärztliche Behandlung dringend notwendig. Das gilt auch für Mückenstiche, die z.B. Atemnot oder große Schwellungen am Hals, Mund oder Augen auslösen.

Entzündung durch Mückenstiche

Mückenstiche sind nicht immer harmlos, sie können schwere Infektionen auslösen. Das geschieht vor allem auf zwei Wegen:

  1. Das Mückenweibchen kann mit seinem Speichel Keime (wie Fäkalbakterien, Streptokokken oder Kolibakterien) mit dem Stich in den Körper einbringen. Exotische Mücken übertragen sogar noch gefährliche Infektionserreger.
  2. Beim Kratzen können Bakterien, die eigentlich auf der Haut leben, in den Körper gelangen und sich dort verteilen. Im Blutkreislauf können sie eine schwere Blutvergiftung auslösen oder in den Lymphbahnen eine Schwellung (Lymphödem) verursachen.

Bei einer Entzündung durch Mückenstiche helfen in der Regel Antibiotika, die die eingedrungenen Keime vernichten.
Sollte sich bei Ihnen ein Mückenstich besonders auffällig entwickeln, z.B. hochrot werden, große Quaddeln oder Blasen bilden, ist auch hier der Gang in die Arztpraxis dringend notwendig.

Ein entzündeter Mückenstich ist in der Regel harmlos. Aber es gibt empfindliche Menschen, die darauf mit heftigen Krankheitssymptomen wie z.B. Durchfall oder Übelkeit reagieren. Manchmal schwillt auch die Umgebung rund um den Mückenstich heftig an. Auch hier muss der Arzt aufgesucht werden.

Gegebenenfalls wird eine entzündungslindernde Salbe (evtl. cortisonhaltig) verordnet, um die heftige Reaktion des Körpers sanft zu bremsen.

Gefährliche Krankheitsüberträger: Exotische Mücken auch in Deutschland

Der Massentourismus bringt nicht nur Menschen in fremde Länder, er führt auch exotische Mücken nach Deutschland. Sie verbergen sich z.B. in mitgebrachten Pflanzen, die mancher Tourist als Souvenir mit nach Hause bringt. So gelangte die asiatische Buschmücke nach Deutschland, die beim Blutsaugen Krankheitserreger aufnimmt und von einem Wirt zum nächsten weitertransportiert. Noch gefährlicher ist die asiatische Tigermücke, die Tropenkrankheiten übertragen kann, unter anderem Gelbfieber.

So beugen Sie Mückenstichen vor

Gerade in den heißen Sommermonaten Juli bis September sind die Mückenweibchen morgens und abends in Scharen unterwegs. Vor allem an Gewässern (Flüssen, Seen, Teichen) halten sie sich bevorzugt auf, immer auf der Suche nach Blut, das sie zur Versorgung ihres Nachwuchses brauchen. Wirklich hundertprozentig schützen kann man sich nicht, aber Sie können die Mückenstich-Gefahr ein wenig vermindern:

  • Licht und Wärme locken Mücken an. Mit Insektengittern oder -vorhängen können Sie Ihre Wohnung vor den Plagegeistern schützen.
  • Sommerabende an Gewässern (dem bevorzugten Jagdgebiet von Mückenweibchen) werden angenehmer, wenn Sie langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen. Helle Farben sind besser geeignet als dunkle.
  • Gut gefüllte Wassertonnen oder Gießkannen sollten abgedeckt werden, um zu verhindern, dass Mücken darin brüten.
  • Schweiß und Körpergeruch locken Mücken an. Duschen ist eine gute Möglichkeit, um etwas weniger auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings wirkt das ausgeatmete Kohlendioxid im menschlichen Atem auf Mückenweibchen wie ein Lockstoff.
  • Mückenschutzprodukte (sog. Repellentien) sorgen dafür, dass die Mücken den menschlichen Geruch nicht mehr wahrnehmen. Sie finden also ihre Opfer erst gar nicht.

Aktuelle Produkte zum Thema Mückenstich

Alle Ergebnisse anzeigen

Expertenrat: Theresa Holler

Expertenrat

"Die Beratung und Information unserer Kunden liegt uns besonders am Herzen: Mit dem Ratgeber erhalten Sie kompaktes Apotheker-Wissen zu vielen Gesundheitsthemen – recherchiert und geschrieben von unserem Experten-Team."

Als leitende Apothekerin steht Theresa Holler mit Ihrem großen Apotheker-Team hinter unseren Ratgebern. Hier erhalten Sie immer fundiertes Wissen zu vielen verschiedenen Gesundheitsthemen. Mit dem Ratgeber von SHOP APOTHEKE können Sie sich nicht nur schnell über verschiedene Themen informieren, Sie erhalten außerdem wichtige Apotheker-Tipps zu bewährten Arzneimitteln.