Es ist jeden Winter dasselbe. Wir freuen uns auf Weihnachten, Schnee und Karneval – und auf einmal bremst uns eine lästige Erkältung mit unangenehmen Symptomen wie Schluckbeschwerden, Halsweh und Gliederschmerzen tagelang aus. Muss das sein?
Wie Sie eine Erkältung am besten überstehen – und erst gar keine bekommen, verraten wir Ihnen hier. Dazu: Alles, was Sie sonst noch über Erkältung wissen sollten.

Was genau ist eine Erkältung?

Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt ist eine akute Infektionskrankheit der Nasenschleimhaut, des Halses und/oder der Bronchien. Da es circa 200 verschiedene Erkältungsviren gibt, kann es passieren, dass wir 2-3 Mal innerhalb eines Jahres an einer Erkältung erkranken. Jüngere Kinder kann es aufgrund des noch nicht vollständig ausgebildeten Immunsystems sogar bis zu 13 Mal treffen.

Was sind die Symptome einer Erkältung?

Zu den ersten Anzeichen einer Erkältung gehören neben Schluckbeschwerden und Halsschmerzen oft auch Frösteln. Letzteres entsteht durch den Versuch des Körpers, die Körpertemperatur, die durch den Virenangriff gestiegen ist, wieder auf ihren Normalwert zu bringen, indem der Körper die Haut abkühlt. In den folgenden Tagen der Erkrankung kommt es häufig zu Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und manchmal auch zu Fieber. Nach circa 5-6 Tagen beginnt der Reizhusten.

Wie werden die Viren übertragen?

Oft geht ein intensiver Kontakt mit einem bereits Erkrankten einer Erkältung voraus. Doch eine Ansteckung ist auch durch eine so genannte Tröpfcheninfektion möglich, also durch die Luft (z.B. durch Niesen) oder durch eine Schmierinfektion, das heißt durch infizierte Gegenstände wie z.B. Türklinken.
Übrigens: Je gesünder und fitter man ist, also je besser das eigene Immunsystem funktioniert, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer Erkältung anzustecken.

Was ist der Unterschied zwischen einer Erkältung und einer Grippe?

Eine Grippe, auch Influenza genannt, umfasst fast alle Symptome, die auch bei einer Erkältung auftreten können, diese sind jedoch schlimmer bzw. stärker ausgeprägt und dauern länger an. Dazu gehören starke Kopf- und Gliederschmerzen, hohes Fieber mit Temperaturen über 38,5°C, Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden und Müdigkeit. Zusätzlich können bei einer Grippe Appetitlosigkeit, Schwächegefühl und Kreislaufbeschwerden auftreten. Auch dauert eine Grippeerkrankung meist mit 7-14 Tagen länger als eine Erkältung.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Wenn Sie sich nach 7 Tagen noch nicht besser fühlen, sollten Sie überlegen, einen Arzt aufzusuchen. Auch bei hohem Fieber mit Temperaturen über 38,5°C, Atemnot und einer gelb-grünen Verfärbung des Schleimsekrets ist ein Arztbesuch ratsam.

Mich hat’s erwischt! Was nun?

  1. Seien Sie schneller als die Erkältung
    Bereits beim ersten Kratzen im Hals können Sie etwas gegen die drohende Erkältung tun. Erkältungs- und Hustentees beruhigen den gereizten Hals und spenden wohltuende Wärme. Außerdem gibt es Arzneimittel, die Halsschmerzen lindern und gleichzeitig gegen die Entzündung des Rachenraums wirken.
  2. Einfach mal abschalten
    Gönnen Sie sich 1-2 Tage intensiver Ruhe. Ihr Körper braucht während einer Erkältung Zeit zur Regeneration. Schlaf ist dabei besonders wichtig; hier kann sich der Körper am besten ausruhen und entspannen. Beachten sollten Sie auch, während einer Erkältung keinen Sport zu treiben, da dem Körper für solche Anstrengungen die Kraft fehlt. Warten Sie vor allem mit Ausdauersportarten bis alle Symptome vollständig abgeklungen sind, und steigen Sie dann wieder langsam in Ihr übliches Sportprogramm ein.
  3. Trinken, trinken, trinken
    Gerade warme Getränke sind bei einer Erkältung ideal, da sie von innen heraus wärmen und gleichzeitig einen möglichen Flüssigkeitsverlust durch Schweiß und Nasenflüssigkeit verhindern. Fruchtsäfte und Wasser helfen, den festsitzenden Schleim flüssig zu halten.
  4. Die richtigen Medikamente
    Nasentropfen oder –sprays helfen, die Nase frei zu halten und dadurch das Atmen zu erleichtern. In der Regel können Sie solche Sprays bis zu 5 Tage verwenden. Eine längere Anwendung kann zu einer Austrocknung der Nasenschleimhaut führen.
    Sollten Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit und Husten Sie sehr belasten, helfen Ihnen Erkältungsmittel, die Schmerzen zu lindern. Beachten Sie bitte, sich trotz der Einnahme von Medikamenten nicht zu überlasten und sich während der gesamten Erkältungszeit zu schonen.

So beugen Sie einer Erkältung vor

  1. Trainieren Sie Ihre Abwehr
    Besonders wichtig, um eine Erkältung vorzubeugen, ist ein fittes Immunsystem. Und das können Sie gezielt stärken! Bewegung an der frischen Luft (z.B. Spaziergänge oder Walking) und Ausdauersportarten wie Joggen oder Tanzen sind ideal.
    Auch mit der richtigen Ernährung können Sie Ihr Immunsystem unterstützen. 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag sind wichtig, um z.B. genügend Vitamine aufzunehmen. Eine Portion Obst kann dabei ein Glas Orangensaft zum Frühstück sein oder ein Apfel als Nachmittagssnack. Als eine Portion Gemüse gelten ein kleiner Salat zum Mittagessen oder Gemüse als Beilage zu Fleisch oder Fisch.
  2. Gönnen Sie sich eine Pause
    Stress und zu wenig Schlaf machen Sie angreifbar für Erkrankungen aller Art. Versuchen Sie, morgens ruhig und gelassen in den Tag zu starten, eventuell mit Yoga oder einem gesunden Frühstück. Auch ein Saunabesuch stärkt die Abwehrkräfte. Wichtig ist außerdem, dass Sie jede Nacht mindestens 6-8 Stunden schlafen, damit sich Ihr Körper erholen und regenerieren kann.

shop-apotheke.com hofft, dass Sie mit unseren Tipps gut und gesund durch die Erkältungszeit kommen. Bleiben Sie stets gesund!