Baden bei grippalen Infekten.

Wir kennen das alle: plötzliches Frieren, Kratzen im Hals und Unwohlsein. Wenn wir die ersten Anzeichen einer Erkältung bemerken, haben wir das starke Bedürfnis nach Wärme. Am liebsten würden wir gleich in die heiße Badewanne steigen und gar nicht mehr raus kommen. Doch ist ein Erkältungsbad bei Schnupfen, Husten und Co. auch wirklich sinnvoll? In unserem aktuellen Blog-Beitrag erfahren Sie mehr über das Thema „gesundes Baden“ und welche Badezusätze die Erkältungsbeschwerden lindern können.

Badezusätze: was steckt drin?

In den meisten Erkältungsbädern oder Badezusätzen kommen entspannende und durchblutungsfördernde Wirkstoffe aus Heilpflanzen, wie zum Beispiel Eukalyptus, Thymian, Kiefernnadel oder Kampfer zum Einsatz. Die enthaltenen ätherischen Öle können eine schleimlösende und befreiende Wirkung auf die Atemwege haben. Erkältungsbäder, die ätherische Öle enthalten, eignen sich in der Regel nicht für Kleinkinder bis zu einem Alter von 6 Jahren.

Wann ist ein Erkältungsbad sinnvoll?

Wenn Sie die ersten Anzeichen einer Erkältung spüren, eignet sich ein Erkältungsbad sehr gut, um das Gefühl der Unterkühlung zu lindern und dem Körper wohlige Wärme zu spenden. Ein Erkältungsbad wirkt zuallererst einmal über die Wärmezufuhr, dazu kommen pflanzliche Zusätze, die über die Haut oder Schleimhäute aufgenommen werden und viele positive Eigenschaften auf den Körper haben können. Die Durchblutung wird angeregt, gleichzeitig entspannt sich die Muskulatur – so können Gliederschmerzen, die zu Beginn einer Erkältung auftreten, nachlassen.

Dreiviertelbad schont den Kreislauf.

Der Richtwert für ein Vollbad liegt so ca. bei 38 Grad. Ein zu heißes Bad kann aber, wenn man bereits angeschlagen ist, den Kreislauf aus der Balance bringen. Baden Sie also immer nur so warm, wie es für Sie am angenehmsten ist und steigen Sie nach dem Bad ganz langsam aus der Wanne. Noch besser: Füllen Sie die Wanne nicht komplett, so dass Schultern und Knie beim Baden aus dem Wasser ragen. Das sogenannte Dreiviertelbad ist weniger belastend für den Kreislauf. Bleiben Sie nicht länger als 20 Minuten in der Wanne, wenn Sie vorher merken, dass das warme Bad Ihnen nicht gut tut, brechen Sie Ihre Badezeit ab, hüllen Sie sich in einen warmen Bademantel und ruhen Sie sich auf Couch oder im Bett aus.

Nicht baden gehen mit Fieber!

Ist die Erkältung schon weiter fortgeschritten oder tritt sogar Fieber auf, sollte man eher auf ein Bad verzichten. Baden bei Fieber kann den Kreislauf belasten oder durch das heiße Wasser das Fieber sogar erhöhen. Hat es einen also so richtig erwischt, sollte man lieber im Bett bleiben und den Körper nicht unnötig belasten.