Wenn es draußen nass und kalt ist, löst das schlechte Wetter nicht nur miese Laune aus, sondern bei vielen Menschen auch starke Gelenkbeschwerden. Vor allem Menschen mit Rheuma oder Arthrose macht das kalte Winterwetter oft zu schaffen. Doch warum machen unsere Knochen gerade jetzt Ärger und was kann man dagegen machen? Wir haben uns das Thema einmal genauer angesehen.

Wie kommt es im Winter zu Gelenkschmerzen?

Vermutlich liegt die Ursache für Gelenkschmerzen im Winter an unserem verlangsamten Stoffwechsel. Die Durchblutung wird vermindert, die Muskulatur verspannt sich und es kann zu dumpfen Schmerzen kommen. Ist es draußen kalt, stellt unser Körper sein „Notprogramm“ ein: Zuerst werden die wichtigen Organe mit Blut versorgt, erst dann Gelenke und Muskeln. Die Kälte reduziert auch die Viskosität der Gelenkflüssigkeit, die Gelenke sind also weniger gut geschmiert und es kann zu einem Reibungsschmerz kommen. Mit der richtigen Ernährung, Kälte- und Wärmebehandlungen, regelmäßiger Bewegung und verschiedenen Mitteln mit Heilpflanzen können Sie Ihre Gelenke jetzt unterstützen und Gelenkbeschwerden lindern oder sogar vermeiden.

Verwöhnprogramm für schmerzende Gelenke

Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen Gelenkschmerzen. Sind die Gelenkschmerzen chronisch, freuen sich die Gelenke über Wärme, zum Beispiel bei einem Saunabesuch. Wer die Sauna nicht verträgt, dem kann auch ein warmes Vollbad mit einem ätherischen Badezusatz Linderung verschaffen. Legen Sie sich nach dem Bad mit einer Wärmflasche auf die Couch oder massieren Sie die schmerzenden Gelenke mit einem speziellen Öl, Tonikum oder einer Salbe ein. Als Heilpflanzen bei Gelenkschmerzen haben sich Rosmarin, Latschenkiefer, Arnika, Teufelskralle oder Beinwell besonders bewährt.

Sind die Gelenkschmerzen akut und die Gelenke eventuell entzündet, heiß oder geschwollen, ist Wärme eher kontraproduktiv. Hier kann ein kühler Quarkwickel hilfreich sein. Mischen Sie Magerquark mit einem Schuss Olivenöl und streichen Sie die Mischung eiskalt auf das schmerzende Gelenk, alles mit einem Tuch abdecken und 30 Minuten einwirken lassen. Der Quark-Wickel zieht die Hitze aus dem Gelenk und verschafft einen angenehmen Effekt.

Immer in Bewegung bleiben!

Bei diesem Wetter möchte man sich am liebsten mit einem guten Buch auf die Couch verkrümeln, aber Bewegungsmangel im Winter ist reines Gift für die Gelenke. Möchten Sie Ihren Gelenken etwas Gutes tun, sollte täglich ein Spaziergang auf dem Plan stehen. Allerdings ist warm Einpacken jetzt Pflicht: Handschuhe, Pulswärmer, dicker Mantel und Funktionsunterwäsche schützen vor Kälte und halten Ihre Gelenke warm. Schwitzen sollten Sie allerdings auch nicht bei Ihrem Spaziergang, denn das kühlt den Körper zusätzlich aus. Besonders schonend für schmerzende Gelenke: Wassergymnastik. Denn im Wasser müssen Gelenke nur ein Zehntel des Körpergewichts tragen.

Bei einer Teestunde entspannen

Nicht nur bei Kälte, sondern auch bei Schmerzen kann ein heißer Tee kleine Wunder bewirken. Der Tee sollte am besten grün sein, denn dieser hat entzündungshemmende Inhaltsstoffe, die dem Gelenkknorpel helfen können. Besonders gut für den Gelenkknorpel ist auch ein Brennnessel-Tee: Dieser hat eine positive Wirkung auf Entzündungsprozesse im Gelenk und kann die Beweglichkeit verbessern.

Ausgewogen und gut ernähren

Du bist was du isst – unsere Ernährung hat direkten Einfluss auf unsere Gesundheit und somit auch auf unsere Gelenke. Wer unter Gelenkproblemen leidet, sollte weniger tierische Fette und weniger rotes Fleisch zu sich nehmen und durch Fisch ersetzen. Ansonsten gilt wie immer: möglichst viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Es gibt außerdem viele Nahrungsergänzungsmittel, die wichtige Nährstoffe für Knorpel und Knochen liefern.